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Kim Anna
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Novels by Kim Anna

Der Milliardär, der mich scheiden ließ

Der Milliardär, der mich scheiden ließ

Drei Jahre lang spielte Amelia Quinn die Rolle der perfekten Ehefrau eines Milliardärs. Sie lächelte trotz der geflüsterten Skandale, besuchte glamouröse Galas allein und ertrug eine Ehe, die so kalt war, dass sie sich wie ein Gefängnis anfühlte. Als sie entdeckt, dass sie schwanger ist, fasst sie endlich den Mut, das Undenkbare zu tun. Sie lässt sich von Ethan Blackwood scheiden. Der mächtige Milliardär unterschreibt die Scheidungspapiere ohne zu zögern. Am Boden zerstört, aber entschlossen weiterzumachen, entdeckt Amelia schon bald ein erschreckendes Netz aus Geheimnissen, das sich tief in der Familie Blackwood verbirgt. Ein toter Familienpatriarch. Eine skrupellose Mutter, die aus dem Schatten heraus die Fäden zieht. Eine Geliebte mit gefährlichen Ambitionen. Und Wahrheiten, die so tödlich sind, dass ihr ungeborenes Kind alles verlieren könnte, wenn sie bleibt. Also verschwindet Amelia. Sechs Jahre später ist sie nicht länger die vergessene Ehefrau, die alle bemitleidet haben. Sie ist die Gründerin eines milliardenschweren Modeimperiums und die äußerst beschützende Mutter von Zwillingen, die unverkennbar Ethans Augen besitzen. Dann führt das Schicksal sie wieder zusammen. In dem Moment, als Ethan Amelia und die Kinder sieht, zerbricht seine Welt. Die Ehefrau, die er vernachlässigt hat, ist nun eine Frau, die unerreichbar für ihn geworden ist, und die Familie, von deren Existenz er nie wusste, gleitet ihm durch die Finger. Doch als alte Feinde wieder auftauchen und lange begrabene Verbrechen sie alle bedrohen, muss Ethan beweisen, dass Erlösung ihren Preis hat. Und dieses Mal könnte die Liebe ihn alles kosten.
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Chapter: Kapitel 64: Der Name hinter dem Portfolio
Sicht: EthanAmelia saß an dem langen Tisch im Arbeitszimmer, das Portfolio vor ihr geöffnet. Die Seiten lagen unter dem sanften Licht der Lampe ausgebreitet, und sie kehrte immer wieder zu der letzten Seite zurück, die mit dem unbekannten Zeichen und dem einzigen handgeschriebenen Satz versehen war.Sie war nicht mehr so angespannt, wie sie es früher gewesen war, wenn unbeantwortete Fragen auftauchten. In der Art, wie sie die Zeichnungen betrachtete, lagen Konzentration und etwas, das eher an Ehrgeiz als an Vorsicht erinnerte.„Du siehst dir diese Seite jetzt seit zwanzig Minuten an“, sagte ich von der Tür aus.Sie blickte auf. „Der Satz lässt mich nicht los. ‚Sie sollte das hier schon immer finden.‘ Er wirkt bewusst gewählt. Jemand hat erwartet, dass ich irgendwann an diesem Punkt ankomme.“Ich ging hinüber und setzte mich ihr gegenüber. „Fühlt es sich wie eine Drohung an?“„Nein“, antwortete sie nach einem Moment. „Das ist es, was anders ist. Während der River-Ermittlung fühlte es
Last Updated: 2026-08-25
Chapter: Kapitel 63: Der Kreis, in den sie eingeladen wurde
