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KAPITEL 17

Autor: Oma
last update Fecha de publicación: 2026-10-04 14:29:16

Umfassenderes Muster

Nora erreichte am nächsten Morgen kurz nach halb acht den Konferenzraum zwei. Damien war bereits dort. Reyes hatte mehrere Fotos auf dem Tisch ausgebreitet, und ihrem Gesichtsausdruck nach wusste Nora, dass die Durchsuchung etwas zutage gefördert hatte.

Er nahm das erste Foto zur Hand und reichte es ihr. Es zeigte die Wandverkleidung im Flur vor Damiens Büro – sie stand halb offen. Das zweite Bild zeigte den Inhalt: ein kleines, dunkles Objekt, das direkt am Kabelkana
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  • Der Teufel behält seine Frau   KAPITEL 17

    Umfassenderes Muster Nora erreichte am nächsten Morgen kurz nach halb acht den Konferenzraum zwei. Damien war bereits dort. Reyes hatte mehrere Fotos auf dem Tisch ausgebreitet, und ihrem Gesichtsausdruck nach wusste Nora, dass die Durchsuchung etwas zutage gefördert hatte.Er nahm das erste Foto zur Hand und reichte es ihr. Es zeigte die Wandverkleidung im Flur vor Damiens Büro – sie stand halb offen. Das zweite Bild zeigte den Inhalt: ein kleines, dunkles Objekt, das direkt am Kabelkanal klemmte. Das dritte war eine Nahaufnahme des Geräts.Nora betrachtete die Fotos eingehend, bevor sie aufblickte.„Wir haben es dort gelassen“, sagte Reyes. „Wir haben es fotografiert, alles dokumentiert und die Verkleidung genau so wieder angebracht, wie wir sie vorgefunden hatten.“„Gut.“„Dem Staub um das Gehäuse nach zu urteilen, schätze ich, dass es dort schon seit acht bis zwölf Monaten liegt.“ Er warf einen Blick auf die Fotos. „Möglicherweise gibt es noch weitere. Wir haben den Flur und

  • Der Teufel behält seine Frau   KAPITEL 16

    Ermittlung von SicherheitsaspektenNora sah Damien an. „Was hat er gefunden?“„Ich weiß es nicht.“ Damien schloss die Akte, die sie gerade durchgesehen hatten, stand auf und steckte sein Handy in die Tasche. „Komm mit.“Nora nahm ihren Notizblock und folgte ihm zur Tür. „Wohin gehen wir?“„An einen Ort, wo wir reden können, ohne belauscht zu werden.“Das ließ sie einen Moment zögern; dann nahm sie ihren Notizblock und folgte ihm hinaus.Sie gingen drei Stockwerke tiefer in einen kleinen Besprechungsraum, an dem sie zwar schon vorbeigekommen, den sie aber noch nie benutzt hatte. Keine Kamera an der Wand, ein Fenster, das zum gegenüberliegenden Gebäude hinausging und nicht zur Straße. Damien schloss die Tür und drehte den Riegel um. Reyes war bereits dort; sein Laptop war aufgeklappt, und auf dem Tisch lag ein ausgedrucktes Blatt.„Ich habe heute Morgen mit den Unterlagen zur Gebäudewartung begonnen“, sagte Reyes. Er drehte den Laptop zu ihnen herum. „Für Arbeiten an der Klima- und Lüft

  • Der Teufel behält seine Frau   KAPITEL 15

    Damiens Entdeckung Nora traf am nächsten Morgen kurz nach sieben Uhr in Damiens Büro ein. Sie hatte kaum geschlafen. Den Großteil der Nacht hatte sie damit verbracht, das Gespräch mit Priscilla Revue passieren zu lassen – insbesondere die Sache mit den Zugriffsebenen, die Dinge, die Priscilla ohne vorherige Unterweisung gewusst hatte, und die Frage nach den Eiern. Je mehr sie darüber nachdachte, desto schwieriger wurde es, die Sache einfach abzutun. Damien hatte ihr versprochen, der Sache nachzugehen, und nun wollte sie wissen, was er herausgefunden hatte.Sie blieb vor seinem Büro stehen, klopfte zweimal an und wartete. Wenige Sekunden später ertönte Damiens Stimme von drinnen: „Herein.“Nora öffnete die Tür. Damien saß bereits an seinem Schreibtisch und ging ein Dokument durch. Er blickte auf, als sie eintrat, und warf einen kurzen Blick auf die Wanduhr. „Du bist früh dran.“„Du hast gesagt, du würdest der Sache nachgehen.“„Das habe ich getan.“ Er schloss das Dokument vor sich u

