Das Alpha-Protokoll

Das Alpha-Protokoll

last updateÚltima actualización : 2026-05-19
Por:  AzillaActualizado ahora
Idioma: Deutsch
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Was, wenn das grausamste Monster der Menschheit der Einzige ist, der dich retten kann? In den toxischen Slums von Sektor 4, weit unterhalb der funkelnden Glaskuppeln der elitären Stadt, gibt es nur eine Regel: Bleib unauffällig. Jada ist eine Meisterin des Überlebens. Aus dem Schrott der Oberschicht baut sie alles, was sie braucht, um in dieser gnadenlosen Welt zu existieren. Doch bei einer brutalen Razzia des herrschenden Konsortiums schlägt ihr Identitätsscanner plötzlich blutrot Alarm. Das Urteil lautet nicht Gefängnis oder Tod. Es lautet: Sektor Omega. Sektor Omega ist ein Mythos aus geflüsterten Albträumen. Es ist das tiefste Untergrundlabor des Konsortiums, in dem die Obrigkeit genetisch mutierte Supersoldaten züchtet. Jada wird als „Beruhigungs-Gefährtin“ für das gefährlichste Experiment von allen in eine stockdunkle Zelle geworfen: Subjekt Null. Er nennt sich Kael und ist der Apex. Eine unaufhaltsame Bestie, geschaffen für den Krieg in der toxischen Außenwelt, ein Albtraum aus Muskeln, Klauen und rasender Wut. Jede Frau, die vor Jada in diese Zelle geschickt wurde, hat sie nicht lebend verlassen. Doch als das Monster aus dem Schatten angreift und sich auf sie stürzt, hält es plötzlich inne. Die Bestie wittert etwas. Kael erkennt in der rebellischen Schrottsammlerin keine Beute – er erkennt seine Schicksalsgefährtin. Mit einem einzigen rauen „Meins“ ändert sich Jadas Schicksal für immer. Aus dem sicheren Tod wird eine brandgefährliche Allianz. Kael schwört, seine Gefährtin mit seinem Leben zu beschützen, während Jada den Mann hinter dem Monster entdeckt. Um dem grausamen Konsortium zu entkommen, müssen sie gemeinsam eine blutige Rebellion entfachen, die die dystopische Welt unter der Kuppel für immer erschüttern wird. Denn ein Apex teilt nicht. Und Kael wird die gesamte Stadt in Asche legen, bevor er zulässt, dass sie ihm seine Gefährtin wieder wegnehmen. Tropes: Sci-Fi Dystopie, Werewolf Romance, Fated Mates, Touch Her and You Die.

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Capítulo 1

Kapitel 1: Der Fehler im System

Der Gestank nach Schwefel und verbranntem Öl gehörte zu Sektor 4 wie das ständige, leise Summen der gigantischen Plasmakuppel über uns.

Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und zog die Klemme an der modifizierten Energiezelle fest. Für die Elite in den oberen Ebenen war das hier alles nur Schrott. Wertloser Müll, der durch die Schächte nach unten in die Slums fiel. Aber für mich war es das Leben.

Vorsichtig justierte ich das rostige Lüftungsrohr, das ich an das leere Gehäuse eines alten Enforcer-Droiden geschweißt hatte. Gefüllt mit selbst hergestellter Aktivkohle war daraus ein erstklassiger Wasserfilter geworden. Ein leises Zischen ertönte, dann fiel ein einzelner, kostbarer Tropfen kristallklares Wasser in den Auffangbehälter.

Er tropfte genau auf die Erde meiner versteckten Beete, die ich in ausrangierten Raketenhülsen angelegt hatte. Ein kleines, funktionierendes Ökosystem mitten in der giftigen Hölle. Mein eigener kleiner Triumph über das Konsortium.

„Perfekt“, murmelte ich und strich liebevoll über die grünen Blätter der Pflanze.

Dann heulten die Sirenen auf.

