Chapter: Chapter 16MiraDie Nachmittagssonne lag warm auf dem Steinweg, und nach Tagen, die ich im Schlafgemach des Königs eingeschlossen gewesen war, fühlte sich die Bergluft an, als könnte ich endlich wieder atmen. Rosen säumten beide Seiten des Weges, rot und weiß und tiefgold, ihr Duft vermischte sich mit dem kühlen Wind, der von den Gipfeln herabkam. Mein karmesinrotes Kleid bewegte sich um meine Knöchel, während ich ging. Zwei Elite-Lycan-Wachen folgten ein paar Schritte hinter mir, nah genug, um einzugreifen, und weit genug, um mich nicht zu bedrängen, die Hände nahe an ihren Schwertern.Ich legte eine Hand auf meinen Unterleib. Die Babys waren still. Der Kampf in mir – das Alpha-Blut, das gegen das Lycan-Blut zog – war vorbei, und seit Japel die Bindung vollendet hatte, hatte sich eine stetige Stärke an seiner Stelle niedergelassen. Ich fühlte mich nicht schwach. Ich fühlte mich nicht, als würde ich von innen zerbrechen.Wir sind hier sicher, flüsterte June, ihre silberne Wölfin streckte sich na
Last Updated: 2026-09-25
Chapter: Kapitel 15NellaIch stand am Fenster des Alpha-Zimmers und starrte in den Nebel über dem Hof von Duskhaven.Die Metalltasse mit warmem Wein schmerzte in meinen Fingern. Ich hielt sie so fest, dass meine Knöchel weiß wurden. Ich trank und ließ die Hitze auf der Wut in meiner Brust sitzen.Seit Mira gegangen war – seit der Lycan-König dieses nutzlose Mädchen mitgenommen hatte – war in diesem Rudel alles schiefgelaufen. Am schlimmsten war, dass Zane mich ignorierte.Bevor sie sie in den Tod geschickt hatten, war er jede Nacht bei mir gewesen. Geschenke. Versprechen, dass ich Luna werden würde. In dem Moment, als ihre Bindung brach, wurde er zu einem Geist.Er sah mich kaum an. Nächte eingeschlossen in seinem Büro. Trinken. Auf- und Abgehen, weil sein Wolf sich nicht beruhigen wollte. Er hatte mich nicht berührt. Wenn ich nach ihm griff, stieß er mich weg und sagte: „Rudelangelegenheiten.“„Alles wegen ihr“, murmelte ich und trank erneut.Sie war weg, und sie ruinierte mich immer noch. Die Ältesten
Last Updated: 2026-09-24
Chapter: Kapitel 14Die Morgensonne fiel durch die Schlafzimmerfenster und warf goldene und blaue Muster auf das Bett.Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wachte ich auf, ohne Angst oder Schwere zu spüren. In meiner Brust war kein Schmerz, und ich fror nicht mehr wie damals in der Hinrichtungsgrube, in die Zane mich geworfen hatte.Stattdessen bewegte sich ein angenehmes, warmes Gefühl langsam durch meinen Körper. Es passte zu dem hellgoldenen Mal, das an meinem rechten Handgelenk leuchtete.Ich streckte Arme und Beine auf den weichen Laken und seufzte entspannt. Mein Körper fühlte sich völlig anders an. Erst vor zwei Tagen war ich noch so schwach gewesen, weil mein Körper gegen zwei verschiedene Babys in mir gekämpft hatte – ein Alpha-Baby und ein Lycan-Baby. Doch jetzt, nachdem Japel mich beansprucht und seine starke Kraft mit mir geteilt hatte, war alle Schwäche verschwunden.Mein Körper fühlte sich voller Leben an, meine Haut sah gesund aus, und ich war hellwach.Wir sind jetzt in Sicherheit, Mira,
Last Updated: 2026-09-24
Chapter: Chapter 13ZaneSnap!The thick wooden quill in my hand snapped into two jagged pieces, dark black ink splattering across the financial reports lying on my mahogany desk.I dropped the broken shaft, my head falling back against the tall leather chair as a sudden, violent spasm tore through the left side of my chest. It felt like a rusted iron hook was dragging across my ribs, ripping away the faint, lingering thread of a connection that used to belong to me. Sweat broke out across my forehead, dripping down the collar of my tunic as I gasped for air.Brutus! I bellowed internally, clutching my chest with a trembling hand. What is that? What just happened?Inside my subconscious, my wolf Brutus let out a long, pathetic whimper, curling into a ball deep in the shadows of my mind.The bond... Brutus rasped, his voice ragged with pain. The last trace of our claim over Mira... it just snapped completely. It didn't decay, Zane. It was violently pushed out by another male's power."Damn it!" I bellowed
