DIE PRINZESSIN REGIERT JETZT: VERBEUG DICH, JULIAN!
Nach fünf Jahren voller erfolgloser Versuche, schwanger zu werden, erwartet Elena endlich ein Kind. Doch statt sich über diese Nachricht freuen zu können, muss sie feststellen, dass ihr Ehemann einer anderen Frau genau die Aufmerksamkeit, Loyalität und Zuneigung schenkt, um die sie selbst jahrelang vergeblich gebettelt hat.
Entschlossen, ihre Ehe hinter sich zu lassen, trifft Elena eine Entscheidung, die alles verändert: Sie entscheidet sich für ihr ungeborenes Kind.
Doch als eine königliche Armee erscheint, um sie nach Hause zu bringen, erfährt Elena, dass sie keineswegs die gewöhnliche Frau ist, für die sie sich immer gehalten hat. Sie ist die verschollene älteste Prinzessin der ältesten königlichen Werwolf-Blutlinie Nordamerikas, und ihr Bruder hat sieben Jahre lang nach ihr gesucht.
Julian glaubte, eine Ehefrau zu haben, die er für selbstverständlich nehmen konnte.
Er ahnte nicht, dass er eine Prinzessin geheiratet hatte.
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Chapter: KAPITEL 5. DIE ENTHÜLLUNGELENAStille legte sich über den Innenhof, als das letzte Wort der Verkündung verklang. Einen langen Moment lang war nur noch der Wind zu hören, der durch die purpurroten Banner über unseren Köpfen strich.Dann begannen die Geflüster, die sich von einem Rudelmitglied zum nächsten verbreiteten, während sich die Menschen mit derselben verwirrten Frage in den Gesichtern einander zuwandten. Ich hörte meinen Namen in einem Tonfall aussprechen, den ich zuvor noch nie gehört hatte, irgendwo zwischen Unglauben und einem allmählich aufkommenden, unangenehmen Verständnis. Menschen, die sieben Jahre lang jeden Tag an mir vorbeigegangen waren, starrten mich an, als wäre ich jemand, dem sie noch nie begegnet waren.Ich beobachtete sie ohne Zorn und ohne den Wunsch, bewundert zu werden, denn irgendwo zwischen dem Geräusch der sich öffnenden Tore und dem Moment, in dem mein Bruder meinen Namen ausgesprochen hatte, war ihre Meinung über mich bedeutungslos geworden. Was auch immer sie jetzt von mir hi
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Chapter: KAPITEL 4. DIE KÖNIGLICHE ANKUNFTELENAMein Handy war noch warm in meiner Hand, als die Verbindung abbrach.Julian hatte sich nicht verabschiedet. Er hatte überhaupt nichts gesagt, das es wert gewesen wäre, in Erinnerung zu bleiben. Ich stand einfach nur da, lauschte der Stille und wartete darauf, dass Schuldgefühle aufkamen, Zweifel mich überfielen oder der alte Reflex einsetzte, ihn zurückzurufen und meine Worte abzumildern.Nichts davon geschah. Ich legte das Handy mit dem Display nach unten auf den Tisch und ließ es dort liegen.Drei Tage. So lange musste ich noch durchhalten.Ich zählte sie wie Treppenstufen. Morgen, dann Nacht. Morgen, dann Nacht. Ich schrubbte Böden, die mir längst egal waren, und beantwortete Fragen, auf die ich niemandem mehr eine Antwort schuldete. Als die Luna des Rudels mich auf dem Flur keines Blickes würdigte, ließ ich sie gewähren.Am dritten Morgen begann der Boden zu vibrieren.Ich überquerte gerade den Innenhof und balancierte eine Kiste mit Geschirr auf meiner Hüfte, als ich das Ge
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Chapter: KAPITEL 3. TSCHÜSS, HERR JULIAN!ELENA„Frau Hale?“Der Name drang wie aus weiter Ferne zu mir.„Frau Hale.“ Eine Hand berührte meinen Ellbogen. Die Ärztin stand neben mir und hielt eine Mappe an ihre Brust gedrückt. „Sie sind ganz blass geworden. Möchten Sie sich kurz hinsetzen?“„Mir geht es gut.“ Das Handy lag noch immer in meiner Hand, das Foto leuchtete auf dem Bildschirm. Ich drehte das Display gegen meine Hüfte. „Wirklich.“„Dann soll ich, bevor Sie gehen, Ihren ersten Termin zur Schwangerschaftsvorsorge für nächste Woche vereinbaren?“Frau Hale. Fünf Jahre lang hatte ich auf diesen Namen reagiert, ohne darüber nachzudenken. Jetzt lag er auf mir wie ein Mantel, der für jemand anderen geschneidert worden war.„Donnerstag“, sagte ich. „Falls Sie einen Termin frei haben.“„Um zehn Uhr?“„Zehn Uhr passt.“Sie schrieb es auf und lächelte. Eine kleine, unscheinbare Freundlichkeit. Als sie davonging, wurde mir bewusst, dass ich gerade etwas für eine Woche geplant hatte, in der Julian keine Rolle spielte. Es kostete m
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Chapter: KAPITEL 2. DIE JAGD BEGINNTELENADie Kälte der Nachricht durchfuhr mich wie eine Klinge. Tief in meiner Kehle stieg ein Knurren auf, das nicht von mir stammte. Meine Wölfin war erwacht, ihr Nackenfell aufgestellt, und jeder ihrer Instinkte drängte sie zur Tür.Ich las die Nachricht erneut und presste meinen Daumen so fest gegen das Display, dass der Bildschirm flackerte. Ich wählte die Nummer. Nicht erreichbar. Ich versuchte es noch einmal. Nichts.Ich setzte mich auf die Sofakante und zwang mich zu atmen. Die Absage wäre so einfach gewesen. Ein einziger Fingertipp, und ich hätte im Dunkeln sitzen und auf das warten können, was auch immer auf mich zukam.Doch ich hatte jahrelang mein Leben nach den Bedürfnissen anderer Menschen ausgerichtet. Nach Julians Terminen. Chloes Notfällen. Einer Ehe, die sich immer nur in eine Richtung beugte. Ich würde nicht zulassen, dass irgendein Fremder ohne Namen und Gesicht darüber entschied, was ich mit meinem eigenen Körper tat.Meine Wölfin knurrte leise und ungeduldig. „Nich
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Chapter: KAPITEL 1. DER LETZTE TROPFENELENAIch scrollte gerade auf dem Sofa durch meinen Feed, als Chloes Beitrag auftauchte.Ein Ultraschallbericht, darauf das körnige Bild eines bohnenförmigen Babys, das in der Mitte zusammengerollt lag. Ihre Bildunterschrift: Danke für dein Sperma. Jetzt bekomme ich endlich mein eigenes Baby.Chloe war die Witwe von Ethan. Ethan war Julians älterer Bruder gewesen und seit zwei Jahren tot. Zunächst hielt ich es für einen geschmacklosen Scherz aus Trauer, bis mein Blick auf die unterste Zeile fiel.Vater: Julian Hale.Der Raum begann sich zu drehen. Mein Puls hämmerte laut und seltsam in meinen Ohren, als könnte ich jeden Herzschlag in der Wohnung hören, sogar jene, die nicht meine eigenen waren.Ich tippte ein einziges Fragezeichen in die Kommentare.Sekunden später klingelte mein Telefon.„Lösch das“, sagte Julian. Keine Begrüßung. „Chloe weint deinetwegen.“„Ist es deins?“„Ich habe gespendet. Mehr nicht. Sie ist eine Witwe, Elena. Ihr zu helfen, ist meine Verantwortung gegenüber mei
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