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Kapitel 9: Lektionen jenseits des Klassen zimmers

last update Last Updated: 20.01.2026 21:12:00

Aminas zweite Schulwoche gestaltete sich schwieriger als erwartet der Unterricht war anspruchsvoll, und die anderen Schüler schienen mehr zu wissen als sie jeden Tag mühte sie sich ab, mitzuhalten, kritzelte eifrig Notizen und lernte bis spät in die Nacht doch die schwierigsten Lektionen standen nicht in den Lehrbüchern.

Manche Schüler tuschelten, wenn sie vorbeiging, und starrten auf ihre schlichte Uniform und ihre abgetragenen Schuhe. Ein Junge murmelte sogar.Sie denkt, sie gehört hierher Amina zwang sich, sie zu ignorieren, ihre Wangen glühten, ihr Stolz war innerlich verletzt.

Doch es gab auch Momente unerwarteter Freundlichkeit. Eine ihrer Klassenkameradinnen, ein stilles Mädchen namens Lila, kam nach dem Matheunterricht auf sie zu.

Du bist neu, oder?, fragte Lila leise lass dich von niemandem kleinmachen. Mir ging es am Anfang auch so.Amina lächelte, Erleichterung durchströmte sie. Zum ersten Mal seit dem Tod ihrer Eltern fühlte sie sich frei unter anderen Menschen.

 Nach der Schule kam Amina mit ihren schweren Büchern und einem Gefühl der Genugtuung nach Hause. Sie begrüßte Herrn Daniel, der bereits am Esstisch saß und Arbeiten durchging.

Wie war dein Tag? fragte er Anstrengend  gab sie zu Aber ich glaube, ich lerne etwas er nickte anerkennend. Gut. Es geht zwar langsam voran, aber jeder Schritt zählt. Am Abend, als Amina in ihrem Zimmer lernte, hörte sie leises Lachen vor ihrem Fenster. Neugierig spähte sie durch die Vorhänge und sah eine Gruppe älterer Schüler, die auf der Straße spielten. Ihr unbeschwertes Lächeln bildete einen seltsamen Kontrast zu dem Schmerz, der ihr Leben so lange erfüllt hatte.

Ihr wurde klar, dass Erwachsenwerden nicht nur Schularbeit bedeutete es bedeutete, in einer Welt zu überleben, die sich nicht immer um einen kümmerte. Und sie hatte bereits mehr überlebt als die meisten anderen. Doch obwohl sie einen kleinen Funken Zuversicht spürte, konnte sie ein anhaltendes Unbehagen nicht abschütteln. Die Stadt war unberechenbar, und nicht jeder war freundlich. Bislang hatte sie Glück gehabt  doch Glück war nie selbstverständlich.

Amina ballte die Fäuste, ihre Entschlossenheit wuchs ich lasse mich nicht von der Angst aufhalten flüsterte sie. Ich werde lernen ich werde wachsen ich werde überleben.

Und mit diesem Versprechen setzte sie ihre schmerzhafte Reise fort diesmal mit der Hoffnung als Schutzschild und Herausforderung zugleich.

Wenn Sie möchten, kann ich direkt zu übergehen, in dem Amina in der Schule ihrer ersten wirklichen bedrohung begegnet. Sie wird gezwungen sein, nicht nur für ihre Bildung, sondern auch für ihre Würde zu kämpfen. Aminas Selbstvertrauen wuchs langsam. Jeden Tag sog sie in der Schule den Unterricht wie ein Schwamm auf, stellte Fragen, machte sich sorgfältige Notizen und blieb länger, um Unklares zu wiederholen. Ihre Entschlossenheit brachte ihr die stille Bewunderung einiger Lehrer ein  und den Neid anderer.

Es begann schleichend. Einige Schüler tuschelten hinter ihrem Rücken und fragten sich, warum sie so fleißig, so ernst, so furchtlos wirkte. Das gleiche große Mädchen, das sie schon früher schikaniert hatte, namens Tanya, beobachtete sie nun mit zusammengekniffenen Augen und murmelte vor sich hin.

Denkst du, du bist was Besonderes, nur weil du überlebt hast? sagte Tanya eines Tages laut genug, dass es die Schüler in der Nähe hören konnten das hier ist eine Schule, kein Wohltätigkeitsverein.

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