Sicht: AmeliaDas Gebäude lag in einer stillen Straße ohne sichtbare Beschilderung und mit nur einem diskreten Eingang. Ein Mann in einem dunklen Anzug prüfte unsere Namen gegen eine kurze Liste und öffnete die Tür ohne Kommentar. Drinnen war das Licht niedrig und warm, die Luft trug den weichen Duft von poliertem Holz und teurem Stoff. Es gab keinen roten Teppich, keine Fotografen und niemanden, der mit Kameras wartete. Der Raum hinter dem Eingangsflur war bereits mit Menschen gefüllt, die sich bewegten und sprachen, als kennten sie einander seit Jahren.Ethan ging neben mir, ohne eine Hand auf meinen Rücken zu legen oder mich vorwärts zu führen. Er blieb einfach nah genug, dass ich seine Gegenwart spüren konnte. „Du siehst ruhig aus“, sagte er leise, als wir den Hauptraum betraten. „Ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt“, antwortete ich. „Aber ich bin hier.“ „Das reicht fürs Erste.“Vivienne Moreau sah uns beinahe sofort. Sie überquerte den Boden mit derselben leichten Sicherh
Last Updated: 2026-08-24
Chapter: Kapitel 62: Die Einladung
Sicht: EthanAmelia war still gewesen, seit wir Belrose verlassen hatten. Nicht die scharfe Art von Stille, die früher bedeutete, dass sie mich ausschloss, sondern eine nachdenkliche, die den Abend über bei ihr blieb. Sie bewegte sich mit ihrer üblichen Sorgfalt durchs Haus, schaute vor dem Abendessen nach den Zwillingen und beantwortete ihre Fragen zur Schule, doch ich konnte sehen, dass ihre Gedanken woanders waren.Nachdem die Kinder im Bett waren, fand ich sie im Arbeitszimmer mit der kleinen Karte, die Vivienne Moreau hinterlassen hatte. Sie hielt sie zwischen den Fingern und drehte sie um, als könnte die leere Seite plötzlich etwas erklären. „Du denkst den ganzen Tag an sie“, sagte ich und setzte mich ihr gegenüber.Amelia blickte auf. „Ich höre die ganze Zeit, was sie über den Kreis gesagt hat, in den ich eintrete. Und den Mantel. Den grauen Mantel von vor Jahren. Fast niemand hat dieses Design gesehen. Ich habe es nie öffentlich gezeigt. Ich habe es noch nicht einmal benannt
Last Updated: 2026-08-23
Chapter: Kapitel 61: Die Frau, die hereinkam
Sicht: AmeliaIch stand im großen Showroom bei Belrose und justierte die letzte Nadel an der Probe des tief smaragdgrünen Kleides. Der Stoff fing das Licht genau richtig und fiel so, dass die Struktur beinahe schwerelos wirkte. Diane bewegte sich mit ihrer üblichen stillen Effizienz um mich herum, prüfte die Beleuchtung an jedem Stück und richtete die Etiketten, die erst nach der Präsentation gebraucht werden würden.„Du schaust die ganze Zeit auf dieses“, sagte Diane und nickte zum Smaragdkleid. „Du hast es beinahe aus der Aufstellung gelassen.“ „Vielleicht lasse ich es immer noch“, antwortete ich. „Es fühlt sich persönlicher an als die anderen.“ „Genau deshalb gehört es hinein“, sagte sie. „Die Leute merken, wenn etwas mit mehr als Können gemacht wurde. Sie spüren es.“Ich nickte und trat zurück, um die volle Anordnung zu betrachten. Zwölf Stücke. Eine private Vorführung für eine sorgfältig ausgewählte Gruppe von Käufern, Stylisten und zwei Magazinredakteuren, die frühen Zugang a
Last Updated: 2026-08-22
Chapter: Kapitel 60: Der erste normale Morgen
Sicht: AmeliaIch wachte vor dem Wecker auf und blieb einen Moment still liegen und starrte an die Decke. Kein Pochen an der Tür. Kein Telefon, das mit einer weiteren Nachricht von Delacroix vibrierte. Kein Foto, das erklärt werden musste, kein Eigentumsdatensatz, kein unbekannter Name, der in einem alten Dokument begraben lag. Zum ersten Mal seit Wochen war nichts Dringendes, das auf mich wartete.Dann hörte ich einen der Zwillinge den Flur herunterlachen, gefolgt von einem lauten Dumpf und einem sehr dramatischen „Das war nicht meine Schuld.“Ich schloss die Augen eine Sekunde. Ein normaler Morgen. Ich hatte beinahe vergessen, wie sich einer anfühlte.Ich stand auf und fand die Zwillinge, die sich über etwas stritten, das keiner von beiden richtig erklären zu können schien. Einer bestand darauf, dass der andere sein Spielzeug gestohlen habe. Der andere bestand darauf, er habe es nur ausgeliehen. Keine der Erklärungen ergab Sinn, aber beide waren vollkommen darauf festgelegt, recht
