LOGINAls von Geburt an verflucht angesehen, wuchs Charise Lancaster im Schatten von Angst und Verfolgung auf. Mit dem Hybridblut von Wolf und Hexe in ihren Adern gehörte sie nirgendwo wirklich dazu. Bis zu jener schicksalhaften Vollmondnacht, in der drei mächtige Alphas – Merrick, Pagan und Lyon – sie als ihre vorherbestimmte Luna erkannten. Gefangen zwischen den Intrigen zerbrochener Rudel, dem Erwachen uralter Kräfte und der drohenden Rückkehr der Hexen muss Charise ihr Schicksal annehmen. Nicht an der Seite eines einzigen Mannes, sondern dreier Männer, die Anspruch auf sie erheben, sie beschützen und ihre Seele in Brand setzen. Dies ist nicht nur eine Liebesgeschichte – es ist ein Krieg darum, zu der Person zu werden, als die sie geboren wurde, und die Welt zu retten, zu der sie gehört.
View MoreDer Gedanke traf ihn wie eine Klinge.Stiefel schlugen hinter ihm auf den Stein. Merricks Knurren durchschnitt die Stille, scharf und ungläubig. „Was zur Hölle ist passiert?“Pagan war einen Herzschlag später ein Schatten an seiner Seite, seine Augen scannten die Wards, den Boden und dann Charise selbst. „Die Wards…“ Seine Stimme stockte. „Sie sind stärker.“Lyon blickte nicht auf. „Sie hat es getan.“Er strich eine Strähne aus ihrem Gesicht. „Sie hat die Stadt gerettet.“Merrick ging in die Hocke, der Befehlston lag noch immer scharf in seiner Stimme, aber seine Hände waren sanfter als je zuvor. Sein Blick folgte dem schwachen Muster am Ansatz ihres Halses — ein kleiner Fleck, dunkelrot und sich wie Rauch unter ihrer Haut ausbreitend. „Der war vor
Zwei Wachen bezogen Positionen vor ihrer Tür.Durch die Verbindung spürte sie alles — Merricks befehlende Wut, Pagans rohe, körperliche Rage, Lyons Magie, die weißglühend gegen die Nacht brannte. Jeder Schlag, jeder Atemzug, jedes Quäntchen ihrer Anstrengung floss durch sie hindurch, bis ihre Brust vor Schmerz pochte.Und unter alldem ein Flüstern — weich, urtümlich, beharrlich.Sie brauchen dich.Unser Rudel braucht seine Luna.Ihr Wolf drängte nach vorn, unruhig unter ihrer Haut — die Luft um sie herum schimmerte schwach von silbernen Lichtfäden.Sie ballte die Fäuste, versuchte, durch den Schmerz zu atmen, doch der Schmerz vertiefte sich nur, kalt und hell, breitete sich durch die Verbindung aus, bis sie es kaum noch ertragen konnte.Si
„Nein. Ihr habt alle eure Standpunkte dargelegt.“ Sie trat näher, der Saum des Pullovers streifte ihre Oberschenkel, ihre bloßen Füße lautlos auf dem Steinboden. „Aber nichts davon—“ sie gestikulierte zu den Karten, den Tintenlinien und Runen — „ändert etwas an dem, was bereits kommt. Ihr könnt mich ins Inland schicken oder mich hinter Wards einsperren, bis die Berge zerfallen, aber es wird nichts ändern.“„Nicht“, warnte Lyon leise. „Du weißt nicht, wozu sie fähig ist.“„Ich weiß genau, wozu sie fähig ist“, schoss Charise zurück, die Augen glänzend. „Sie hat mich schon einmal gefunden. Sie wird mich wieder finden — egal, wo ich hingehe.“Stille breitete sich im Raum aus. Das Feuer knisterte hinter ihr und warf weiches goldenes Li
Er machte einen Schritt näher, seine Stimme leise, aber zitternd. „Denkst du, ich wüsste nicht, was das mit mir macht?“ Seine Hand ballte sich zur Faust an seiner Seite, die Adern entlang seines Arms flackerten mit restlichem Licht. „Jedes Mal, wenn ich die Augen schließe, sehe ich ihr Gesicht. Jedes Mal, wenn ich spüre, wie die Verbindung zieht, höre ich sie deinen Namen flüstern. Denkst du, ich kann einfach dastehen und darauf warten, dass sie zuschlägt?“Charises Atem ging schnell, ihr ganzer Körper zitterte von dem Nachhall seiner Magie. „Und was passiert, wenn deine Magie dich ausbrennt?“, flüsterte sie heiser. „Wenn nichts mehr von dir übrig ist, um gegen sie zu kämpfen?“Ihre Stimme brach erneut. „Was dann?“Als er nicht antwortete, stieß sie ihn noch einmal – diesmal sch
Die Morgenluft biss wie Eisen. Frost klebte auf dem rissigen Asphalt und verwandelte das Gelände von Wintercrest in ein Mosaik aus glitzerndem Weiß und Grau. Rauch stieg aus dem Schornstein der Haupthalle auf und vermischte sich mit dem Geruch von Schweiß, Waffenöl und Kiefernholz, der ständig schw
Ihre Augen — silbern, lebendig, beinahe schmerzhaft anzusehen — trafen seine über die Distanz hinweg.Er kannte ihren Namen nicht, doch er spürte sie so deutlich, als würde sein Blut sie erkennen.Du bist echt, dachte er — auch wenn er nicht wusste, ob er es laut ausgesprochen hatte.Der Boden unte
Alte Ruinen unter dem Vollmond (Die Lunaris)Die Lichtung erstreckte sich weit unter dem kalten Licht des Vollmonds, die Bäume rahmten sie wie stumme Wächter ein. Von den Grenzen dreier Territorien hatten sich die Rudel der jungen Alphas versammelt: Krieger, Späher und Älteste standen in disziplini
„Schon gut, schon gut“, flüsterte ihre Mutter und strich mit den Fingern durch ihr Haar, wobei sie vereinzelte Schneeflocken fortwischte. „Du bist jetzt in Sicherheit. Hier kann dir nichts etwas antun.“Charise hob leicht den Kopf und bemerkte die kleinen Amulette und Talismane, die die Wände säumt