首頁 / Werwolf / Gebrochen / Kapitel 1

分享

Gebrochen
Gebrochen
作者: N.O Darling

Kapitel 1

作者: N.O Darling
„Guten Morgen, Mädels!“, rief Jenna, die ältere Schülerin im Wohnheim, während sie die Flure des Wohnheims entlangschlenderte und dabei gegen jede Tür hämmerte. Stöhnend rollte ich mich herum und streckte mich nach meinem Handy. Ich schaute auf die Uhr und rieb mir die Augen, bevor ich ein zweites Mal auf die Uhr schaute. Das konnte auf keinen Fall stimmen. Ich schaute mich im Raum um und war mir sicher, dass meine Augen doch richtig funktionierten. Ich schaute erneut auf die Uhr.

„Mist!“, fluchte ich leise. Ich hatte mich nicht verguckt. Es war tatsächlich erst 5:30 Uhr morgens! Das bestätigte mir meinen anfänglichen Verdacht, dass die perfekte Jenna und ihr überfreundliches Lächeln in Wirklichkeit hinterhältig sind. Es war der erste Tag an der Universität, und die Vorlesungen begannen erst um 9 Uhr. Warum zur Hölle weckte sie dann alle schon um 5:30 Uhr auf? Dank der hauchdünnen Wände unseres Wohnheims konnte ich das Murren und Fluchen der anderen Mädels hören, als Jenna lautstark verkündete, dass es Zeit zum Duschen sei. Ich schnappte mir mein Kissen und drückte es mir auf den Kopf, um den Lärm auszublenden. Mein Wecker war auf 8 Uhr gestellt. Ich hätte vor der ersten Vorlesung am Morgen noch genügend Zeit zum Duschen und Frühstücken gehabt. Es gelang mir, den Lärm um mich herum so weit auszublenden, dass ich wieder begann, einzuschlafen als... KLOPF, KLOPF, KLOPF!

„Josie Banks, Zimmernummer 5, Ich höre keine Bewegung bei dir!“, rief Jenna mit zuckersüßer Stimme durch die Tür, während sie zuerst dagegen hämmerte und dann begann, an der Türklinke zu rütteln. Genervt warf ich mein Kissen auf den Boden, schlug die Decke zurück, stand auf und stampfte zur Tür, um diese aufzureißen.

„Es ist 5:30 Uhr morgens!“, zischte ich Jenna an. Mit einem gespielten, falschen Lächeln musterte sie mich von oben bis unten.

„Frau Banks, aber ich bin mir der Uhrzeit durchaus bewusst. Allerdings benötigt der diesjährige Jahrgang mehr Zeit zur Vorbereitung, wenn wir sichergehen wollen, dass auch nur eine von euch vorzeigbar aussieht“, antwortete sie grinsend.

„Wir sind doch keine Rinder“, schnaubte ich und wollte ihr gerade die Tür vor der Nase zuschlagen, als sie mit ihrem Fuß die Tür stoppte und auf ihr Klemmbrett blickte.

„Josie Banks, achtzehn Jahre alt, hier, um Kriminologie zu studieren. Vater bereits verstorben, ihre Mutter leidet unter einer Psychose und befindet sich derzeit in einer geschlossenen Anstalt. Josie benötigt Unterstützung, um ihre Gefühle zu verarbeiten. Dabei wären Struktur und Ordnung sehr hilfreich. Josie hat keine anderen lebenden Verwan... “, ich unterbrach sie, indem ich ihr das Klemmbrett aus der Hand riss, und begann, die Informationen, die sie über mich hatte, zu lesen. Mit jedem weiteren Wort, welches ich über mich las, wuchs meine Wut. Es schien, dass jeder Buchstabe weiteres Öl in das wachsende Feuer goss, das bereits begonnen hatte, in mir zu lodern. Wer hat ihr diese Informationen gegeben? Sie ist lediglich eine Studentin im höheren Semester, die hier freiwillig als Wohnheimleiterin arbeitet. Sie hatte weder das Recht noch die Notwendigkeit, auf diese Informationen zuzugreifen. Das war definitiv ein Verstoß gegen die Privatsphäre.

