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Liana Evadne
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Novels by Liana Evadne

Dein Onkel will mich – und du plötzlich auch?

Dein Onkel will mich – und du plötzlich auch?

Fünf Jahre lang stellte Evelyn ihre Ehe über alles. Sie stand an Julians Seite, als er noch nichts besaß, gab für ihn ihr früheres Leben auf und glaubte fest daran, dass ihre Liebe jedes Opfer wert war. Doch an ihrem fünften Hochzeitstag wartet sie allein vor einer unberührten Torte, während ihr Mann den Abend mit seiner schönen Sekretärin verbringt. Als Julian diese Frau auch noch mit nach Hause bringt, beginnt Evelyn zum ersten Mal zu hinterfragen, was von ihrer Ehe überhaupt noch übrig ist. Genau in diesem Moment tritt Adrian Walker in ihr Leben: Julians mächtiger, unnahbarer Onkel. Er kennt Evelyns Vergangenheit, ihre wahre Herkunft und Geheimnisse, von denen nicht einmal ihr Ehemann weiß. Und er macht ihr ein Angebot, das sie niemals annehmen dürfte. Eine Ehe auf dem Papier. Eine Verbindung zum gegenseitigen Vorteil. Ohne Gefühle, ohne Erwartungen. Doch Adrian scheint bereits zu wissen, dass Evelyns bisheriges Leben kurz davorsteht, auseinanderzubrechen. Und je mehr Julian sie von sich stößt, desto gefährlicher wird die Versuchung, ausgerechnet bei seinem Onkel noch einmal von vorn anzufangen.
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Chapter: Kapitel 135: Der Einbruch
Clara bewegte sich, bevor sie sich selbst denken ließ.Sie durchquerte das Schlafzimmer in drei Schritten, packte Mias Handgelenk und zerrte sie vom Bett. Der Boden war kalt unter ihren nackten Füßen. Mia öffnete den Mund, um etwas zu sagen, und Clara presste eine Hand dagegen, schüttelte einmal scharf den Kopf.Leise.Mias Augen wurden riesig im Dunkeln. Sie nickte.Das Bad war der einzige Raum im Haus mit einem Schloss, das den Namen verdiente. Clara steuerte sie über den Flur, eine Hand an der Wand, die andere um den Arm ihrer Tochter geklammert. Ein Dielenbrett ächzte unter ihrer Ferse, und beide erstarrten. Irgendwo draußen verschob sich Kies.Sie schlüpften hinein. Clara drückte die Tür leise zu, drehte das Schloss und zog den kleinen Weidenkorb über die Fliesen und keilte ihn gegen den Griff. Er würde niemanden aufhalten. Er ließ sie sich trotzdem besser fühlen.„Steig in die Wanne“, flüsterte sie.„Was?“„Tief. Weg von der Tür. Los.“Mia kletterte hinein und kauerte sich an da
Last Updated: 2026-10-29
Chapter: Kapitel 134: Die Drohung
Die Tage, die folgten, waren still auf eine Weise, die sich fast grausam anfühlte.Keine Anwälte riefen an. Keine Reporter lagerten vor dem Tor. Die Wachen hielten ihre Posten, und das Haus fand einen Rhythmus, den Clara seit Monaten nicht mehr gekannt hatte: Toast am Morgen, das gedämpfte Murmeln des Fernsehers am Abend, Mias Schlafzimmertür ein paar Zentimeter offen statt zugeschlagen. Für jeden, der von der Straße zusah, hätte es nach Frieden aussehen können.Clara wusste es besser. Sie trug die Nachricht in der Tasche wie einen Stein.Am ersten Morgen hatte Mia gefragt, von wem die SMS war, und Clara hatte gesagt: „Falsche Nummer.“ Mia hatte sie einen langen Moment angesehen und nichts gesagt. Danach ließ Clara das Handy mit dem Display nach unten auf jedem Tisch liegen. Sie überprüfte es im Bad, unter der Decke, am Herd. Sie zählte die Tage in ihrem Kopf, so wie sie früher das Geld in ihrer Handtasche gezählt hatte.Zehn Millionen Dollar. Es hätte genauso gut zehn Milliarden sein
Last Updated: 2026-10-29
Chapter: Kapitel 133: Du bist frei
