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Kapitel 63

last update Veröffentlichungsdatum: 14.09.2026 03:13:58

Maddies Sicht

Ich starrte auf den Computerbildschirm, bis sich der weiße Hintergrund in meine Netzhaut einbrannte. Meine Finger schwebten leicht zitternd über der Tastatur. Es war ungewöhnlich still im Haus, was normalerweise bedeutete, dass die Brüder draußen vor meiner Tür herumlungerten und überlegten, wer von ihnen mutig genug war, hereinzukommen und zum zehnten Mal heute nach mir zu sehen.

„Ich mach’s“, flüsterte ich in den leeren Raum. „Ich mach’s wirklich.“

Ein lautes Klopfen an der Tür
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  • Beansprucht von den Biker Alphas   Kapitel 85

    Maddies SichtDer schwere Karton lag in meinem Kofferraum. Ich spürte sein Gewicht selbst durch die Polsterung, während ich Kiaras Rücklichtern durch die kurvenreichen Straßen folgte. Als wir in ihre Einfahrt einbogen, hämmerte mein Herz noch immer wie wild gegen meine Rippen.„Du zitterst ja“, sagte Kiara, sobald ich aus dem Auto stieg. Sie wartete nicht, bis ich das Paket nahm; sie kam direkt auf mich zu und packte mich an den Schultern. „Maddie, red mit mir. Was ist da drin passiert? Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen.“„Kein Geist“, flüsterte ich und blickte zurück auf die Straße. „Nur … so ein Gefühl. Und das hier.“ Ich öffnete den Kofferraum und enthüllte die elegante, teure Verpackung des Kleides, das mir Rave geschenkt hatte.Kiara pfiff leise, ihr Blick wanderte über das Logo auf dem Karton. „Das Kleid kostet mindestens vierstellig. Wo ist der Haken?“„Er will, dass ich mit ihm zu einer Gala nach San Francisco komme“, sagte ich mit zitternder Stimme, während ic

  • Beansprucht von den Biker Alphas   Kapitel 84

    Maddies SichtDer Zettel lag auf meinem Schreibtisch. Die Tinte wirkte wie getrocknetes Blut auf dem strahlend weißen Pergament. Immer wieder wanderten meine Augen zu den Worten zurück und folgten den Schleifen einer Handschrift, die ich so verzweifelt zu vergessen versucht hatte.Ich habe dich nicht vergessen, Vögelchen.Unter dieser eisigen Anrede verbarg sich ein unerwarteter Ton. Mit zitternden Fingern nahm ich den Brief in die Hand und überflog die restlichen Zeilen.„Es tut mir leid, wie alles geendet hat“, stand darin. „Das Rudel vermisst dich. Die Leere, die du hinterlassen hast, ist für alle spürbar. Bitte, Maddie. Komm zurück ins Rudel. Komm nach Hause, wo du hingehörst.“Ich atmete zitternd aus, das Papier knisterte unter meiner Hand. „Entschuldigung?“, flüsterte ich in die Leere. „Glaubst du, ein Brief kann ein zerbrochenes Leben heilen?“Mein Wolf regte sich, ein leises, skeptisches Wimmern stieg in mir auf. Sie traute dem Ganzen nicht, und ich auch nicht. Es fühlte sich

  • Beansprucht von den Biker Alphas   Kapitel 83

    Maddies SichtDie Stille in Kiaras Wohnzimmer lastete schwer auf mir und drückte gegen meine Schläfen. Ich saß auf der Bettkante des Gästebetts und starrte auf die Dielen, während meine Gedanken in einer Endlosschleife aus dem Club, dem Blut und Jax’ Blick kreisten.„Hör auf damit, Maddie“, flüsterte ich und krallte meine Nägel in meine Handflächen. „Denk einfach nicht mehr daran.“Aber ich konnte nicht. Die Schuldgefühle waren wie ein langsam wirkendes Gift. Ich hatte ihn vor allen wie ein Monster behandelt. Ich hatte gesehen, wie sein Gesicht sich verzog, als ich zurückwich, wie er aussah, als hätte ich ihn erschossen. Ein Teil von mir fühlte sich krank – er war mein Beschützer, der Mann, mit dem ich aufgewachsen war. Doch jedes Mal, wenn ich versuchte, milder zu werden, drängte sich das Bild von ihm im Club wieder in mein Gedächtnis.„Er ist nicht mehr derselbe“, redete ich mir gegenüber dem leeren Raum ein. „Er ist anders geworden. Ich erkenne ihn gar nicht wieder.“Er war härter

