WAS DER LYKAN VERBORGEN HATTE

WAS DER LYKAN VERBORGEN HATTE

last updateTerakhir Diperbarui : 2026-10-21
Oleh:  Azuma KnoxOngoing
Bahasa: Deutsch
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Aria Voss würde lieber die Welt in Flammen setzen, als einen Mann um Gnade anzuflehen. Dummerweise könnte ihr nächster Schritt sie der Gnade des gefährlichsten Lykans überhaupt ausliefern. Als ihre Schwester öffentlich zurückgewiesen wird, entfacht Arias Zorn einen Skandal, den nur eine arrangierte Ehe eindämmen kann. Ihre Lösung? Sie nimmt den Platz ihrer Schwester ein und macht das Bündnis zu ihrer eigenen Waffe. Doch mit Kael hat sie nie gerechnet. Skrupellos, unnahbar und gefährlich besitzergreifend willigt Damiens Lykan-Onkel ein, sie zu heiraten. Doch Kael behandelt Aria nicht wie ein Faustpfand. Er beobachtet sie wie ein Mann, der gegen eine Versuchung ankämpft, die er nicht die geringste Absicht hat aufzugeben. Aria will Macht, keinen Ehemann, der ihren Puls verrückt spielen lässt. Doch seltsame Träume und beunruhigende Momente des Wiedererkennens deuten darauf hin, dass ihre Verbindung lange vor der Hochzeit begann. Warum sieht Kael sie an, als gehöre sie ihm bereits? Und was passiert, wenn seine Frau das eine Geheimnis entdeckt, das er sich nicht leisten kann zu verlieren?

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Bab 1

Kapitel 1: Ich heiratete das Monster, das mich davon abhielt, seinen Neffen zu töten

Der Duft von zerdrückter Kiefer und Zeder hatte sich bereits über die Versammlung gelegt, als Lila in den Kreis des Fackellichts trat, das weiße Seidenkleid jedes Flackern des Lichts einfangend, sodass sie weniger wie eine Braut und mehr wie etwas Dar­gebotenes aussah.

Ich blieb dort, wo die Schatten der äußeren Säulen über meine Stiefel fielen, nah genug, um den genauen Moment zu beobachten, in dem Damiens Ausdruck leer blieb, während jeder andere Alpha in der Halle sich vorbeugte und auf das Band wartete, das sich festsetzen sollte, sobald sich ihre Blicke trafen.

Er bewegte sich nicht. Seine Hände blieben locker an seinen Seiten, und als der Älteste ihn schließlich mit den rituellen Worten aufforderte, hob er den Blick nur weit genug, um ihn irgendwo hinter ihrer Schulter ruhen zu lassen.

„Ich weise das Band zurück.“

Der Satz landete ohne Gewicht, und Lilas Atem entwich ihr in einem Geräusch, das so klein war, dass es fast unter dem plötzlichen Einatmen der Rudel verschwand.

Die Seide an ihrem Schlüsselbein flatterte einmal, bevor sie völlig stillstand, die Art von Stillstand, die eintritt, wenn etwas Lebenswichtiges bereits gestorben ist und der Körper noch entscheidet, ob er folgen soll.

Niemand sprach eine Weile.

Die Stille dehnte sich, bis sie gegen meine Zähne drückte, und als ich registrierte, dass ich mich in Bewegung gesetzt hatte, schnappte Damiens Kopf bereits unter der Wucht meiner Faust zurück.

Er erholte sich schneller, als ich erwartet hatte. Seine Hände kamen hoch, aber ich war bereits innerhalb des Schwungs, trieb mein Knie in das weiche Nachgeben unter seinen Rippen, bis etwas knackte und er mit einem nassen, erschrockenen Laut zusammenklappte.

Als er versuchte, mich abzuschütteln, fing ich sein Handgelenk und verdrehte es hart genug, um zu spüren, wie das Gelenk unter meinem Griff belastet wurde, dann schleuderte ich ihn zurück gegen die nächste Säule, sodass der Stein in seinen Rücken biss.

Mein Unterarm schloss sich über seiner Kehle. Sein Puls hämmerte gegen meine Haut, während ich mich nahe genug beugte, dass er keine Wahl hatte, als meinen Augen zu begegnen.

„Du darfst nicht an ihr vorbeischauen“, sagte ich, die Stimme leise genug, dass nur er und die nächsten Ältesten es hören konnten. „Du hast entschieden, dass sie nicht genug war, du hast kein Recht dazu.“

Seine Finger krallten sich in meinen Arm. Ich drückte fester, beobachtete den Moment, in dem seine Augen sich weiteten, als er verstand, dass ich nicht vorhatte aufzuhören.

Hitze und Eisen und die scharfe Kante seiner Angst füllten den Raum zwischen uns, bis sich eine Hand mit absolutem, präzisem Druck auf meinen Nacken legte. Der Kontakt brannte geradewegs meinen Rücken hinunter und setzte sich tief in meinem Magen fest, bevor ich mich dagegen stemmen konnte, und mein Griff stockte für eine halbe Sekunde unter dem Gewicht davon.

„Genug.“

Die Stimme erhob sich nicht. Sie musste es nicht. Ich drehte den Kopf und fand Kael einen halben Schritt hinter mir stehend, der Mantel noch zugeknöpft, das Gesicht von jeder menschlichen Emotion befreit, nun ja, er war schließlich nicht ganz menschlich.

Sein Daumen ruhte gerade unter dem Scharnier meines Kiefers, leicht genug, dass es keine Rolle hätte spielen sollen, und schwer genug, dass mein Körper sich sperrte, bevor mein Verstand aufgeholt hatte. Damien würgte unter meinem Arm und blieb nur festgehalten, weil ich ihn noch nicht losgelassen hatte.