„Woher hast du das?“, kochte ich vor Wut. Studenten versammelten sich im Flur. Ihre volle Aufmerksamkeit richtete sich nun auf das Geschehen, das sich genau vor ihren Augen abspielte. „Als Wohnheimleiterin habe ich Zugang zu sämtlichen Informationen, die mir behilflich sein könnten, dich zu unterstützen“, erwiderte Jenna mit hoch erhobenem Kopf, als sei sie etwas Besseres. „Dies stand in deiner Immatrikulationsbescheinigung, die du unterschrieben hattest und der du bereits zugestimmt hattest, als du deinen Studienplatz an dieser Universität angenommen hast“, fügte sie hinzu. Ich riss das Blatt heraus und schlug ihr das Klemmbrett gegen die Brust.

„Du hattest kein Recht auf diese Informationen, und erst recht nicht, sie im ganzen Wohnheim zu verbreiten!“, rief ich und schubste sie von meiner Tür weg. Ein kurzer Ausdruck des Schocks huschte über ihr Gesicht, bevor ihr Kopf gegen die Wand knallte. Dann erstarrte ihr Blick plötzlich, und sie fiel mit einem dumpfen Knall zu Boden. An der Stelle, wo ihr Kopf gegen die Wand schlug, war nun ein deutlicher Riss zu sehen. Noch während ich die Tür zuknallte, hörte ich die anderen entsetzt nach Luft schnappen. Ungläubig ließ ich mich gegen die Tür fallen und starrte angewidert auf meine Hände.

„Ruft einen Krankenwagen!“, hörte ich eins der Mädchen im Flur rufen.

Wie konnte das passieren? Ich hatte sie doch gar nicht so heftig gestoßen, oder? ... Nein, das konnte nicht sein. Ich war nicht so stark. Und ich hatte sie kaum berührt. Sie musste über etwas gestolpert sein und war dann mit dem Kopf aufgeschlagen. Der Riss in der Wand war dort bestimmt schon vorher und ich hatte ihn einfach bis jetzt noch nicht entdeckt.

„Atmet sie noch?“, hörte ich jemanden panisch fragen. Ich hörte die Antwort schon nicht mehr, denn meine Ohren begannen zu klingeln und mein Herz fing an, lautstark zu hämmern. Während ich keuchend nach Luft schnappte, fühlte ich mich, als würde sämtlicher Sauerstoff aus dem Raum gesogen. Mit jedem Atemzug schnürte sich meine Brust weiter zusammen, als würde mehr und mehr Gewicht auf mir lasten. Meine Sicht verschwamm, bevor alles völlig schwarz wurde. Doch dann fühlte ich mich plötzlich leicht und jegliches Gewicht wich von mir, während ich in friedliche Dunkelheit sank.

„Frau Banks, wachen Sie auf!“, durchbrach eine strenge Stimme die wohltuende Stille, in die ich bis jetzt versunken war. Ich blinzelte und öffnete meine Augen. Langsam gewöhnte sich meine verschwommene Sicht an die Gestalt über mir. Es war eine füllige Frau mit grimmigem Gesichtsausdruck, die ich nicht kannte.

„Wer sind Sie?“, murmelte ich, während ich mich aufrichtete und umsah.

„Ich bin Polizistin Shelby von der Polizei der Mount-Universität. Wir müssen Sie zur Wache bringen“, sagte sie und lächelte mir mitfühlend zu, während sie mir half, aufzustehen. Im kaputten Türrahmen meines Zimmers stand ein weiterer Polizist. Er schaute neugierig zwischen mir, dem Türrahmen und dem Riss in der Wand, wo Jenna zusammengesunken war, hin und her. Ich schnappte scharf nach Luft, als mir wieder einfiel, was passiert war. Zum Glück war Jenna nicht mehr da. Ich muss wohl kurz bewusstlos gewesen sein und sie hatte mich bei der Polizei angezeigt, da ich sie geschubst hatte.

„Es tut mir wirklich leid, aber das war alles nur ein Missverständnis. Ich wollte nicht, dass sie hinfällt, ich hatte sie lediglich aus dem Türrahmen geschubst, damit ich die Tür schließen konnte und... “, fing ich an zu erklären, als die Polizistin die Hand hob, um mich zu stoppen.

