LOGIN„Ich mache keine Szene – Sie tun es! Und jetzt – lassen – Sie – mich – los!“ Mit einem wütenden Ruck gelang es ihr, ihr Handgelenk freizuziehen. Als er erneut nach ihr greifen wollte, stieß sie ihn mit ihren beiden geballten Fäusten und genug wütender Kraft zurück, dass er einen kleinen Schritt ins Straucheln geriet. Das gab ihr gerade genug Raum, um sich an ihm vorbeizuschlängeln und zu entkommen.Am ganzen Körper vor Wut und Aufregung zitternd, eilte sie hinaus auf die Poolterrasse. In Angst, dass er ihr folgen könnte, aber entschlossen, sich nicht umzudrehen und nachzusehen, steuerte sie auf die erste Personengruppe zu, die sie am Swimmingpool stehen sah. Mit einem tiefen Atemzug, um ihre unruhige Atmung zu beruhigen, wagte sie sich nah genug heran, dass man sie bemerkte, und lächelte dankbar, als die Anwesenden den Kreis öffneten, um sie einzuladen, sich ihnen anzuschließen.Was zum Teufel war da gerade passiert? Sie hatte nicht die geringste Ahnung, wer der Mann war. Und all das
Das Netzwerken begann fast augenblicklich. Scott hielt sie an seiner Seite, während er den Raum durchquerte. Er musste sich selten bemühen, Aufmerksamkeit zu erregen, da die Leute nur zu begierig darauf waren, ihm zu begegnen. Es lag an der Ausstrahlung dieses Mannes und seinem Milliarden-Ansehen, seiner unternehmerischen Brillanz, seinem umwerfenden Aussehen und seinem beiläufig zur Schau gestellten Charme. Er begegnete den Menschen mit einer dezenten Schärfe, die sie nur noch härter dafür arbeiten ließ, sich einen beeindruckten Blick oder ein zustimmendes Lächeln von ihm zu verdienen. Glatt, beschrieb Vivian ihn, während sie ihn genau wie all die anderen in sich aufsog.Dann ruinierte er es für sie, als er sich zu ihr umdrehte und sagte: „Nichts für ungut, aber hier lasse ich dich erst einmal für eine Weile auf dich allein gestellt.“Wie bei einem Tritt in den Magen wurde sie auf der Stelle kreidebleich. Scott stieß einen Seufzer aus, packte sie an den Schultern und drehte sie zu si
So friedvoll, dachte sie, obwohl Rein gar nichts Friedvolles an dem Mann war, der den Pool und die Göttin dort platziert haben musste.„Und, was denkst du?“, kam er herüber, um auf dem Stuhl neben ihr Platz zu nehmen, lehnte sich entspannt zurück und streckte seine langen Beine aus.„Über das Haus? Du musst bereits wissen, dass es wunderschön ist“, sagte Vivian.„Ich habe es letztes Jahr von einem Geschäftspartner gekauft, der schnell eine Menge Bargeld brauchte“, teilte er beiläufig mit. „Die Idee war eigentlich, es weiterzuverkaufen, aber der aktuelle Immobilienmarkt hat mich dazu veranlasst, noch eine Weile daran festzuhalten.“„Das erklärt es also“, murmelte Vivian.Er drehte den Kopf, um sie anzusehen. „Erklärt was?“„Kam Anthony mit dem Haus?“, antwortete sie mit einer eigenen Frage.„Ja“, bestätigte er, und sie nickte.„Die Einrichtung und die Möbel?“ Seine Augen begannen sich zu verengen, und Vivian spürte, wie dieser prickelnde Funke von Elektrizität in die Luft sickerte. Sie
Als sie schließlich zum Landeflug ansetzten, sah Vivian eine Reihe von Schieferdächern, die die Form eines großen Landhauses bildeten. Es stand inmitten von weitläufigen, akkurat gemähten grünen Rasenflächen, die sanft zu einem winzigen See abfielen. Als sie auf dem Rasen landeten, nur einen kurzen Spaziergang von den cremefarben gestrichenen Wänden des Hauses entfernt, nahm sie an, dass es sich um ein Hotel handeln müsse. Ihren Irrtum erkannte sie erst, als Scott den Weg durch die Haustür bahnte und sie ihn einen elegant gekleideten Mann begrüßen hörte, bevor er zu einem Beistelltisch schlenderte, um den kleinen Stapel Briefe zu durchsuchen, der dort auf ihn wartete. „Das ist ein Wohnhaus“, murmelte sie und hielt inne, um sich in der hellen, luftigen Eingangshalle umzusehen. Scott warf ihr einen Blick zu. „Was dachtest du denn, was es ist?“ „Ein Hotel.“ Sein Lächeln glich eher einer Fratze. „Das ist mein Zuhause – oder das, das ich benutze, wenn ich hier bin.“ Während ihre Wimpern vo
Er riss ihr die Tür mit mehr wütender Kraft auf, als dieses wunderschön gestaltete Ausstattungsstück erfordert hätte.Als sie ihre stöckelschuhbewehrten Füße vorsichtig über die Einstiegsleiste des Autos manövrierte, übertrug sich seine grimmige Ungeduld mit ihr auf die langen Finger, die er um ihren Arm klammerte, um ihr beim Aufrichten zu helfen. Da sie mit mehr Schwung als nötig vor ihm zum Stehen kam, landete sie beinahe flach gegen ihn gepresst – was sie so sehr schockierte, dass sie nach oben blickte.Ihre Augen prallten aufeinander – seine leicht verengt und funkelnd wie Warnschüsse, dass sie vorsichtig sein sollte, was sie als Nächstes tat oder sagte; ihre sprühten vor hellem Trotz, der ihn herausforderte, einen seiner kalten, schneidenden Kommentare abzugeben, die darauf abgezielt waren, sie wieder auf ihre Größe zurechtzustutzen.Aber er entschied sich für eine andere Art von Angriff. Er entspannte die Mundwinkel seines harten, schmalen Mundes, schob eine Hand um ihren entbl
Sie sank schwer auf das Bett zurück, während ihr vernebelter Verstand eine Liste erstellte: San Francisco, ein formelles Abendkleid, eine Reisetasche für eine Übernachtung oder vielleicht für ein Wochenende oder eine ganze Woche. Um ein Uhr abfahrbereit sein …Dann geriet sie plötzlich in Panik und benutzte ihr Telefon, um Megan anzurufen.„Megan, du musst für mich mit Louis sprechen“, brachte sie dringend hervor.„Louis?“, wiederholte Megan. „Oh je … was ist los?“„Nichts … ich meine … ich muss meinen Job im Käsekuchenladen kündigen. Ich würde ihn selbst anrufen, aber ich glaube, dafür bleibt keine Zeit. Es ist ihm gegenüber auch nicht fair, wenn ich ständig meine Schichten verpasse, also muss ich kündigen“, sagte Vivian und spürte bereits den kalten Schrecken ihren Rücken hinuntergleiten. „Ich werde ihm später eine Nachricht schicken und ihn anrufen, aber für den Moment fahre ich nach San Francisco …“„San Fran … was? Warum?“, stammelte Megan.„Arbeit“, antwortete Vivian schlicht.„