Last Updated: 2026-09-22
Chapter: Kapitel 12Japel„Räumt den Raum!“ brüllte ich, und meine Stimme ließ die schweren Steinbögen der Herrensuite erbeben.Die Wachen draußen rissen die schweren Eichentüren auf und standen in strammer Haltung, während Meister Elian hereinstürmte, seine polierte Ledertasche mit diagnostischen Werkzeugen in der Hand. Sein silberner Bart war zerzaust, und seine Brust hob und senkte sich heftig, doch in dem Moment, als seine Augen auf Miras schlaffen, blassen Körper in meinen Armen fielen, wurde sein Ausdruck todernst.„Auf das Bett, Eure Majestät! Schnell!“ befahl Elian und stellte sein hölzernes Set auf den Nachttisch.Ich legte Mira behutsam auf die weiche Samtmatratze, meine Hände zitterten, während ich die dicke Wolldecke bis zu ihrem Hals hochzog. Ihre Haut fühlte sich eisig kalt an, und ihre dunklen Wimpern ruhten still auf den papierweißen Wangen. Ihr Atem kam in kurzen, flachen Zügen, und das goldene Licht meiner Markierung an ihrem rechten Handgelenk flackerte wild und wurde an den Rändern kr
Last Updated: 2026-09-21
Chapter: Kapitel 11MiraDas Feuer in der Herrensuite knisterte und warf orangefarbenes Licht über die Steinwände. Ich saß am Kamin, in eine dicke Wolldecke gehüllt, eine Hand auf meinem Unterbauch. Tief in mir flatterten zwei winzige Herzschläge – einer Alpha, einer Lykan. Zane hatte mich zum Hinrichtungsplatz geschleift und geglaubt, ich sei eine leere Omega, ohne zu wissen, dass sein Erbe bereits in mir heranwuchs. Nun teilte ein Lykan-Prinz denselben Raum unter dem Dach des Lykan-Königs.Wir bleiben ruhig, murmelte June in meinem Geist. Japel liebt uns so, wie wir sind. Er hat es im Kriegsraum bewiesen.„Ich weiß“, flüsterte ich. „Und ich wähle ihn.“Die schwere Eichentür öffnete sich. Japel trat ein, müde aussehend, das Gewicht des Königreichs auf seinen Schultern. In dem Moment, als seine goldenen Augen die meinen fanden, glätteten sich die harten Linien in seinem Gesicht. Er streifte die Stiefel ab und kam direkt zu mir, setzte sich auf den Teppich neben meinen Stuhl. Seine große, warme Hand legte
Last Updated: 2026-09-21

Unter der Asche des Verrats
Freya Langford glaubte, in einer perfekten Beziehung zu sein, bis sie mitansehen musste, wie ihr Verlobter Jade Sinclair ihr Versprechen brach und ihrer besten Freundin Maren Vale mit genau dem Ring einen Antrag machte, den er ihr sechs Monate zuvor gegeben hatte. Gebrochen und grausam von den beiden Menschen verlassen, denen sie am meisten vertraut hatte, geht Freya mit nichts als einem gebrochenen Herzen und einem Versprechen an sich selbst davon: Sie wird nie wieder machtlos sein.
Freya kreuzt den Weg von Alexander Voss, einem mächtigen Milliardär, der von seiner eigenen Vergangenheit heimgesucht wird. Ihr emotionales Gespräch führt zu einer leidenschaftlichen One-Night-Stand.
Verbunden durch Ehrgeiz, Leidenschaft und den Wunsch, alte Rechnungen zu begleichen, unterschreibt sie einen einjährigen Ehevertrag mit Alexander. Er bietet ihr dafür Reichtum und Ruhm.
Wenige Wochen später erfährt Freya, dass sie schwanger ist, und wird in die gnadenlose Familiensaga der Voss-Familie hineingezogen. Alexander wird zu ihrem und Baby Liams erbitterten Beschützer. Eine auf Vertrag unterschriebene Liebe wird langsam echt.
Als alte Wunden wieder aufbrechen und verborgene Wahrheiten ans Licht kommen, findet sich Freya zwischen Rache, Liebe und Mutterschaft gefangen. Je tiefer sie in der Vergangenheit gräbt, desto mehr erkennt sie, dass die Wahrheit weitaus gefährlicher sein könnte, als sie sich je vorgestellt hat.
