„ Mir ist egal, ob du das blöd findest, Jenna. Ich habe drei Waschladungen Wäsche, muss das Haus putzen, und dein Vater kommt heute Abend früh zum Essen nach Hause“, schnauzte ihre Mutter und wischte sich die seifigen Hände an einem Küchentuch ab. „Bring deinen Bruder ins Einkaufszentrum, lass dich mit dem Weihnachtsmann fotografieren und komm nicht ohne Foto zurück.“ Jenna stöhnte so laut auf, dass die Fenster klirrten. Sie war siebzehn, trug übergroße Kopfhörer und Baggy-Jeans, und das Letzte, was sie an einem Samstagnachmittag wollte, war, sich in eine Schlange zu stellen, die nach nassen Wintermänteln und Kleinkindspucke roch. „Das ist ja gesellschaftlicher Selbstmord“, murmelte Jenna und griff nach ihren Autoschlüsseln auf der Küchentheke. „Was, wenn mich jemand aus der Schule sieht? Dann bin ich das Mädchen, das da am Nordpol-Stand rumhängt wie eine Außenseiterin.“ „Dann sei halt ein Loser mit einem glücklichen Bruder“, sagte ihre Mutter und deutete ins Wohnzimmer, wo der sec
Última actualización : 2026-10-29 Leer más