Das Geräusch schnitt durch Mark und Bein. Es war kein normaler Alarm. Es war das schrille, durchdringende Kreischen, das eine Razzia der Purifiers ankündigte – der militärischen Eliteeinheit des Konsortiums.

Mein Herzschlag hämmerte gegen meine Rippen. Sie waren in meinem Block.

Ich fackelte nicht lange. Ich griff nach meinem Rucksack, warf meine wichtigsten Werkzeuge hinein und schnappte mir meinen Elektroschocker – eine weitere Eigenkreation aus einem kaputten Plasmagewehr und Autobatterien.

Als ich die schwere Stahltür meines Unterschlupfs aufstieß, roch ich bereits den Ozongehalt in der Luft. Die Gänge leuchteten im grellen Rot der Notfallbeleuchtung. Schreie hallten durch das Metalllabyrinth der Slums.

Ich rannte. Links. Rechts. Durch einen schmalen Lüftungsschacht, den nur ich kannte. Ich kannte jeden rostigen Winkel dieser Ebene. Ich war fast am Rand von Sektor 4, fast in der Dunkelzone, als sich plötzlich eine massive Gestalt in schwarzer Hightech-Rüstung aus dem Schatten löste.

Ein Purifier.

Noch bevor ich meinen Schocker heben konnte, traf mich der harte Schaft seines Gewehrs in die Magengrube. Die Luft entwich meinen Lungen. Ich brach keuchend auf den kalten Gitterboden zusammen. Ein schwerer Stiefel trat auf mein Handgelenk, zwang mich, die Waffe loszulassen.

„Rebellin gesichert“, dröhnte die mechanische Stimme des Soldaten durch seinen Helm.

Zwei weitere Wachen tauchten auf. Einer packte mich grob an den Haaren und zog meinen Kopf nach hinten. Ich spuckte Blut auf seine glänzende Rüstung, aber er lachte nur leise. Er zog ein flaches, metallisches Gerät aus seinem Gürtel – den ID-Scanner.

Sie würden mich registrieren, mich wegen Diebstahls und illegalem Anbau verurteilen und in die Minen schicken. Ein Todesurteil auf Raten.

Der kalte Sensor wurde hart gegen meinen Nacken gepresst, genau dort, wo mein implantierter Chip saß.

Das Gerät piepte.

Doch es war nicht das grüne Bestätigungssignal.

Der Scanner stieß einen grellen, pulsierenden Warnton aus. Das Display flackerte blutrot.

Der Soldat, der mich hielt, erstarrte. Die Atmosphäre im Gang veränderte sich schlagartig. Die Überheblichkeit der Wachen wich purer, nackter Panik.

„Was… was ist das?“, stammelte der Purifier, der den Scanner hielt. Seine Hand zitterte so stark, dass er das Gerät fast fallen ließ.

„Lies es vor!“, blaffte der andere, doch seine Stimme überschlug sich fast.

„Identität: Jada. Status: Slum-Bewohnerin. Aber… hier ist eine Override-Direktive direkt vom Oberkommando.“ Der Soldat schluckte hörbar. Er sah auf mich herab, als wäre ich ein Geist. „Genetische Kompatibilität für Sektor Omega bestätigt. Stufe: Absolut.“

Sektor Omega.

Der Name allein war ein Mythos, eine Geistergeschichte, die wir uns nachts in den Slums erzählten. Ein Ort tief unter der Erde, von dem niemand je zurückkehrte. Der Ort, an dem die Monster gemacht wurden.

„Sichern Sie sie“, flüsterte der Kommandant, während er langsam einen Schritt vor mir zurückwich, als würde ich plötzlich explodieren. „Betäuben Sie sie. Bringt sie sofort nach unten… zum Apex.“

Ich wollte schreien, wollte kämpfen, doch ein Zischen ertönte, als eine Injektionsnadel in meinen Hals fuhr. Die Welt verschwamm in Dunkelheit, und das letzte, was ich hörte, war das angstvolle Flüstern meiner Entführer.

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