  • Der Teufel behält seine Frau   KAPITEL 14

    Das Gespräch Am nächsten Morgen wartete Nora bereits wenige Minuten vor zehn Uhr am Aufzug, als sich die Türen öffneten. Priscilla trat heraus, zwei Coffee-to-go in der einen Hand, die Tasche über der Schulter. Noch bevor sie Nora bemerkte, stand sie schon neben Reyes und sagte etwas, woraufhin er sein kleines Notizbuch aus der Jackentasche zog.Nora warf einen Blick auf die Uhr an der Wand. Es war genau zehn Uhr, was sie überraschte, denn Priscilla war noch nie dafür bekannt gewesen, pünktlich zu sein. In neunzehn Jahren Freundschaft war Priscilla fast immer ein paar Minuten zu spät gekommen – nicht etwa, weil es ihr egal war, sondern weil sie immer irgendetwas aufhielt. Meistens musste sie noch eine E-Mail beantworten, ein Nachbar hielt sie auf dem Weg nach draußen auf, oder sie hatte etwas vergessen, kurz bevor sie gehen wollte. Irgendwie dehnten sich diese letzten paar Minuten immer auf zehn aus.Es war ungewöhnlich, dachte Nora, verwarf den Gedanken aber fast so schnell, wie e

  • Der Teufel behält seine Frau   KAPITEL 13

    Der Mann, den sie den Teufel nennenDer Name ging Nora nicht aus dem Kopf, als sie Damiens Büro verließ.Als sie merkte, dass sie bereits die halbe Chefetage durchquert hatte, hatte sie dieselben Momente immer und immer wieder durchlebt – die Gespräche, die sie geführt hatte, die Informationen, die sie unbewusst preisgegeben hatte, die kleinen Details, über die sie nie nachgedacht hatte. Sie suchte weiter nach etwas, das sie vielleicht übersehen hatte – ein Gespräch mit Priscilla, eine beiläufige Bemerkung, irgendetwas, das erklären konnte, warum alle Beweise immer wieder zu derselben Person führten.Sie atmete leise aus und rieb sich den Nasenrücken, bevor sie sich der Chefetage zuwandte.Kaum hatte sie ein paar Schritte getan, als Stimmen aus dem angrenzenden Flur sie zum Innehalten zwangen. Die Chefetage war normalerweise so ruhig, dass selbst leise geführte Gespräche weiter zu hören waren, als die Sprecher beabsichtigten.Sie blieb ein paar Schritte vor der Ecke stehen.„Hast du g

  • Der Teufel behält seine Frau   KAPITEL 12

    Die Vorstandssitzung Die Vorstandssitzung war für neun Uhr angesetzt. Als Nora an diesem Morgen den Holt Tower betrat, fühlte es sich weniger wie eine Sitzung an, sondern eher wie der nächste Zug in einem Spiel, das jemand anderes schon seit Jahren spielte. Die Entdeckungen der vergangenen Nacht gingen ihr nicht aus dem Kopf. Sie hatte auch das Gefühl, dass irgendwo jemand darauf wartete, was sie als Nächstes tun würden.Victor war fünfzehn Minuten vor ihnen da. Er saß bereits am Kopfende des Tisches, als wäre der Platz schon immer sein Stammplatz gewesen. Er lächelte, als Damien und Nora hereinkamen, machte aber keine Anstalten aufzustehen.Damien und Nora nahmen Platz. Einige Vorstandsmitglieder am Tisch warfen ihr Blicke zu, bevor sie schnell wieder wegschauten, während die anderen die vorsichtige Neutralität derer einnahmen, die sich noch nicht entschieden hatten, welche Seite sicherer war.Victor verschränkte die Hände auf dem Tisch und blickte sich im Raum um. „Lasst uns die h

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