Am Tag meiner Entlassung öffnete der Himmel seine Schleusen. Als ich die Villa Bertelli erreichte, war ich bis auf die Knochen durchnässt.Kaum erblickte Nico mich, hielt er sich theatralisch die Nase zu und rief: „Du stinkst! Du machst den ganzen Teppich schmutzig!“Der Geruch von Regen und Erde war nicht einmal besonders stark. Er tat es nur, um Martina zu beeindrucken, die auf dem besten Platz im Wohnzimmer saß und mein feinstes Seidennachthemd trug.Tatsächlich brachte seine kleine Vorstellung Martina zum Kichern. Sie saß da mit verschränkten Armen, vollkommen gelassen – ganz die Herrin des Hauses.Ich ignorierte sie und ging auf die Treppe zu.Im nächsten Moment trat Roberto aus seinem Arbeitszimmer, zwei Männer in schwarzen Anzügen im Schlepptau.Er runzelte die Stirn, und in seiner Stimme lag kaum verhohlener Unmut: „Martina ist heute extra hergekommen, um Nico beizubringen, wie man sich in einer Familie der Unterwelt zu benehmen hat, und statt dankbar zu sein, behandelst
Magbasa pa