Einige Monate später kehrt Freya stärker als je zuvor zurück. Sie ist zu einer der mächtigsten und unabhängigsten Geschäftsfrauen von Los Angeles geworden. Selbstbewusster und erbittert beschützend gegenüber allem, was ihr gehört.
Sie startet eine Rachemission gegen Jade und Maren, die sie verraten haben, während sie gleichzeitig entscheidet, ob sie Alexander – dem Vater ihres Kindes, der sie sowohl gerettet als auch benutzt hat – verzeihen kann.
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Chapter: Kapitel Fünfunddreißig)Kapitel 35Ich las die E-Mail dreimal.Dann stand ich auf, ging zur Tür und öffnete sie.Alexander saß noch auf dem Sofa, wo ich ihn zurückgelassen hatte. Unterarme auf den Knien, die Hände locker verschränkt, starrte er auf den Boden – so wie er es tat, wenn er etwas in seinem Kopf wälzte. Er blickte auf, als er mich hörte.Ich durchquerte den Raum und reichte ihm wortlos mein Handy.Er las es. Ich beobachtete sein Gesicht – so wie ich sein Gesicht seit Monaten beobachtete –, suchte nach dem, was unter der kontrollierten Oberfläche lag. Was ich sah, war kein Überraschung. Es war etwas Kälteres und Fokussierteres als Überraschung.Er gab mir das Handy zurück und stand auf.„Ich muss Marcus anrufen“, sagte er.„Ich weiß. Aber zuerst –“ Ich trat leicht in seinen Weg. Nicht blockierend. Nur präsent. „Sprich zuerst mit mir. Bevor du in den Containment-Modus gehst. Bevor du drei Anrufe machst und einen Plan hast, von dem ich erst später erfahre.“ Ich hielt seinen Blick. „Sprich mit mir.“E
Last Updated: 2026-07-24
Chapter: Kapitel vierunddreißigFreya Theo holte mich um elf Uhr dreiundvierzig vor dem Café ab.Er fragte nicht, wie es gelaufen war. Das war eine der Eigenschaften, die ich an Theo schätzen gelernt hatte – er besaß eine fast übernatürliche Fähigkeit, eine Situation aus zehn Metern Entfernung zu erfassen und sich entsprechend zu verhalten. Er öffnete die Tür, ich stieg ein, er schloss sie, und wir fuhren in den Verkehr von Silver Lake, ohne ein Wort zu wechseln.Ich saß hinten und sah zu, wie die Stadt am Fenster vorbeizog.Wie war der Kaffee?Sie war dort gewesen. Oder jemand, der für sie arbeitete. Auf jeden Fall wusste Lila Kane, dass ich mich heute Morgen mit Maren getroffen hatte, noch bevor ich selbst entschieden hatte, was ich mit dieser Information anfangen würde. Das bedeutete, dass die Zeit, die mir blieb, um damit umzugehen, gerade ohne meine Zustimmung deutlich kürzer geworden war.Mein Handy war in meiner Tasche. Ich holte es nicht heraus.Ich dachte an das, was Maren gesagt hatte. Der zweite Auftrag.
