Als Mara an diesem Abend das Büro verließ, war die Stadt kaum wiederzuerkennen.Der Regen hatte aufgehört, und zwischen den Hochhäusern hing das goldene Licht der untergehenden Sonne. Die nassen Straßen spiegelten den Himmel wider, Autos glitten wie leuchtende Schatten durch die breiten Alleen, und irgendwo spielte ein Straßenmusiker leise auf einer alten Gitarre.Es war seltsam.Dieselbe Stadt, die ihr morgens grau und erdrückend erschienen war, wirkte plötzlich fast weich.Vielleicht lag es am Licht.Oder vielleicht daran, dass in ihr selbst irgendetwas begonnen hatte, sich zu verändern.Mara blieb vor dem Firmengebäude stehen und atmete tief ein.Die Luft roch nach Regen und warmer Straße.Menschen strömten an ihr vorbei, alle mit diesem vertrauten Ausdruck von Müdigkeit und Eile im Gesicht. Manche telefonierten noch immer. Andere blickten stumpf auf ihre Bildschirme, während sie liefen.Niemand schien wirklich dort zu sein, wo er gerade war.Mara beobachtete sie schweigend.Und zu
Última atualização : 2026-05-10 Ler mais