Der Himmel wurde grau, als das Auto vor dem Haus anhielt.Clara saß einen langen Moment auf dem Rücksitz, die Hände im Schoß. Eine Aussage war aufgenommen, ein Formular unterschrieben worden, und irgendwann in den letzten vier Stunden hatte jemand ihr einen Pappbecher Kaffee in die Hand gedrückt, den sie nie angerührt hatte. Sie trug dasselbe Kleid. Ihr Handgelenk war zu einem Ring wütenden Lilas angeschwollen. Sie zog den Ärmel darüber und öffnete die Tür.Der Wachmann am Tor nickte ihr zu. Er sagte nichts. Er musste es nicht.Sie hatte die Veranda noch nicht erreicht, als die Haustür aufflog.Mia stand im Türrahmen in der Kleidung von gestern, die Haare ein wirres Durcheinander, eine Socke fehlte. Ihre Augen waren gerötet und riesig. Sie hatte offensichtlich überhaupt nicht geschlafen.„Es ist 5:42“, sagte sie.Clara blinzelte. „Was?“Sie blieb stehen. Ihr Kinn zitterte einmal, heftig.„Ich bin da“, sagte Clara leise.„Das sehe ich.“„Mir geht’s gut.“„Du siehst nicht gut aus. Du si
Last Updated: 2026-10-29
Chapter: Kapitel 132: Das Geständnis
Auf der anderen Straßenseite, hinter der Wäscherei, roch der Van nach verbranntem Kaffee und Waffenöl.Davis saß mit einem Klemmbrett auf dem Knie und einem Stift in der Hand. Cole saß neben ihm, die Stiefel auf dem Armaturenbrett und eine Tüte Chips auf dem Bauch balanciert, und beobachtete, wie die Audiopegel in sauberen grünen Balken sprangen.Ein Knarren kam aus den Lautsprechern. Dann noch eines. Dann ein Geräusch, das eindeutig kein Gespräch war.„Pegel sind gut“, sagte Cole und kaute.„Markieren.“„Markiere.“ Cole griff zum Stift. „Zwölf Uhr einundvierzig. Audioqualität bestätigt.“„Spezifizieren.“„Stark.“Davis schrieb es auf. „Hält die Wanze?“„Keine Bewegung. Kein Kratzen. Er hat nichts bemerkt.“ Cole schüttelte die Tüte und hielt sie Davis hin. „Chip?“„Nein.“Sie saßen im Schein des Laptops. Die Geräusche gingen weiter. Draußen rumpelte ein Lastwagen die Autobahn hinunter und war weg.„Hast du schon mal einen Job wie diesen gemacht?“, fragte Cole mit vollem Mund.„Einmal.
Last Updated: 2026-10-28
Chapter: Kapitel 131: Die Lüge
„Ich liebe es“, sagte sie. Ihre Stimme war ruhig, von jeder Emotion befreit, flach wie ein Tongenerator. „Genau das, was ich gebraucht habe. Bitte mach weiter, hör nicht auf, ich brauche es so sehr.“ Clara spuckte Lügen aus, nur um genau das zu bekommen, was sie wollte. Sie würde Julian zu Fall bringen, damit sie und ihre Tochter aus Adrians Griff verschont blieben.Julian entblößte die Zähne, eine Grimasse des Triumphs, die eher wie ein Knurren aussah. „Lügnerin. Aber es ist mir egal.“Er ließ nicht nach. Er gab jede Vortäuschung von Rhythmus oder Geschick auf, angetrieben jetzt von einem verzweifelten, alkoholisierten Bedürfnis, die eigenen Versagen durch den Akt der Besitzergreifung auszulöschen. Er rammte in sie, ein unerbittliches, hammermäßiges Tempo, das ihren Körper wie ein stumpfes Werkzeug benutzte. Das Kopfteil knallte mit einer Gewalt gegen die Wand, die das Zimmer erschütterte, ein rhythmisches Pochen, das sicher durch das dünne Sperrholz ins Nachbarzimmer drang, falls üb
Last Updated: 2026-10-28
Chapter: Kapitel 130: Die Unterwerfung
Er streckte die Beine aus, streifte Jeans und Boxershorts in einer ungeschickten, aggressiven Bewegung bis zu den Knöcheln hinunter und kickte sie dann vom Bettrand. Er stand nicht auf, um sich auszuziehen; er streckte sich einfach nackt und blass zurück, sein Körper eine Landkarte aus schlechtem Leben und Exzess.„Komm her“, sagte er.Clara bewegte sich. Sie kletterte auf die Matratze, die Federn schrien unter ihren Knien, und kroch über ihn. Das Zimmer fühlte sich plötzlich kleiner an, die Wände drückten, die Luft war schwer genug zum Ertrinken.„Mach weiter“, knurrte Julian, die Hände griffen nach ihrer Taille, die Finger bohrten sich mit besitzergreifender Kraft in ihre Haut. „Du brauchst mich, also mach es lohnenswert.“Clara sagte nichts. Sie schwang ein Bein über seine Hüften und ritt ihn. Die Position gab ihr die Illusion von Kontrolle, einen höheren Blickwinkel, aber sie wussten beide, wer hier die Macht hatte. Er war wieder hart, das Fleisch drückte gegen ihre innere Obersch
Last Updated: 2026-10-28
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