Last Updated: 2026-07-17
Chapter: Kapitel DreiunddreißigFreya Ich starrte lange auf den Bildschirm.Alexander beobachtete mich. Ich spürte es, ohne aufzuschauen – diese besondere Art von Stille, die er ausstrahlte, wenn er auf Informationen wartete und sich bewusst entschied, nicht direkt danach zu fragen.Ich drehte das Telefon so, dass er es lesen konnte.Er las es. Las es noch einmal. Dann lehnte er sich langsam auf seinem Hocker zurück und blickte einen Moment lang zur Decke, als würde er dort oben etwas abzählen.„Nicht“, sagte ich.Er sah mich an. „Was auch immer du gleich über sie sagen willst – dass man ihr nicht trauen kann –, ich weiß es schon. Ich bin kein Idiot.“ Ich nahm das Telefon wieder hoch. „Aber sie weiß, wer diese Nachrichten schickt. Und wer auch immer es ist, hat seit vier Monaten eine zweite Kopie dieser Akte. Das bedeutet, die Person steckt von Anfang an in dieser ganzen Sache drin.“ Ich legte das Telefon wieder mit dem Display nach unten hin. „Ich muss wissen, wer das ist, mehr als ich vorsichtig mit Maren sein mu
Last Updated: 2026-07-17
Chapter: Kapitel zweiunddreißigFreyaIch habe nicht geschlafen.Nicht richtig. Ich döste immer wieder in etwas hinein, das sich wie Schlaf anfühlte, mich aber nur noch müder zurückließ – diese ganz spezielle Erschöpfung, die hinter den Augen sitzt und nichts mit dem Körper zu tun hat.Alexander hatte nicht gedrängt, als wir nach Hause kamen. Er war einen Moment in der Küche stehen geblieben, die Jacke noch an, als würde er darauf warten, dass ich etwas sagte, das ihm verriet, in welcher Version dieser Nacht wir uns befanden. Ich war an ihm vorbeigegangen, hatte mir die Zähne geputzt, mich ins Bett gelegt und an die Decke gestarrt, bis das Zimmer im frühen Morgen grau wurde.Er war irgendwann ins Bett gekommen. Ich hatte die Augen geschlossen gehalten.Als echtes Tageslicht durch die Vorhänge drang, war ich bereits auf. Ich saß am Kücheninsel, beide Hände um einen Becher Ingwertee geschlungen, den ich nicht trank, und beobachtete, wie die Stadt durch die bodentiefen Fenster erwachte.Ich hörte ihn, bevor ich ihn sah
Last Updated: 2026-07-16
Chapter: Kapitel EinunddreißigFreyaDas Restaurant, das Alexander ausgesucht hatte, war ruhig.Nicht die Art von Ruhe, die Leere bedeutete. Sondern die Art, die teuer war. Dunkles Holz, gedämpftes Licht, Tische so weit voneinander entfernt, dass Gespräche privat blieben. Die Art von Ort, an dem mächtige Männer schwierige Dinge sagten und niemand von seinem eigenen Teller aufblickte.Damian war bereits da, als wir ankamen.Ich hätte eigentlich nicht hier sein sollen. Der Anruf hatte „komm allein“ gelautet. Alexander hatte mir davon erzählt, sein Handy mit dem Display nach unten auf die Theke gelegt und gesagt: Du kommst mit.Ich hatte nicht widersprochen.Damian stand auf, als er uns sah. Etwas veränderte sich in seinem Gesicht – Überraschung, dann Anpassung, dann die glatte Rückkehr zur Neutralität. Er war gut darin. Besser, als ich ihm zugetraut hatte.„Ich hatte allein gesagt“, sagte er.„Meine Frau geht, wohin ich gehe.“ Alexander zog zuerst meinen Stuhl heraus. „Was auch immer du zu sagen hast, du kannst es vo
Last Updated: 2026-07-15
Chapter: Kapitel DreißigFreyaDie Bekanntgabe im Vorstand fand an einem Dienstag statt.Alexander hatte es mit der Präzision arrangiert, die er auf alles anwandte – die richtigen Leute im richtigen Raum in der richtigen Reihenfolge, die Information wurde überbracht, bevor jemand anderes sie überbringen konnte. Zwölf Vorstandsmitglieder. Der Rechtsberater des Unternehmens. Theo, der still in der Ecke Notizen machte.Ich war nicht im Raum.Wir hatten darüber gesprochen und uns darauf geeinigt, dass meine Anwesenheit den Fokus von der Ankündigung selbst auf die Optik der Ankündigung lenken würde – die Leute würden mich beobachten, statt zu verarbeiten, was gesagt wurde.Ich saß in meinem Büro im vierzehnten Stock und wartete.Kira klopfte um halb elf mit Tee und einem Blick, der alles fragte, ohne etwas zu fragen.„Vorstandssitzung“, sagte ich.„Ich weiß“, sagte sie. „Der ganze Stock weiß es. Niemand sagt etwas, aber alle wissen Bescheid.“ Sie stellte den Tee ab. „Geht es dir gut?“„Frag mich in einer Stunde“,
Last Updated: 2026-07-13

Auch Alphas knien nieder – Niemandes Omega
️ INHALTSWARNUNG
Dieser Roman enthält reife Themen und richtet sich an erwachsene Leser (ab 18 Jahren). Er enthält männliche homoerotische Romanze, Dynamiken der Omega-Welt, emotionale Manipulation, Zwangssituationen, besitzergreifende Beziehungen, Gewalt, explizite sexuelle Inhalte und moralisch komplexe Charaktere. Lesermessen wird dringend empfohlen.
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Kelvin Dickson hatte eine Regel: unsichtbar bleiben.
