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Liana Evadne
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Novels by Liana Evadne

Dein Onkel will mich – und du plötzlich auch?

Dein Onkel will mich – und du plötzlich auch?

Fünf Jahre lang stellte Evelyn ihre Ehe über alles. Sie stand an Julians Seite, als er noch nichts besaß, gab für ihn ihr früheres Leben auf und glaubte fest daran, dass ihre Liebe jedes Opfer wert war. Doch an ihrem fünften Hochzeitstag wartet sie allein vor einer unberührten Torte, während ihr Mann den Abend mit seiner schönen Sekretärin verbringt. Als Julian diese Frau auch noch mit nach Hause bringt, beginnt Evelyn zum ersten Mal zu hinterfragen, was von ihrer Ehe überhaupt noch übrig ist. Genau in diesem Moment tritt Adrian Walker in ihr Leben: Julians mächtiger, unnahbarer Onkel. Er kennt Evelyns Vergangenheit, ihre wahre Herkunft und Geheimnisse, von denen nicht einmal ihr Ehemann weiß. Und er macht ihr ein Angebot, das sie niemals annehmen dürfte. Eine Ehe auf dem Papier. Eine Verbindung zum gegenseitigen Vorteil. Ohne Gefühle, ohne Erwartungen. Doch Adrian scheint bereits zu wissen, dass Evelyns bisheriges Leben kurz davorsteht, auseinanderzubrechen. Und je mehr Julian sie von sich stößt, desto gefährlicher wird die Versuchung, ausgerechnet bei seinem Onkel noch einmal von vorn anzufangen.
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Chapter: Chapter 7: Nicht einmal zwei Tage
Julians Kopf schnellte zur Tür. Seine Augen weiteten sich, zuerst vor Schock, dann vor etwas, das Panik sein konnte. Er riss sich so abrupt von Vanessa los, dass sie nach vorn stolperte und sich am Rand des Schreibtisches abfangen musste. „Evelyn.“ Ihr Name fiel von seinen Lippen wie eine Frage. Als wäre er sich nicht sicher, ob sie wirklich da war. Sie stand im Türrahmen, wie erstarrt. Die Hände hingen leer an den Seiten. Der Duft seines Aftershaves vermischte sich mit Vanessas Parfüm, mit dem Schweiß dessen, was sie gerade gesehen hatte, und mit dem Geruch seines Lieblingsessens, das jetzt über den Boden verstreut lag. „Evelyn–“ Julian riss die Hose hoch, fummelte am Reißverschluss. Das Hemd hing aus der Hose, war zerknittert und halb aufgeknöpft. Die Haare standen ihm in alle Richtungen. „Lass mich erklären.“ Evelyn sagte nichts. Sie starrte ihn nur an, das Gesicht ausdruckslos, die Augen trocken. Sie hatte Tränen erwartet. Sie hatte erwartet zu schreien, zu weinen, zusammenz
Last Updated: 2026-08-01
Chapter: Kapitel 6: Der Besuch
Evelyn fuhr schweigend nach Hause. Ihre Hände zitterten am Lenkrad. Nicht vor Angst. Vor Wut. Was bildete sich dieser Mann eigentlich ein? Adrian Walker. Julians Onkel. Er glaubte, er könnte einfach in ihr Leben treten und ihr erklären, dass ihre Ehe vorbei sei. Er glaubte, er kenne sie. Er glaubte, er kenne Julian. Er wusste überhaupt nichts. Sie parkte vor ihrem Wohnhaus. Einen Moment saß sie noch da und blickte zu den Fenstern hinauf. Ihr Zuhause. Ihr Leben. Das Leben, das sie mit Julian aus dem Nichts aufgebaut hatte. Das würde sie sich von niemandem zerstören lassen. Nicht von Adrian Walker. Von niemandem. Sie stieg aus, ging die Treppe hoch und öffnete die Wohnungstür. Stille. Zu viel Stille. Julian war ohnehin fast nie zu Hause. Immer im Büro. Immer bei der Arbeit. Immer zu beschäftigt für sie. Aber das bedeutete nicht, dass er sie nicht liebte. Das bedeutete nicht, dass ihre Ehe vorbei war. Er musste sich nur erinnern. Daran, wer sie war. Daran, was sie hatten. Dara
Last Updated: 2026-08-01
Chapter: Kapitel 5: Das Angebot