„Spar dir das fürs Verhör auf, Liebes“, sagte sie einfühlsam, während sie mich aus dem Gebäude begleitete und zum wartenden Polizeiauto führte und in den Rücksitz des wartenden Polizeiautos setzte. Als ich an meinen Kommilitonen vorbeiging, beobachteten sie mich mit mitleidigen, spöttischen und angewiderten Blicken – super, ein perfekter erster Eindruck.

在 APP 繼續免費閱讀本書
掃碼下載 APP

最新章節

  • Gebrochen   Kapitel 30

    Ich folgte Luke in den ersten Raum und mir blieb der Mund offen stehen. Der Raum war riesig! Und das Bett war fast genau so groß wie mein ganzes altes Zimmer zu Hause. Dafür musste wohl extra Bettwäsche angefertigt worden sein, denn das war auf keinen Fall Standardgröße. „Na, das ist offensichtlich dein Zimmer“, lachte Luke über meinen Gesichtsausdruck. „Was? Darin kann ich doch nicht schlafen. Das ist viel zu riesig, ich würde mich darin verlaufen.“„Zum Glück hast du ja genug Männer in deiner Nähe, die dich finden können“, summte er und beugte sich vor, um mich zu küssen. Ich ließ ihn gewähren, bevor ich mich löste, um meine Erkundungstour fortzusetzen. Luke folgte mir, während ich den nächsten Raum betrachtete. Der Raum war nett. Viel schlichter und mit einem Doppelbett. „Ich will diese Zimmer, du kannst das andere haben“, sagte ich zu ihm. „Ich glaube nicht, dass das klappt“, lachte er. „Warum nicht?“„Weil, meine kleine Göttin“, er hielt inne, umfasste meine Hüften von

  • Gebrochen   Kapitel 29

    Herr Collins stand regungslos am Fußende meines alten Bettes, sein Kiefer war angespannt und seine Hände waren zu Fäusten geballt. „Deacon?“, fragte ich, noch etwas benommen und unschlüssig, ob ich noch träumte oder ob das alles Wirklichkeit war. Ich hob den Kopf und blickte auf die nackte Brust, die ich bisher als Kissen benutzt hatte. Luke atmete ruhig weiter und schlief friedlich. Da durchfuhr mich ein schrecklicher Gedanke. Ich war immer noch nackt. „Mist“, fluchte ich. Ich versuchte, Luke die Decke wegzuziehen, und weckte ihn dabei auf. „Was ist los?“, fragte er plötzlich und war hellwach. Dann entspannte er sich wieder, als er Herr Collins entdeckte. „Wie ich sehe, wurden wir gefunden“, brummte er. Meine Hand griff nach dem nächstbesten Kleidungsstück und ich streifte es mir schnell über. Der Größe nach zu urteilen, war dies nicht mein Oberteil, sondern Lukes, aber das war egal, denn es bedeckte mich sowieso mehr als mein eigenes.„Haben Sie noch nie etwas von Anklopfen gehö

  • Gebrochen   Kapitel 28

    Ich schwang meine Hüften im Takt der Musik, während ich begann, mich langsam auszuziehen. Lukes Augen leuchteten blau auf, als er mich gebannt beobachtete. „Sie tragen viel zu viele Klamotten, Herr Weston“, sagte ich, als ich nur noch in meiner schlichten schwarzen Unterwäsche vor ihm stand. Luke reagierte schnell. Er stand sofort auf, schmiss seine Schuhe weg und ließ seine Hose sowie seine Boxershorts auf den Boden fallen. Dann zog er seine Socken aus und machte sich an die Knöpfe seines Hemdes, wodurch sein durchtrainierter Oberkörper und sein straffer Bauch zum Vorschein kamen. Er war perfekt. Als er komplett nackt war, sah er mich erwartungsvoll an. Ich griff nach hinten, öffnete meinen BH und warf ihn quer durchs Zimmer. Dann zog ich meinen Slip herunter und ließ ihn ebenfalls zu Boden fallen, während ich auf ihn zuging. Seine Hände landeten auf meinen Hüften, und er sah zu mir herunter. „Du bist so schön“, flüsterte er, bevor er seine Lippen auf meine presste. Wir bewegten u

