Am nächsten Nachmittag ging Lyra zum Dorfbach, um etwas Wäsche zu waschen. Ihr Kopf war erfüllt von ihren Träumen, und ihr Körper fühlte sich an, als würde er noch immer von den Stunden in ihrem Zimmer zehren. Sie ging mit einem anderen Schritt – langsamer, selbstbewusster. Sie fühlte sich wie eine Königin, die auf ihren König wartete, selbst wenn dieser König ein Mann war, den sie nur vor ihrem inneren Auge gesehen hatte.Am Bach traf sie auf ihre beste Freundin Mara. Mara war ein pragmatisches Mädchen. Sie hatte blondes Haar, das fest zu einem Knoten gebunden war, und kräftige Arme von der Arbeit in der Bäckerei ihres Vaters. Mara glaubte an Dinge, die sie berühren konnte – an Brot, an Münzen und an die Jungen des Dorfes.„Du siehst aus, als würdest du auf Wolken schweben, Lyra“, sagte Mara und schrubbte ein Hemd gegen einen Stein. „Hast du Thomas endlich zugesagt? Ich habe ihn gestern sehr betrübt gesehen.“Lyra setzte sich und tauchte ihre Füße in das kühle Wasser. Sie lächelte, b
Última actualización : 2026-09-16 Leer más