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KAPITEL 5

Autor: DINO
last update Data de publicação: 2026-08-28 08:40:34

Der erste Date

Lena hatte zugestimmt. Sie wusste nicht, ob es klug war, aber etwas in ihr sagte, dass sie David eine Chance geben sollte. Vielleicht war es sein Lächeln. Vielleicht waren es seine ehrlichen Augen. Oder vielleicht war es einfach die Tatsache, dass sie sich nach so langer Zeit endlich wieder lebendig fühlte.

Das Date fand an einem Samstagabend statt – in einem kleinen, eleganten Restaurant am Hamburger Hafen. Lena hatte sich schick gemacht, aber nicht zu schick. Ein rotes Kleid, das ihre Figur betonte, aber nicht aufdringlich wirkte. Ihre Haare fielen in sanften Wellen über ihre Schultern, und sie trug nur wenig Make-up – sie wollte sich nicht verstecken.

David war schon da, als sie ankam. Er saß an einem Tisch mit Blick auf das Wasser, und als er sie sah, stand er auf. Sein Lächeln war warm, fast schüchtern – ein Anblick, den sie nie mit einem mächtigen CEO verbunden hätte.

"Lena", sagte er. "Du siehst atemberaubend aus."

Sie wurde rot. "Danke. Du siehst auch gut aus."

Er zog ihr den Stuhl zurück, und sie setzten sich. Die Atmosphäre war angenehm – nicht zu förmlich, nicht zu intim. Einfach perfekt.

Sie bestellten Wein und sprachen über alles Mögliche – über ihre Kindheit, ihre Träume, ihre Ängste. David erzählte von seiner gescheiterten Ehe, von seiner Ex-Frau, die ihn betrogen hatte. Es war das erste Mal, dass er diese Geschichte einer anderen Frau erzählte.

"Sie hat mich betrogen", sagte er leise. "Mit meinem besten Freund. Ich habe es erst nach einem Jahr erfahren. Seitdem... habe ich keinem mehr vertraut."

Lena verstand. "Jonas hat mich auch betrogen. Nicht nur einmal – er hat mich jahrelang belogen."

David sah sie an. "Wir haben beide viel durchgemacht, oder?"

"Ja", sagte Lena. "Aber vielleicht macht uns das stärker."

"Oder bereit für etwas Neues", fügte David hinzu.

Sie schwiegen einen Moment. Der Mond spiegelte sich im Wasser, und die Lichter der Stadt tanzten auf den Wellen.

"Lena", sagte David schließlich. "Ich möchte dich nicht unter Druck setzen. Aber ich möchte, dass du weißt: Ich bin kein Mann für eine Nacht. Ich möchte etwas Echtem. Und ich glaube, dass wir das zusammen haben könnten."

Lena spürte, wie ihr Herz schneller schlug. "David... ich habe Angst. Die letzte Beziehung hat mich so verletzt. Ich weiß nicht, ob ich schon bereit bin."

"Das verstehe ich", sagte er. "Und ich dränge nicht. Ich möchte dir nur zeigen, dass ich anders bin. Dass Liebe nicht weh tun muss."

Sie lächelte. Es war das erste Mal, dass sie wirklich lächelte – tief, ehrlich, von Herzen.

"Okay", sagte sie. "Lass uns versuchen. Langsam."

David strahlte. "Langsam. Das kann ich."

Die Wochen vergingen, und Lena und David kamen sich immer näher. Sie trafen sich regelmäßig – nicht nur zum Abendessen, sondern auch zu Spaziergängen, Kinobesuchen und langen Gesprächen am Telefon. Es war alles anders als mit Jonas. David hörte zu, er lachte mit ihr, er war einfach da.

Lena lernte, ihm zu vertrauen. Es war nicht leicht – die Narben von Jonas waren tief. Aber David war geduldig, sanft, verständnisvoll. Er gab ihr Zeit.

Eines Abends, nach einem langen Arbeitstag, lud David sie in seine Penthouse-Wohnung ein. Sie aßen gemeinsam – er kochte selbst – und tranken Wein. Die Stimmung war entspannt, fast romantisch.

Als sie auf dem Balkon standen und über die Stadt blickten, spürte Lena, wie er näher kam. Seine Hand legte sich sanft auf ihre Taille.

"Lena", flüsterte er. "Darf ich dich küssen?"

Sie drehte sich zu ihm um. Seine Augen waren voller Wärme, voller Verlangen – aber auch voller Respekt.

"Ja", hauchte sie.

Der Kuss war sanft, zärtlich, anders als alles, was sie je erlebt hatte. Er war nicht fordernd, nicht hastig – einfach perfekt.

Als sie sich voneinander lösten, sah Lena ihn an. "David... ich habe Angst. Ich will mich nicht wieder verletzen."

"Du wirst dich nicht verletzen", sagte er. "Ich werde immer für dich da sein. Versprochen."

Sie küssten sich noch einmal. Dieses Mal länger, tiefer.

Lena fühlte, wie ihre Knie weich wurden. Sie hatte das Gefühl, dass sie bei ihm sicher war.

"Bleib heute Nacht", flüsterte David. "Nur zum Schlafen. Ich möchte dich einfach nur in den Armen halten."

Lena nickte. Sie vertraute ihm.

In dieser Nacht lag sie in seinen Armen, spürte seinen Herzschlag und wusste, dass sie zum ersten Mal seit Jahren das Richtige tat.

Sie war nicht mehr allein.

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