
DER VERLETZTE ERBE DES MILLIARDÄRS
Sebastian Willow hat alles, was sich ein Mann nur wünschen kann. Geld, Macht, eine Zukunft, die ihm auf dem Silbertablett serviert wird. Als einziger Erbe des Imperiums seines Vaters war sein Leben schon immer eine Frage des „Wann“, nicht des „Ob“.
Bis ein verheerender Autounfall alles auf den Kopf stellt.
Wie durch ein Wunder überlebt Sebastian. Seine Beine sind jedoch eine andere Geschichte. Was als schmerzhafte Genesung beginnt, wird bald zum Albtraum, da sich sein Zustand trotz jeder Behandlung, jedes Arzttermins und jedes verzweifelten Versuchs, sein früheres Leben zurückzugewinnen, weiter verschlechtert.
Nun von der Hüfte abwärts gelähmt, verbittert und davon überzeugt, dass die Welt ihn zu ihrem persönlichen Feind erklärt hat, ist Sebastian zu einem Mann geworden, mit dem niemand etwas zu tun haben will.
Dann tritt Atlas auf den Plan.
Klug, stur und ärgerlich fröhlich – so ist Atlas, der als Privatpfleger für den Milliardärserben abgestellt wurde. Er hat ein Talent dafür, selbst an den dunkelsten Orten noch einen Silberstreif am Horizont zu finden, ein Lächeln, das jeden im Raum entwaffnen könnte, und absolut keine Absicht, Sebastians spektakulär unangenehme Art zu tolerieren.
Ihre Vereinbarung sollte einfach sein. Sebastian stellt Forderungen. Atlas macht seinen Job. Sie ertragen sich gegenseitig, bis der Vertrag ausläuft.
Nur hat Atlas die gefährliche Angewohnheit, Sebastian unter die Haut zu gehen, und Sebastian hat die noch gefährlichere Angewohnheit, ihn genau dort haben zu wollen.
Zwischen scharfen Wortgefechten, verstohlenen Blicken und einer Spannung, mit der keiner der beiden etwas anzufangen weiß, beginnt etwas zu erblühen, womit keiner von beiden gerechnet hat. Zum ersten Mal seit Monaten merkt Sebastian, dass er sich mehr wünscht als nur einen weiteren Arzttermin oder eine weitere Gelegenheit zum Spazierengehen.
Doch Hoffnung ist eine zerbrechliche Sache, und jemand ist fest entschlossen, Sebastian genau dort zu halten, wo er ist.
Leer
Chapter: Eine Woche oder ein Monat.Aus der Sicht von AtlasHätte mir vor einer Woche jemand gesagt, dass ich in einer Villa stehen würde, die aussah, als wäre sie aus den schottischen Highlands gestohlen und mitten in die moderne Zivilisation versetzt worden, hätte ich ihm ins Gesicht gelacht. Die Willow-Residenz war auf beeindruckende Weise lächerlich, mit hoch aufragenden Steinmauern, geschwungenen Treppen, polierten Marmorböden und riesigen Fenstern, durch die das Nachmittagslicht über die teuren Einrichtungsgegenstände strömte. An den Wänden hingen antike Gemälde, von Decken, die hoch genug waren, um ein kleines Flugzeug unterzubringen, hingen Kronleuchter herab, und es gab so viele goldene Akzente, dass ich mich fragte, ob die Familie jemals etwas von Zurückhaltung gehört hatte.Ich hatte kaum ein paar Schritte in die Eingangshalle gesetzt, als das ältere Ehepaar, das ich im Krankenhaus kennengelernt hatte, auf mich zukam. Sebastians Mutter lächelte herzlich, während sein Vater die ruhige Selbstsicherheit eines Ma
Última actualización: 2026-10-26
Chapter: Ein verrückter PatientAus der Sicht von AtlasDer Umzug in einen neuen Bundesstaat klang aufregend, bis ich mir die Namen aller merken, herausfinden musste, welche Flure wohin führten, und so tun musste, als würde ich mich nicht noch immer an das lächerlich komplizierte Ablagesystem des Krankenhauses gewöhnen. Zum Glück war meine Unterkunft geregelt, und ich hatte mich so gut in meinen neuen Alltag eingelebt, dass mir niemand vorwerfen konnte, inkompetent zu sein. Außerdem hatte ich mir über Jahre hinweg einen guten Ruf aufgebaut, und ich hatte nicht vor, ihn durch einen neuen Arbeitsplatz ruinieren zu lassen.„Ich sag dir, Atlas, du hast dir einen interessanten Zeitpunkt ausgesucht, um zu uns zu kommen“, sagte Sam und lehnte sich grinsend gegen den Schwesternposten. „Du bist kaum eine Woche hier, und die Leute reden schon über dich, als wärst du vom Himmel herabgestiegen, um dieses Krankenhaus zu retten.“Ich lachte und schüttelte den Kopf, während ich die Krankenakte eines Patienten zu Ende durchging. „B
