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Kapitel 44

Autor: Janni
last update Fecha de publicación: 2026-06-14 17:22:51

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  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 76

    Merricks Gedanke kam als Letzter, sanfter als die der beiden anderen, und trug jenen stetigen Befehlston, der irgendwie auch Trost war.Du bist kein Fluch, Charise. Du gehörst uns.Der Rückweg war still.Nur das Flüstern der Blätter unter ihren Füßen, das Gewicht ihres schlaffen Körpers in Merricks Armen und das schwache Schimmern von Lyons Magie, die nah blieb, um sie ruhig zu halten. Pagan ging direkt hinter ihnen, seine Augen scannten die Bäume, als könnte er die Nacht selbst durch seinen Blick zur Unterwerfung zwingen.Sie sprachen nicht — nicht weil es nichts zu sagen gab, sondern weil Worte die zerbrechliche Friedlichkeit zerstört hätten, die sich endlich über sie gelegt hatte.Als sie das Packhaus erreichten, ging Lyon voraus, um die Tür zu öffnen, und hielt sie weit auf, wä

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 75

    Merrick widersprach nicht — aber Rache war nicht das, was sie jetzt brauchte.Durch die Verbindung verschwammen ihre Gedanken — Angst, Wut, Hilflosigkeit. Aber darunter lag dieselbe unausgesprochene Wahrheit: Dies war ihre Gefährtin, ihre Luna, die vor ihnen zerbrach.Dieselbe Frau, die dem Tod getrotzt und sich der Unterwerfung verweigert hatte.Und jetzt kniete sie da, flüsterte Entschuldigungen an Geister, die keiner von ihnen sehen konnte.Merrick schluckte schwer, seine Stimme leise. „Sie hat Angst davor, dass wir sie so sehen.“Lyon nickte langsam, sein Ton ruhig, aber bestimmt. „Wir zeigen ihr, dass sie sich nicht mehr verstecken muss.“Merricks Augen wurden weicher. Er atmete scharf ein, der Duft ihres Kummers schnitt direkt durch ihn hindurch.Pagan machte einen e

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 74

    Tränen verschleierten ihre Sicht. Sie grub ihre Hände in die Erde, zitternd. „Dies—“ Ihre Stimme brach. „Dies ist alles falsch.“Die Erkenntnis, die sie durchfahren hatte, bevor sie weggelaufen war — die Bruchstücke von Erinnerung und Wut — verdrehten sich erneut, diesmal schärfer. „Er hat ihn getötet“, flüsterte sie, mit brechender Stimme. „Darius hat sie hereingelassen.“Ihr Herz zog sich zusammen, als das Gesicht ihres Vaters hinter ihren Augen aufblitzte. Schnee. Blut. Das letzte Mal, als sie ihn lebend gesehen hatte.Ihre Magie pulsierte, wild und ungebunden, das silberne Leuchten kroch in ihre Sicht. „Hör auf“, flüsterte sie sich selbst zu, aber es war kein Befehl, dem ihre Magie gehorchte.Sie zog. Hart. Und der Wald verschwand.** Die Welt formte sich um sie herum neu — nicht die Kälte der Nacht, sondern ein weiches goldenes Licht. Der Duft vo

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 73

    Das Geräusch, mit dem ihre Tür verriegelt wurde, traf härter als jeder zugeknallte Streit es gekonnt hätte.Sie saßen noch lange am Tisch, nachdem sie gegangen war – die Luft dick vom Gewicht all dessen, was unausgesprochen blieb. Ihr Duft hing noch schwach in der Luft, durchzogen von Unruhe und der scharfen Kante der Frustration.Merrick war der Erste, der sich bewegte, atmete durch die Nase aus, den Blick auf den Flur gerichtet. „Das ist nicht so gelaufen, wie ich gedacht hatte.“Pagan schnaubte leise und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Ach wirklich?“Merricks Kiefer spannte sich an. Er hatte das Zittern in ihrer Stimme nicht überhört, die Art, wie sie ihnen am Ende nicht in die Augen sehen konnte. „Wir haben zu sehr gedrängt.“Lyon blickte auf ihr

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 72

    Merricks Gesichtsausdruck verschloss sich. Pagan schaute weg. Lyon atmete aus – lang und langsam, die Augen für einen halben Moment geschlossen, als versuchte er, zurückzuhalten, was er sagen wollte.Charise spürte die Schuld einen Herzschlag später. Der Tadel ihres Wolfs kam sofort.Du verletzt sie.„Ich weiß“, flüsterte sie, zu leise, als dass jemand anderes es hören konnte. Ihre Kehle brannte. „Götter, ich weiß.“„Verdammt.“ Sie fluchte, warf ihre Serviette auf den Teller, stützte die Ellbogen auf den Tisch und ließ den Kopf in ihre Hände sinken, bevor sie tief einatmete. Sie fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, schüttelte den Kopf und stand abrupt auf. „Das hätte ich nicht sagen sollen.“Merrick begann aufzustehen, doch sie hob

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 71

    Die Wärme des Wolfs pulsierte gegen ihre Gedanken. Das ist anders. Sie haben keine Angst vor dem, was du bist. Sie haben sich bereits für dich entschieden.Sie blieb stehen. Die Worte trafen hart und zogen etwas in ihrer Brust straff. Für mich entschieden?Ihr Puls stolperte. „Oder hat die Verbindung für sie entschieden?“, flüsterte sie, ihr Blick huschte zum sonnenbeschienenen Boden. „Wenn es die Verbindung nicht gegeben hätte – wenn ich einfach nur ich gewesen wäre – würden sie dann immer noch…“ Ihre Kehle zog sich zusammen. „…würde ich dann immer noch hier stehen?“Für einen Moment war ihr Wolf still. Dann kam ein sanfteres, fast trauriges Flüstern. Spielt das eine Rolle, Kleine? Sie wählen dich jetzt. Immer wieder. Jedes Mal, wenn du hier aufwachst. Jedes Mal, wenn sie nach dir gr

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 21

    Der Innenhof roch nach Öl, Stahl und Winter. Frost überzog die Steine, dünn und glitzernd unter dem verblassenden Licht, während der letzte Teil ihres Konvois vorbereitet wurde. Motoren liefen im Leerlauf mit einem tiefen, stetigen Summen — ein Geräusc

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 19

    Neben ihm brannte der zweite Wolf rotbraun und golden, noch größer als der schwarze. Sein Fell fing das Mondlicht wie Flammen ein, und die Luft um ihn herum schimmerte vor Hitze trotz der Kälte. Sein Blick war scharf, abschätzend, wie ein Raubtier, das entscheid

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 18

    Schnee spritzte unter ihren Pfoten auf, als sich die Konfrontation zuspitzte, die Spannung in der Luft vibrierte wie ein Sturm, der kurz vor dem Ausbruch stand.Die Lichtung roch nach Blut und Frost, die Luft scharf gegen Charises Schnauze. Ihre Augen fixierten

  • Bindung des Silbermondes   Kapitel 17

    Die nördlichen Wälder erstreckten sich endlos, dunkel und still, doch für ihn waren sie lebendig — summend von etwas, das gerade außerhalb seiner Reichweite lag. Der Sog pulsierte erneut, schwach, beharrlich, als wüsste das, was dort draußen war

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