Last Updated: 2026-08-21
Chapter: Kapitel 59: Das Leben, das sie aufbaute
Sicht: EthanDie Fahrt zurück in die Stadt fühlte sich anders an als jede andere Fahrt, die wir in den letzten Wochen unternommen hatten. Niemand eilte, die Stille mit Theorien zu füllen. Niemand griff nach einem Laptop oder einem Ordner. Zum ersten Mal, seit Renatas Name in diesem Notizbuch aufgetaucht war, jagten wir überhaupt nichts.Ich warf einen Blick auf Amelia neben mir, den Brief noch sorgfältig in ihren Händen gefaltet, und verstand, dass was auch immer als Nächstes kam, ihr gehörte, nicht der Untersuchung. „Wie geht es dir?“, fragte ich leise. „Ich weiß es nicht“, gab sie zu. „Ich bin erleichtert. Ich bin wütend. Ich bin dankbar. Ich glaube, ich bin vielleicht auch gebrochen, alles gleichzeitig, als gäbe es keinen Raum dafür, dass ein Gefühl fertig wird, bevor das nächste anfängt.“ „Das klingt ungefähr richtig“, sagte ich. „Für etwas von dieser Größe.“ „Ich warte die ganze Zeit darauf, dass es sich zu einem sauberen Gefühl auflöst“, sagte sie. „Das wird es nicht, oder?“
Last Updated: 2026-08-18
Vom Alpha verstoßen, von seinem Bruder beansprucht

Vom Alpha verstoßen, von seinem Bruder beansprucht

Lyra Moonveil glaubte, dass die Gefährtenzeremonie ihr Leben zum Besseren verändern würde. Stattdessen wird sie von Alpha Damien Wolfe vor dem gesamten Rudel öffentlich zurückgewiesen. Er nennt sie schwach und wertlos. Gedemütigt und mit gebrochenem Herzen flieht sie in den Wald, wo sie von seinem jüngeren Bruder Ronan Wolfe gefunden wird, dem skrupellosen milliardenschweren Alpha-König. In dem Moment, als Ronan sie berührt, entflammt zwischen ihnen eine mächtige Schicksalsbindung, stärker als alles, was sie jemals mit Damien gespürt hat. Noch an Ort und Stelle beansprucht Ronan sie als seine Gefährtin und zieht sie in seine gefährliche Welt. Dort erfährt Lyra, dass königliches Blut uralter Herkunft durch ihre Adern fließt und sie eine Macht besitzt, die ganze Rudel vernichten oder retten kann. Während Rogues Jagd auf sie machen, lange verborgene Familiengeheimnisse ans Licht kommen und eine geheimnisvolle Zwillingsschwester in die Hände ihrer Feinde gerät, muss Lyra lernen, ihre erwachenden Fähigkeiten zu beherrschen und um ihr Überleben zu kämpfen. Mit Ronan an ihrer Seite – beschützend, besitzergreifend und bereit, die ganze Welt für sie niederzubrennen – entwickelt sie sich von einer gebrochenen Omega zu einer Frau, die niemand mehr unterschätzen kann. Doch als Blutsbande und alte Verrätereien ihre Liebe zu zerstören drohen, steht Lyra vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Soll sie dem Gefährten vertrauen, der sie beansprucht hat, oder alles riskieren, um die Schwester zu retten, von deren Existenz sie nie wusste? Leidenschaft, Macht und tödliche Geheimnisse treffen in dieser sinnlichen Werwolf-Romanze voller zweiter Chancen, Bruderfeindschaft und einer Liebe aufeinander, die stark genug ist, das Schicksal für immer zu verändern.
