SaskiaDer Montag beginnt mit einer unruhigen, fast schon trügerischen Normalität.Zum ersten Mal seit Tagen gelingt es mir, mir einzureden, dass das Leben vielleicht endlich wieder in geordnete Bahnen zurückfindet. Zwischen dem Wochenende, an dem ich mich mit Liza und Ana abgelenkt habe – mit zu vielen Cocktails, erzwungenem Lachen und Tanzen, bis mir die Füße wehtaten –, hatte ich die Erinnerung an jene Nacht fast vergraben. Fast.Ich stürze mich sofort in die Arbeit, sobald ich im Büro ankomme, fest entschlossen, die Tage wettzumachen, in denen mein Kopf woanders war. Jede E-Mail, die ich beantworte, jedes Meeting, an dem ich teilnehme, jeder Bericht, den ich fertigstelle, fühlt sich an wie ein weiterer Stein zwischen mir und dem Fremden, der in meine Wohnung eingebrochen ist – nachdem er mich zuvor auf mysteriöse Weise vor bewaffneten Räubern gerettet hat.Ich habe ihn nicht gesehen.Die Stille sollte mich beruhigen.Stattdessen macht sie mir Angst.Kurz vor elf vibriert mein Tele
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