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Novelas de Cattywrite

Von den Verfluchten Drei beansprucht: Die stumme Luna erwach

Von den Verfluchten Drei beansprucht: Die stumme Luna erwach

Preta hat seit Jahren kein einziges Wort gesprochen. Ein silbernes Siegel um ihren Hals sorgte dafür. Für ihre Schwester Phyna ist sie nur eine Dienstmagd. Für die verfluchten Obsidian-Drillinge ist sie das Einzige, ohne das sie nicht leben können. Damon will ihre Stimme. Luther will ihre Geheimnisse. Rylan will sie ganz für sich allein. Doch jemand in der Schwarzen Zitadelle will sie tot sehen. Und das Siegel ist nicht das Einzige, das verbirgt, wer sie wirklich ist.
Leer
Chapter: Kapitel 31: Das Salz und das Eisen
Sechs Monate waren eine Lüge.Die Späher schafften es nicht einmal zurück in den Hafen. Ihre Ruderboote trieben drei Wochen, nachdem der Junge im Glasschiff verschwunden war, in die Bucht der Schädel, leer bis auf abgetrennte Hände, die mit schwarzen Eisenbolzen an die Zedernruder genagelt waren.„Sie segeln nicht um den Kontinentalsockel herum“, sagte Luther und legte die drei Eisenbolzen mit einem dumpfen, hohlen Klicken auf den Tisch im Kriegsraum. „Sie haben die Abgrunddrift benutzt. Die Tiefseegräben unter den tektonischen Platten. Sie sind bereits am Riff vorbei.“Die Kriegskammer war stickig. Fackeln zischten in den eisernen Wandhaltern und kämpften gegen den Salznebel an, der von der Bucht unten heraufzog.Ich saß am Kopfende des Eichentischs, eine Hand flach auf der schweren Wölbung meines Bauchs.Das Kind bewegte sich jetzt unaufhörlich. Nicht das sanfte Flattern eines gewöhnlichen Wolfswelpen, sondern eine schwere, pulsierende Hitze, die die Luft im Raum zum Zittern brachte
Última actualización: 2026-11-06
Chapter: Kapitel 30: Die Schwarze Wiege
Die Morgendämmerung glitt durch die offenen Terrassenbögen in das königliche Schlafgemach und trug den salzigen Geruch des Hafens unter uns herein.Zum ersten Mal seit zwölf Jahren tat das Aufwachen nicht weh. Kein Eisen lastete auf meinem Schlüsselbein, keine Peitschenwunden brannten über meine Rippen.Zu meiner Rechten lag Rylan halb über meinen Beinen ausgestreckt, seine dunklen Locken verfilzt an dem weißen Wolfsfell, und schnarchte leise wie ein satter Raubtier. Zu meiner Linken saß Luther aufrecht an das geschnitzte Kopfteil gelehnt, vollständig bekleidet in schwarzen Tuniken, und drehte schweigend einen kleinen Wetzstein über seine kürzeste Obsidiannadel.Und über meine Taille gebettet, die Wange flach auf das Leinen über meinem Nabel gepresst, lag Damon. Sein Atem war ein langsamer, heißer Ofen, der in meine Haut sickerte.Jedes Mal, wenn das Kind in mir pulsierte, dieses leise, doppelte Läuten aus Gold und dunklem Eisen, zuckte Damons Kiefer im Schlaf, und seine Hand schloss
Última actualización: 2026-11-05
Chapter: Kapitel 29: Der Schatten auf der Wiege
Der Rückflug zur Kaiserlichen Hauptstadt hätte ein Siegeszug sein sollen.Die drei Schattenwyvern durchschnitten einen Himmel, der von Asche und Finsternis reingefegt war. Unten in den Tälern wich der schwarze Permafrost des Frostschleiers bereits zurück und verflüssigte sich zu klaren Gebirgsbächen, die unter einer warmen, ungetrübten Sonne glitzerten.Hinter mir im Sattel der führenden Wyvern war Damons Brust eine unverrückbare Mauer an meinem Rücken. Seine frisch verheilte Schulter zeigte kein Zucken, kein Zerren an den Zügeln, doch sein Arm schlang sich mit einer so absoluten, besitzergreifenden Heftigkeit um meine Taille, dass sie an Gewalt grenzte. Jedes Mal, wenn die Wyvern in eine Luftströmung sackte, presste sich sein Kiefer gegen meinen Scheitel, und seine Nüstern blähten sich, um meinen Duft in seine Lungen zu ziehen.Kiefer, Ozon, Blut und das unverkennbare, süße Glimmen des erwachenden Feuers unseres Kindes.„Damon“, murmelte ich und legte meine Hand auf seine lederbehand