Ein rangniedriger männlicher Omega, der als Diener im mächtigen Haus Kenti arbeitete, kannte seinen Platz – und der lag nirgendwo in der Nähe von Alpha Zarek Kenti, dem rücksichtslosen Milliardär, der sowohl die Stadt als auch sein Rudel beherrschte.
Doch eine zufällige Berührung ändert alles.
Die Mondgöttin markiert Kelvin als Zareks schicksalhaften Seelenpartner … den einen Partner, den der Alpha nie wollte.
Bevor Kelvin dem unmöglichen Band entkommen kann, macht er einen noch größeren Fehler – er verbringt eine Nacht mit einem Fremden im Dunkeln, nur um zu entdecken, dass der Mann Jasper Kenti ist … Zareks Zwillingsbruder.
Nun tragen beide Alpha-Brüder dieselbe Mate-Marke.
Einer will ihn besitzen.
Der andere lässt ihn nicht los.
Während alte Gesetze gebrochen werden und mächtige Feinde näher rücken, entdeckt Kelvin, dass er nie dazu bestimmt war, einem der beiden Alphas zu gehören …
Er wurde geboren, um sie knien zu lassen.
In einer Welt, in der ein Omega nie zwei Seelenpartner haben sollte, wird Verlangen zur Sünde, Besessenheit zum Krieg und das größte Geheimnis des Mondes könnte sie alle vernichten.
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Chapter: Kapitel 40KelvinDie Ledersitze des SUVs waren weich unter mir, doch mein Kopf war ganz woanders. Draußen fiel der Regen weiter hart, die Straßenlaternen verwischten sich über die nassen Scheiben, während wir durch die Stadt fuhren.Vorne hielt Jaspers Fahrer den Blick auf die Straße gerichtet und sagte kein Wort. Neben mir saß Jasper steif, die Hände so fest auf den Knien, dass seine Knöchel weiß geworden waren. Sein Duft füllte das Auto – Zeder und etwas Scharfes darunter, als wäre sein Wolf noch immer zu eng aufgezogen.Ich griff hoch und berührte die Seite meines Halses. Die Markierung, die Zarek hinterlassen hatte, war noch heiß, pulsierte unter meinen Fingern und schickte kleine Funken in meine Brust. So nah bei Jasper zu sitzen machte es nur schlimmer. Die Luft zwischen uns fühlte sich geladen an.„Wir fahren noch nicht zurück zum Anwesen“, sagte Jasper. Er sah mich nicht an. Sein Kiefer war verspannt.Ich drehte mich zu ihm. „Jasper… Zarek ist—“„Zarek kümmert sich um Vance Manor“, schn
Last Updated: 2026-09-25
Chapter: Kapitel 39ZarekDas Kenti-Anwesen war auf der Art von Geld gebaut, die nicht nur Land kaufte – sie kaufte Stille. Doch als ich durch die schweren Eisentore des Vance-Manors im Hudson Valley fuhr, war Stille das Letzte, was auf mich wartete.Im Gegensatz zum schlanken Glas und Stahl von Kenti Holdings war die Vance-Residenz eine kalte Granitfestung, umgeben von uralten Eichen. Die Luft hier roch immer nach feuchter Erde, zerdrückten Kiefern und dem schweren Hochmut reinrassiger Alpha-Abstammung. Jeder Instinkt meines Wolfes sagte mir, umzukehren und dorthin zurückzugehen, wo Kelvin war. Die Markierung an meinem Handgelenk spürte bereits die Entfernung, ein niedriges, beharrliches Ache, das mich daran erinnerte, wie instabil der Bund seit der gescheiterten Ablehnung geworden war. Doch die Lügen und die falschen Versprechen mussten heute enden.Ich trat in die große Diele und streifte meinen Mantel ab. Ein Mitglied des Hauspersonals bewegte sich, um ihn entgegenzunehmen; ich ignorierte die Geste u
Last Updated: 2026-09-23