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Chapter: Kapitel 59: Das Tor öffnet sich
Aus Lyras SichtDer Berg wurde unnatürlich still, nachdem das Erschüttern aufhörte.Ronan blieb nah, seine Hand fand meine wieder.„Das Symbol unter euren Namen“, sagte die Hüterin, „bedeutet, dass das erste Siegel alle drei von euch erkannt hat.“„Was bedeutet das?“, fragte ich.„Mehrere Siegel schützen das Tor“, sagte sie. „Eure Mutter hat den Dreien von euch nie identische Rollen gegeben.“„Sie hat den Schutz zwischen euch geteilt“, fuhr die Hüterin fort. „Lyra trägt die Blutlinie, die nötig ist, um das Erbe zu aktivieren. Elara trägt die Erinnerungen, die das Versteckte freischalten. Miras Instinkte, ihre Fähigkeit, Gefahr zu spüren, bevor jemand anderes, das ist Teil des Schutzsystems, das eure Mutter in sie gebaut hat.“„Keiner von uns kann das allein vollenden“, sagte ich. Verständnis setzte sich.„Nein“, sagte die Hüterin. „Das war das Design. Euch zusammenzuhalten hätte es Feinden leicht gemacht, alles auf einmal zu fangen. Euch zu trennen war Schutz. Nicht Verlassen.“„Also
Last Updated: 2026-08-25
Chapter: Kapitel 58: Die Hüterin kommt an
Aus Lyras Sicht)Der verborgene Gang schloss sich hinter dem Reisenden, Stein mahlte gegen Stein, bis er sich in Stille setzte.Die Schritte draußen wurden klarer. Näher. Abgemessen, unbeeilt, dasselbe disziplinierte Tempo, das wir zu erkennen gelernt hatten, seit der Hohlmann uns zuerst von den Bäumen aus beobachtete.Ronan blieb neben mir. Nicht vor mir, so wie er es vor Wochen vielleicht getan hätte. Neben mir.„Was auch immer als Nächstes passiert“, sagte er leise, „wir stellen uns dem zusammen.“„Das ist es, was der Reisende testete“, sagte ich. „Nicht nur, ob wir einander finden würden. Ob wir so stehen würden, sobald wir es taten.“„Dann haben wir schon den schwersten Teil davon bestanden.“„Denkst du?“„Ich denke, wer auch immer als Nächstes durch diese Tür geht, wird leichter zu stellen sein als das Nichtwissen“, sagte er. „Zumindest kann ich jetzt sehen, was ich schütze.“„Wir können die Hüterin nicht das Tor erreichen lassen, bevor wir verstehen, was es hält“, sagte Ashwood
Last Updated: 2026-08-24
Chapter: Kapitel 57: Der, der wartete
Aus Lyras SichtAlle erstarrten.Ronan bewegte sich neben mir, nicht vor mir; seine Hand fand meine, selbst als Waffen um uns erhoben wurden.„Wartet“, sagte Ashwood scharf. „Wartet.“Eine Gestalt trat aus der Dunkelheit. Keine Waffe. Einfache Kleidung. Alt, aber beständig auf den Füßen.Sie waren nicht überrascht, uns zu sehen. Nicht einmal leicht.„Ihr habt uns erwartet“, sagte ich.„Länger als ihr glauben würdet“, sagte der Reisende.Damien studierte den Gang der Gestalt, dann nickte er einmal. „Dieselben Fußabdrücke. Jeder Unterschlupf. Das sind sie.“„Ihr solltet mich nie einholen“, sagte der Reisende, „bis ihr diesen Raum erreicht.“„Jedes Beinahe-Verfehlen“, sagte ich. „Absichtlich.“„Jedes Einzelne.“„Das weiße Tuch“, sagte Mira. „Die Vogelschnitzereien. Das Brot, das noch warm war.“„Alles davon“, sagte der Reisende. „Nichts war dem Zufall überlassen.“Ashwood trat näher und studierte sie. „Wer hat euch die alte Wächter-Sprache beigebracht?“„Du.“Ashwood wurde still. „Ich ha
Last Updated: 2026-08-23