  • Beansprucht von den Biker Alphas   Kapitel 82

    Jax’ Sicht Das selbstgefällige Grinsen des Bosses war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Es war nicht nur ein triumphierender Blick; es war der Blick eines Mannes, der bereits den Preis gekostet hatte, den ich mein Leben lang zu beschützen versucht hatte. Mein Blick verengte sich, die Ränder meines Sichtfelds färbten sich grellrot. Der Hockeyspieler in mir wollte ihn in die Bande checken, aber der Wolf in mir wollte ihm die Kehle herausreißen. Bevor mich jemand aufhalten konnte, stürzte ich mich auf ihn. Ich packte ihn am Kragen seines makellosen, teuren Hemdes, meine Knöchel gruben sich in den Stoff, und schleuderte ihn gegen die nächste Backsteinmauer. Der dumpfe, widerliche Aufprall seines Rückens hallte durch die Gasse. „Sag das noch einmal“, knurrte ich, mein Gesicht nur Zentimeter von seinem entfernt. „Sag ihren Namen noch einmal, und ich sorge dafür, dass du ihn nie wieder mit diesem Mund aussprichst.“ Der Boss wehrte sich nicht. Er hob nicht einmal die Händ

  • Beansprucht von den Biker Alphas   Kapitel 81

    Jax’ SichtDie schweren Samtvorhänge am VIP-Ausgang schwangen noch immer, ein Hohn auf die Frau, die gerade hindurchgegangen war. Ich blieb wie angewurzelt stehen, meine Stiefel fühlten sich an, als wären sie mit dem Dielenboden verschmolzen. Der Club leerte sich; die Musik war zu einem tiefen, rhythmischen Dröhnen verstummt, das sich wie pochende Kopfschmerzen hinter meinen Augen anfühlte. Der Glitzer und die Neonlichter wirkten jetzt grell und spiegelten sich in den Glassplittern zu meinen Füßen. Ich starrte auf die Tür und wartete darauf, dass sie sich öffnete, darauf, dass Maddie begriff, dass sie mich nicht verlassen konnte, doch die Stille wurde nur noch drückender.„Steh nicht einfach da rum wie ein getretener Hund“, sagte Silas.Ich drehte mich nicht um. Ich konnte nicht. „Sie ist da draußen allein, Silas. Ich muss gehen.“„Bleib genau da, wo du bist“, befahl Silas, seine Stimme durchschnitt meine Panik wie eine Klinge. Ich spürte, wie er in mein Blickfeld trat, sein Gesicht z

  • Beansprucht von den Biker Alphas   Kapitel 80

    Jax’ SichtDer Knall hallte wie ein Schuss in der engen, mit Trümmern übersäten VIP-Lounge wider.Mein Kopf schnellte zur Seite, die Wucht des Schlages erschütterte meine Zähne. Das Brennen auf meiner Wange war heiß und unmittelbar, doch die plötzliche, erdrückende Stille, die folgte, war noch schlimmer. Alle Blicke im Club waren auf uns gerichtet. Die Musik schien zu einem dumpfen Summen zu verklingen, abgelöst vom Geräusch von Maddies keuchendem Atem.Ich wandte mein Gesicht wieder ihr zu, meine Hand schwebte nahe meinem Kiefer. „Maddie –“„Lass es“, flüsterte sie. Ihre Stimme brach, und ich sah die erste Träne über ihre Wange rinnen und sich durch das Make-up auf ihrem blassen Gesicht ziehen. „Wage es nicht, noch ein Wort zu sagen, Jax.“„Ich habe dich beschützt“, knurrte ich, obwohl die Überzeugung langsam aus meinen Worten wich. Ich sah Rave an, der sich das Blut von der Lippe wischte, dann wieder sie. „Du warst mit ihm. Du weißt, was er will.“„Ich habe wochenlang versucht“, sag

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