Chapter: Kapitel 38KelvinMein ganzer Körper wurde taub, als ich auf den Bildschirm starrte.Die Schlagzeile brannte sich in meine Augen. Das Video-Vorschaubild zeigte den genauen Moment im Kenti-Haus – Zarek und Jasper auf den Knien, meine Markierungen leuchtend, die Macht, die ich damals noch nicht verstanden hatte, klar im Bild. Und darüber Ginger’s Name.„Diese verdammte Schlampe.“ Jaspers Stimme kam von hinter mir, tief und giftig. Sein Atem streifte die Seite meines Halses, während er über meine Schulter blickte.Zareks Hände ballten sich zu Fäusten an den Seiten. „Sie war bereits wütend. Ich habe sie mitten in der Zeremonie verlassen. Als ich mich bewegte, lief der Wein in ihrer Hand die Vorderseite ihres Kleides hinunter. Sie muss entschieden haben, dass das der beste Weg war, zurückzuschlagen.“Mein Herz schlug heftig gegen meine Rippen. Meine Finger umschlossen das Telefon so fest, dass die Kanten sich in meine Handfläche gruben.„Warum hast du das getan?“ Ich drehte mich vollständig zu ihm um
Last Updated: 2026-09-21
Chapter: Kapitel 37Kelvin Ich hatte in meinem gesamten Leben noch nie diese Art von Macht gespürt. Ich hatte nicht einmal davon geträumt. Und doch stand ich hier, über zwei Alphas, die soeben alles genommen hatten, was ich ihnen gegeben hatte, ihre Körper noch gezeichnet von dem, was ich getan hatte. Jasper stieß ein gebrochenes Lachen aus – halb Ungläubigkeit, halb übrig gebliebene Lust. „Das war… verrückt.“ Zarek taumelte auf die Beine, die Brust hob und senkte sich heftig, die Augen noch immer dunkel. „Und wovon zum Teufel hast du da geredet, Jasper? Welche Prophezeiung?“ Mein Herz schlug einmal hart gegen meine Rippen, doch diesmal war es nicht aus Angst. Die Macht, die durch meine Adern strömte, ließ dafür keinen Raum. Ich ging in die Mitte des unfertigen Raums, wo meine Hose noch nutzlos auf einem Haufen lag, und zog sie ohne Eile an. „Es gab eine Prophezeiung“, sagte ich. „Oder zumindest dachten wir, es sei nur eine alte Geschichte. Ein Omega, der von zwei Alphas markiert wird, wird zum
Last Updated: 2026-09-18
Chapter: Kapitel 36ZarekDie Macht rollte noch immer in Wellen von Kelvin ab.Staub hing in der Luft des unfertigen Gebäudes. Mein Wolf, sonst unruhig und dominant, blieb unter der Kraft dessen, was gerade in ihm erwacht war, tief und still. Jasper stand auf Kelvins anderer Seite, ebenso regungslos. Die Worte, die er vor wenigen Augenblicken gesprochen hatte, hallten noch in meinem Kopf wider.Fuck… die Prophezeiung war wahr.Welche Prophezeiung?Ich hatte keine Ahnung, was Jasper meinte. Es hatte keine Zeit gegeben zu fragen. Das Rot in Kelvins Augen hielt jeden Gedanken an seinem Platz fest.Kelvin hob langsam den Kopf. Diese Augen wanderten von mir zu Jasper und wieder zurück. Als er sprach, war seine Stimme gleichmäßig, tief und völlig anders als die des zögerlichen Omegas, den wir beide gekannt hatten.„Von jetzt an“, sagte er, „bin ich niemandes Omega mehr.“Die Worte landeten wie ein Anspruch.„Wenn ich rufe“, fuhr er fort, „antwortet ihr. Beide. Versteht ihr?“Mein Kehlkopf arbeitete. Die Bindun
Last Updated: 2026-09-15
Chapter: Kapitel 35JasperIch war noch nie in meinem ganzen Leben so verängstigt gewesen.Ich stand in der hintersten Ecke von Zareks Verlobungszeremonie, halb hinter einer Säule verborgen, und sah zu, wie Kelvin den Saal mit einem leeren Tablett verließ, um mehr Champagner zu holen. Die Lichter, das Lachen, die sorgfältigen politischen Lächeln – all das fühlte sich entfernt an, in dem Moment, als er durch die Servicetüren verschwand. Ein paar Minuten später kam Amy angerannt, das Gesicht blass, die Stimme gebrochen, als sie sich durch die Menge drängte und uns sagte, dass er entführt worden war. Mein Herz schlug so heftig gegen meine Rippen, dass ich es in der Kehle spürte. Mein Wolf geriet in absolute Wut, lief auf und ab und knurrte in meinem Schädel.Geh und rette ihn, knurrte er. Sofort.Bevor ich zweimal nachdenken konnte, rannte ich bereits zur Garage. Zarek war schon vor mir da, die Augen dunkel, die Haltung starr vor derselben Panik, die ich spürte. Ich zögerte nicht. Ich stieg in sein Auto, oh
Last Updated: 2026-09-14