Evelyn saß noch immer in Herr Bensons Büro.Die Visitenkarte lag vor ihr auf dem Schreibtisch.Adrian Walker. Julians Onkel.Der Name kam ihr vor wie eine Warnung, deren Bedeutung sie noch nicht verstand. Sie nahm die Karte in die Hand und drehte sie um. Die Rückseite war leer. Dort stand nichts außer seinem Namen.Herr Benson beobachtete sie besorgt.„Miss Evelyn, geht es Ihnen gut? Sie sind ganz blass geworden.“Sie schüttelte den Kopf.„Mir geht es gut. Ich …“Evelyn brach ab. Sie wusste selbst nicht, wie sie den Satz beenden sollte.Schließlich stand sie auf und steckte die Visitenkarte in ihre Handtasche.„Danke für alles, Herr Benson.“Er lächelte sie warm an.„Immer, Miss Evelyn. Immer.“Evelyn verließ das Juwelierhaus. Draußen erschien ihr das Sonnenlicht viel zu grell. Sie kniff die Augen zusammen und ging zu ihrem Auto. Ihre Hand hatte den Türgriff beinahe erreicht, als ihr Handy klingelte.Unbekannte Nummer.Sie wollte den Anruf bereits wegdrücken, doch etwas hielt sie davon
Last Updated: 2026-07-25
Chapter: Kapitel 4: Die Kette
Evelyn konnte nicht aufhören, an den Anruf zu denken.Sie saß noch immer auf dem Sofa und hielt das Handy in der Hand. Herr Bensons Worte gingen ihr nicht aus dem Kopf.„Es geht um einen Mann, der weiß, dass die Halskette Ihnen gehört.“Wer war dieser Mann? Wie hatte er von der Kette erfahren? Und woher wusste er, dass sie Evelyn gehörte?Sie starrte auf die gegenüberliegende Wand. Im Haus war es vollkommen still. Julian war fort, Vanessa ebenfalls. Evelyn war allein mit ihren Gedanken.Schließlich stand sie auf, ging nach oben und öffnete ihren Kleiderschrank. Lange betrachtete sie die Kleidungsstücke vor sich.Seit fünf Jahren war sie nicht mehr im Juwelierhaus gewesen. Fünf Jahre lang hatte sie diesen Teil ihres Lebens verdrängt.Sie entschied sich für ein schlichtes blaues Kleid, bequem und unauffällig, und zog sich rasch um. Auf Make-up und Schmuck verzichtete sie.Unten nahm sie ihre Schlüssel. An der Haustür blieb sie noch einmal stehen und blickte zurück. Der leere Esstisch, d
Last Updated: 2026-07-25
Chapter: Kapitel 3: Fünf Jahre
Evelyn wachte auf, noch bevor die Sonne aufging. Ihre Augen öffneten sich wie von selbst. 5:47 Uhr. Ihr Körper kannte diese Uhrzeit inzwischen besser als sie selbst. Seit fünf Jahren stand sie jeden Morgen früh auf, um Julian Frühstück zu machen. Heute musste sie das nicht. Dieser Gedanke kam ihr zum ersten Mal. Sie blieb liegen und starrte an die Decke. Neben ihr atmete Julian ruhig und gleichmäßig. Er schlief so friedlich, als hätte er nicht am Abend zuvor, an ihrem Hochzeitstag, eine andere Frau mit nach Hause gebracht. Evelyn wollte nicht länger neben ihm liegen. Leise stand sie auf und verließ das Schlafzimmer. Der Boden war kalt unter ihren bloßen Füßen, als sie die Treppe hinunterging. Ihre Schritte hallten durch den stillen Flur. In der Küche öffnete sie den Kühlschrank. Ohne darüber nachzudenken, nahm sie Eier, Brot und Butter heraus und legte alles auf die Arbeitsfläche. Erst als die Pfanne bereits auf dem Herd stand, hielt sie inne. Warum machte sie überhaupt Frühs
Last Updated: 2026-07-25
Chapter: Kapitel 2: Alles Gute zum Jahrestag … für mich
Die automatischen Türen glitten hinter ihnen zu.Evelyn blieb allein in der Mitte des Wartezimmers stehen.Sie hörte nichts mehr um sich herum.Nur ein einziges Wort hallte immer wieder in ihrem Kopf wider.„Donnerstag?“Er hatte es vergessen.Fünf Jahre Ehe. Fünf Jahrestage. Fünf Jahre, in denen sie jeden wichtigen Moment ihres Lebens gemeinsam gefeiert hatten.Und heute Abend wusste er nicht einmal, welcher Tag heute war.Langsam senkte Evelyn den Blick auf ihre Hand.Die Brandverletzung auf ihrer Handfläche war noch immer rot und geschwollen.Sie brannte noch immer.Er hatte es nicht einmal bemerkt.Evelyn verließ das Krankenhaus.Die kalte Nachtluft strich über ihr Gesicht, doch sie spürte kaum etwas.Sie stieg in ihr Auto und legte beide Hände auf das Lenkrad.Einen langen Moment lang blieb sie einfach nur sitzen.Sie weinte nicht.Sie war zu erschöpft, um noch Tränen zu vergießen.Schließlich startete sie den Motor und fuhr nach Hause.Als sie die Haustür öffnete, lag das Haus v
Last Updated: 2026-07-25
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