Última actualización: 2026-11-05
Chapter: Kapitel 28: Die Morgenröte der neun Schweife
Die neun Schweife der Mondmutter schlugen ein wie stürzende Türme aus Gletscherstein.„Auseinander!“, brüllte Damon.Er stieß mich zurück, seine Stiefel rutschten durch den glitschigen Knochenstaub des Bodens, als der erste Schweif genau dort in den Felsgrund krachte, wo wir gerade noch gestanden hatten. Die Wucht zersplitterte die uralten Knochenplatten zu einem blendenden Regen aus Scherben.Rylan wich nicht aus. Der schwarze Lycan fing den zweiten Schweif unter seinem massigen Arm ab, die Muskeln schrien, während die gezackten Frostschuppen sich durch sein Fleisch rissen. Er schlug seine Fänge in das Glied und brüllte um einen Mund voll eiskaltem Silberblut herum; allein aus rasender, wütender Sturheit nagelte er die kolossale Gliedmaße am Boden fest.„Zwei kommen von links!“, rief Luther, seine Stimme ein kühler Draht im Sturm.Luther bewegte sich wie ein vom Feuer geworfener Schatten. Er sprang auf den dritten, ausholenden Schweif, sein Gleichgewicht mühelos, während er über dess
Última actualización: 2026-11-04
Chapter: KAPITEL 27: Die Abgrundwiege
Der Wind kreischte in meinen Ohren, als der schwarze Abgrund uns ganz verschlang.Die eiskalte silberne Kette um meine Taille biss sich durch Samt und Haut und zerrte mich mit gewaltsamer, schwindelerregender Geschwindigkeit hinab in den unterirdischen Schlund. Über mir verschwand der schmale Streifen des Dämmerhimmels, als sich die zackigen Lippen des Eisplateaus wie die Kiefer eines Raubtiers schlossen.„Preta!"Eine Hand packte den Kragen meines Kleides.Lucian holte mich im freien Fall ein. Seine geschwungene Sense entzündete sich in blendend weißgoldener Sonnenflamme und erhellte den senkrechten Abgrund. Hunderte Fuß unter uns ragten spitze Stalagmiten aus massivem schwarzem Sternenmetall wie Zähne vom Höhlenboden auf.„Halt dich fest!", brüllte Lucian über den rauschenden Wind hinweg.Er schwang seine brennende Sense mit beiden Händen und trieb die hakenförmige Klinge direkt in die vereiste Wand des Schachts.SCHRIIIEEEECH!Funken und zerstäubtes Eis regneten auf uns herab, als
Última actualización: 2026-11-03
Chapter: Kapitel 26: Blut im Frostschleier
Der zweiköpfige Frostdrache schoss durch die schwarzen Wolken, und seine gewaltigen Flügel schleuderten Schwaden eisigen Nebels quer über unseren Weg.Lucians zwei gebogene Sensen waren von weißglühenden, wütenden Sonnenflammen umhüllt, genau dem Feuer, das auch in meinem Blut brannte. Doch in seinen wilden, goldenen Augen lag keine Wärme. Nur vierzig Jahre gefrorener Einsamkeit, Wahnsinn und reines Gift.„Damon, töte ihn nicht!“, stieß ich hervor und hustete an Damons Brust, als eine weitere Welle von frostverkrustetem Blut in meiner Kehle aufstieg.„Er zielt mit einer Sense auf deinen Hals, Preta!“, brüllte Damon über den ohrenbetäubenden Wind hinweg.Damon zog kein Schwert. Er riss mit einer einzigen mächtigen, unverletzten Hand an den Lederzügeln des Schattenwyverns und zwang die Schnauze des Tieres in einen steilen Steigflug. Der Wyvern brüllte, seine schwarzen Flügel fingen einen Aufwind vulkanischer Hitze aus seinem eigenen Bauch ein und katapultierten uns fünfzig Fuß über Luci
Última actualización: 2026-11-02
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