Última actualización: 2026-10-26
Chapter: nur vorübergehend.Sebastians Perspektive„Sebastian“, sagte sie und faltete die Hände vor sich.„Hallo, Mama“, antwortete ich freundlich und zog die Decke über meine Beine. „Freut mich auch, dich zu sehen. Ein herrlicher Morgen, nicht wahr?“„Sebastian“, wiederholte sie, diesmal mit schärferer Stimme. „Ich kann das so nicht weiter mit dir machen“, sagte sie und ballte die Finger zu Fäusten. „Du bist kein Teenager mehr, und ich werde nicht jeden Morgen hier stehen, während du die Menschen beschimpfst, die versuchen, sich um dich zu kümmern.“„Du hast recht“, antwortete ich und zwang mir ein Lächeln ab, das sich selbst auf meinem eigenen Gesicht unangenehm anfühlte. „Ich bin kein Teenager. Ich bin ein behindertes, übergroßes Mann-Baby, das jemanden braucht, der ihm den Hintern abwischt, ihn anzieht und ihn daran erinnert, sein Gemüse zu essen. Es tut mir leid, dass ich meinen Platz vergessen habe.“„Wage es ja nicht, so über dich selbst zu sprechen“, sagte sie, wobei ihre Stimme leicht zitterte.„Warum n
Última actualización: 2026-10-26
Chapter: Hier kommt die Wut.Sebastians PerspektiveZwei Wochen waren seit meinem letzten spektakulären Zusammenbruch vergangen, und irgendwie hatte meine neue Pflegerin entgegen aller vernünftigen Erwartungen vier ganze Tage in meinen Diensten überstanden.Henrietta war um die sechzig, hatte silbernes Haar, das ordentlich am Hinterkopf festgesteckt war, eine winzige Brille auf der Nase und einen permanenten besorgten Gesichtsausdruck, der mich dazu brachte, Verbrechen begehen zu wollen. Sie bewegte sich langsam, sprach leise und hatte die nervige Angewohnheit, mich so anzusehen, als wäre ich ein verwundetes Tier, das sie am Straßenrand gerettet hatte. Ich hatte keine Ahnung, wie sie es so lange ausgehalten hatte, aber ich vermutete, dass die Frau entweder taub gegenüber Beleidigungen war oder diese heimlich für ihre Memoiren sammelte.Leider wachte ich an diesem Morgen auf und stellte fest, dass sie es sich so bequem gemacht hatte, dass sie angefangen hatte, mit meinem Frühstück zu experimentieren.„Was soll das
Última actualización: 2026-10-26
Chapter: Der gebrochene ErbeSebastians PerspektiveDer Lkw kam direkt auf mich zu.Ich kniff die Augen zusammen und umklammerte das Lenkrad fester, während ich versuchte, ihm auszuweichen. Die Straße vor mir war frei, der morgendliche Verkehr relativ gering, und es gab absolut keinen Grund, warum ein Lkw auf der falschen Seite dieser verdammten Straße fahren sollte. Ich drehte das Lenkrad noch heftiger, doch es bewegte sich kaum, als hätte etwas es blockiert.„Scheiße!“, fauchte ich und warf mein ganzes Gewicht gegen das Lenkrad. „Wage es ja nicht, mir das jetzt anzutun.“Ich versuchte es erneut und drehte es mit beiden Händen, doch das verdammte Ding rührte sich nicht von der Stelle. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, als der Lkw näher kam und mich seine Scheinwerfer durch die Windschutzscheibe blendeten. Ich trat mit voller Wucht auf die Bremse, in der Erwartung, dass das Auto langsamer werden würde, aber nichts geschah.„Was zum Teufel?“, schrie ich und trat wie wild auf die Bremse. „Komm schon, du nutzlo
Última actualización: 2026-10-26