„Lass ihn los.“

Ich tat es nicht. Kaels Griff verschob sich um den kleinsten Grad, und die Hitze seiner Handfläche sank tiefer, fädelte sich durch meine Rippen, bis mein Atem sich verkürzte. Ich hasste die Art, wie mein Puls darauf antwortete. Als er wieder sprach, waren die Worte leiser, nur für mich bestimmt.

„Ich werde nicht ein zweites Mal fragen.“

Ich ließ Damien los. Er sank auf ein Knie auf den Stein, zog Luft in seine Lungen, während Blut aus dem Mundwinkel lief und niemand aus beiden Rudeln vortrat, um ihm zu helfen. Kaels Hand verließ meinen Nacken, und die Abwesenheit fühlte sich lauter an als die Berührung gewesen war, und ich blieb, wo ich war, während er zuerst seinen Neffen ansah.

„Steh auf.“

Damien erhob sich langsam. Hass lag offen auf seinem Gesicht, als seine Augen die meinen fanden, und ich hielt den Blick, ohne zu blinzeln, während Kael sich den versammelten Ältesten und beiden Rudeln zuwandte.

„Die Zurückweisung bleibt bestehen. Der Ehevertrag zwischen unseren Häusern nicht. Jemand meines Blutes wird noch immer jemanden ihres binden, oder euer Haus wird dafür antworten, eine unterzeichnete Allianz vor jedem Zeugen hier gebrochen zu haben.“

Die Stimme meiner Mutter brach irgendwo hinter mir, dünn vor Unglauben, aber Kael drehte sich nicht um. Seine Aufmerksamkeit legte sich stattdessen auf mich, und das Gewicht davon drückte hinter meinen Rippen, bis etwas Altes und halb Begrabenes unter meinem Brustbein sich verschob, dann wieder still wurde, bevor ich es benennen konnte.

„Aber ich werde eurem Haus eine zweite Chance geben“, sagte Kael und sah zu mir. „Ich werde dich heiraten, Aria.“

Mein Vater gab ein tiefes Geräusch des Protests von sich. Lilas Finger streiften meinen Ärmel, zitternd, und ich hielt die Augen auf Kael, weil zu ihr zu schauen bedeutet hätte, die genaue Sekunde zu sehen, in der ihr Gesicht blass geworden war.

„Nein.“ Ich sagte es sofort und ballte die Fäuste.

„Du hast vor beiden Räten Hand an einen Alpha-Erben gelegt“, antwortete er, der Ton gleichmäßig. „Dein Haus schuldet jetzt Blut oder Band. Ich biete das Zweite an, und damit den Rang, der es dir erlaubt, ihn so oft und so öffentlich zu brechen, wie du willst, ohne dass es jemand Verrat nennt.“

Damiens Kiefer spannte sich. Er blieb still. Ich studierte Kaels Gesicht und fand nichts Weiches dort, nur dieselbe kalte Berechnung, die er benutzt hatte, um mich davon abzuhalten, zu beenden, was ich begonnen hatte, während die Stelle, an der seine Hand geruht hatte, noch immer wie ein Brandmal brannte, das ich nicht sehen konnte.

„Und wenn ich mich weigere?“

„Dann trägt deine Schwester die vollen politischen Kosten deines Temperaments.“ Sein Blick wankte nicht. „Wähle.“

Lilas Berührung verweilte. Wenn ich mich umdrehte, würde ich Damien wieder zu Boden bringen, und diesmal würde niemand mich rechtzeitig erreichen. Die Berechnung setzte sich kalt und klar hinter meinen Zähnen fest.

„Gut.“

Kaels Ausdruck verschob sich nicht. Er wandte sich einfach wieder den Ältesten zu und nannte die Bedingungen – drei Tage, mein Schutz unter seinem Dach bis zur Zeremonie –, während die Rudel schwiegen und Damien Blut mit dem Handrücken vom Mund wischte, Gift deutlich in dem Blick, den er mir schickte.

Kael trat näher, bis ich das Kinn neigen musste, um seinen Augen standzuhalten, und der Duft von kalter Luft und Kiefernholz und etwas Dunklerem darunter füllte meine Lungen und blieb.

„Du wirst heute Nacht mit mir kommen“, sagte er, leise genug, dass die Worte nur uns gehörten. „Es gibt Bedingungen zu klären, bevor der Rest von ihnen Forderungen zu stellen beginnt.“

Mein Magen zog sich zusammen, nicht vor Angst. Ich nickte einmal. Er wandte sich den Seitentüren zu, und die Rudel teilten sich, ohne dass es ihnen gesagt wurde, also folgte ich, weil ich bereits zugestimmt hatte und weil die Hitze seiner Hand noch immer unter meiner Haut kroch.

Hinter uns kam Damiens Stimme niedrig und bösartig, fragte, ob das sie retten sollte, und Kael hielt gerade lange genug an, um ihn sein Gesicht sehen zu lassen.

„Nein“, sagte er. „Es rettet dich.“

Dann ging er weiter. Ich passte mich seinem Tempo an, als die Türen sich zur Nacht öffneten und kalte Luft auf den Schweiß an meinem Kragen traf. Unter meinen Rippen verschob sich das Begrabene wieder, näher diesmal, fast eine Erinnerung und fast eine Warnung, während Kael sprach, ohne zurückzuschauen.

„Halte Schritt, Aria. Wir fangen heute Nacht an.“

Die Tür schloss sich hinter uns. Die Halle und meine Schwester und jeder Zeuge verschwanden, und das Ding unter meinen Rippen öffnete die Augen.

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