  • Gebrochen   Kapitel 27

    Ich knallte die Tür zu meinem Zimmer zu und warf mich aufs Bett. Ich vergrub mein Gesicht im Kissen und schrie meine ganze Frustration heraus. Warum musste ausgerechnet Mason einer meiner Seelenverwandten sein? Er hasste mich fast genauso sehr wie ich ihn. Und ich konnte nicht glauben, dass ich fast Mitleid mit ihm hatte! Ich hatte geglaubt, dass ich ihn vielleicht falsch eingeschätzt hatte. Dass hinter der harten Schale ein verängstigter und gebrochener Mann steckte. „Fick dich, Mason!“, schrie ich in mein Kissen. Ich ließ all meine Wut heraus. Ich hatte die Schnauze voll. Ich wollte nur nach Hause. „Josie, hör auf!“, hörte ich, als Hände mich packten und vom Bett hoben. Aber ich wehrte mich gegen den Griff. „Lass mich los! Ich will einfach nur nach Hause!“, schrie ich und dann überkam mich der Brechreiz. Ich taumelte aus den Armen, die mich zuvor festgehalten hatten, krümmte mich, hielt mich an den Bauch und würgte. „Pscht, alles ist gut, das geht gleich wieder vorbei“, beruh

  • Gebrochen   Kapitel 26

    Die Männer bewegten sich lautlos. Eine Gruppe von etwa zwölf Männern stand nebeneinander. Mein Herz raste wie wild. Jetzt ging es erst richtig los. Ich entdeckte Theo in der Reihe. Er lächelte mir beruhigend zu und bedeutete mir, tief durchzuatmen. Die Seherin schritt die Reihe der Männer entlang, blieb vor Theo stehen, legte ihm nickend die Hand auf die Schulter und ging weiter. Theo schenkte mir sein strahlendstes Lächeln und ich wusste, dass er am liebsten sofort zu mir gerannt wäre. Die Seherin blieb noch einmal stehen und wir schauten, wen sie als Nächstes ausgewählt hatte. Es war der Mann mit den kupferroten Haaren und dem schüchternen Lächeln. Ich glaubte, sein Name war Axel. Er starrte mich mit großen Augen an, und seine Wangen wurden rot. Ich glaubte, er stand unter Schock. Die Seherin ging wortlos weg, und ich folgte ihr. Theo und Axel schlossen sich hinter mir an, und wir gingen schweigend los, um den Rest meiner Seelenverwandten einzusammeln. Das war alles so seltsam. Sop

  • Gebrochen   Kapitel 25

    Ich wachte morgens fünf Minuten vor meinem Wecker auf. Ein Kribbeln machte sich in meinem Bauch breit, bei dem Gedanken an den heutigen Tag und was heute bedeutete. Ich übte ein paar Atemtechniken, die mir June zuvor beigebracht hatte, bevor ich eine Panikattacke bekam. „Ich schaffe das schon. Ab heute wird alles leichter“, sagte ich zu mir selbst. Ich blieb heute länger unter der Dusche, genoss die Ruhe und malte mir aus, wie mein Leben ab heute aussehen würde. Ich fragte mich, ob Luke mit mir morgens duschen würde und ob Theo mich jede Nacht in seinen Armen halten würde. Vielleicht würde ja auch Deacon… Nein! Ich verwarf diesen Gedanken sofort wieder. Heute gab ich mir etwas mehr Mühe mit meinem Aussehen als gestern. Wenn ich heute schon dazu gezwungen wurde, herauszufinden, wer meine Seelenverwandten waren, dann wollte ich wenigstens gut dabei aussehen. Das Klopfen an meiner Tür kam zu früh. Ich war noch nicht bereit. „Los, mach schon auf. Ich bin es nur“, rief Dot durch die Tür

更多章節
探索並免費閱讀 優質小說
GoodNovel APP 免費暢讀海量優秀小說,下載喜歡的書籍,隨時隨地閱讀。
在 APP 免費閱讀書籍
掃碼在 APP 閱讀
DMCA.com Protection Status