Chapter: Kapitel 56: Die Tür, die sich erinnerte
Aus Lyras SichtDie uralte Tür öffnete sich weiter; der Laut war enorm. Stein mahlte gegen Stein auf eine Weise, die etwas Tiefes im Berg selbst zu erschüttern schien, als reagiere die ganze Struktur auf etwas, auf das sie Generationen gewartet hatte, um es wieder zu spüren.Ashwood hob scharf eine Hand und stoppte uns alle, bevor jemand vortrat. „Niemand stürzt hindurch. Noch nicht. Was auch immer dieser Ort ist, er hat so lange gewartet. Er kann noch ein paar Minuten warten, während wir sicherstellen, dass er sicher ist.“Ronan verschob sich leicht vor mich. Ein alter Instinkt stieg auf, bevor er bewusst entschied, danach zu handeln. Sein Körper winkelte sich an, um sich zwischen mich und das zu stellen, was jenseits des sich erweiternden Türrahmens wartete.„Ich bin nicht jemand, den du vor allem abschirmen musst“, sagte ich leise und legte die Hand auf seinen Arm.Er warf mir einen Blick zu, etwas justierte sich in seiner Haltung und trat statt voraus neben mich, nah genug, dass u
Last Updated: 2026-08-22
Chapter: Kapitel 55: Die Wand zwischen uns
Aus Lyras Sicht„Ronan“, sagte ich. meine Stimme stockte an seinem Namen.Eine Pause folgte, kurz, aber quälend, als bräuchte selbst der Berg einen Moment, um zu entscheiden, ob er uns so viel erlauben würde.Dann kam seine Stimme durch den Stein zurück, gedämpft, aber unverkennbar seine.„Lyra.“Ich schloss die Augen.Keiner von uns sagte zuerst etwas Kompliziertes. Einfach die Stimmen des anderen nach so vielen Wochen zu hören, fühlte sich an wie genug, mehr als genug, eine Erleichterung so vollständig, dass sie mich kurz unfähig machte, Worte zu formen.Ich drückte die Handfläche gegen den kalten Stein zwischen uns und stellte mir vor, dass, wenn ich hart genug drückte, die Barriere irgendwie schneller verschwinden würde.„Ich habe dich vermisst“, gab ich leise zu. Die Stille, die folgte, war diesmal anders.„Ich habe dich auch vermisst“, sagte er.Etwas in meiner Brust zog sich an.Er sagte es nicht dramatisch. Ronan tat das nie. Aber irgendwie ließ die Einfachheit es mehr bedeute
Last Updated: 2026-08-21
Chapter: Kapitel 54: Der Pfad zwischen ihnen
Aus Lyras SichtIch starrte noch lange auf die vier Worte, nachdem ich sie gelesen hatte. Das Papier zitterte leicht in meinem Griff, trotz meiner besten Bemühungen, es ruhig zu halten.Ihr seid beinahe zusammen.Beinahe. Noch nicht. Immer noch ein Wort entfernt von dem, was ich eigentlich wollte, immer noch eine Entfernung, die ich hier, stehend auf diesem stillen Bergpfad, nicht messen konnte.Ich faltete die Notiz sorgfältig, steckte sie neben Ronans Wappen an meine Brust und ließ mich einen Moment darüber hinweggeben, wie sehr ich ihn vermisste. Nicht die Idee von ihm, nicht den Trost zu wissen, dass er irgendwo existierte und an mich dachte. Das spezifische Gewicht seiner Anwesenheit neben mir, die besondere stille Art, wie er einen Raum beobachtete, bevor er sprach, jedes Wort abwog, bevor er es jemandem gab. Das letzte Mal, als er mich in jenem Flur geküsst hatte, kurz und beständig, nichts Dramatisches daran, nur Gewissheit, die sich in etwas so Einfaches wie eine Berührung
Last Updated: 2026-08-20
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