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Geburtstagskind (2)

Autor: Rose D' Arc
last update Última actualización: 2026-01-23 21:59:21

Lily

Die Musik schien sich in meinen Körper zu weben. Ich ertappte mich dabei, wie ich mich im Takt bewegte, mein Körper wiegte sich, meine Hüften schwangen im Rhythmus. Die Selbstbefangenheit, die mich sonst immer zurückhielt, löste sich langsam auf und machte einem Gefühl der Befreiung Platz.

Malina grinste, sichtlich beeindruckt.

„Da ist sie ja! Sie lässt los!“ jubelte sie.

Je mehr ich trank, desto mehr schwanden meine Hemmungen. Ich lachte befreiter, begann mit Fremden zu plaudern und tanzte mit neuem Elan.

Die Luft war schwer vom Duftgemisch aus Parfüm, Schweiß und Alkohol. Der Boden unter meinen Füßen vibrierte von der kollektiven Energie der Menge.

Mitten in diesem Meer aus Gesichtern fiel mein Blick unwillkürlich auf eine Gestalt, die völlig fehl am Platz wirkte. Er stand am Rand der Tanzfläche, groß und gebieterisch, wie eine einsame Statue inmitten eines wirbelnden Sturms aus Bewegung und Musik.

Die gedämpften, kaleidoskopartigen Lichter spielten mit Schatten auf seinen markanten Zügen und verliehen seiner kühlen Ausstrahlung etwas Geheimnisvolles. Sein dunkles Haar war makellos frisiert, fiel genau über seine scharfe, kantige Kieferlinie.

Doch es waren seine Augen, die mich gefangen hielten. Eisblaue Iriden, kalt wie eine Winternacht, musterten die Menge mit einer Intensität, die mir Schauer über den Rücken jagte. Sie schienen die fröhliche Fassade des Clubs zu durchdringen, als suchten sie nach etwas.

Da war etwas an ihm – eine Aura ruhiger Selbstsicherheit, die etwas anderes verbarg. Meine Neugier siegte, und ich fühlte mich zu diesem großen, attraktiven Fremden hingezogen, trotz der Kälte, die von ihm auszugehen schien.

Getrieben von Alkohol und der Stimmung der Nacht näherte ich mich dem großen, rätselhaften Fremden am Rand der Tanzfläche. Meine Schritte schwankten leicht, doch ich drängte die Nervosität beiseite, die an meinen Gedanken zerrte.

„Hi“, sagte ich mit selbstbewusster Stimme. „Ich konnte nicht anders, als zu bemerken, dass du hier ganz allein stehst.“

Diese eisigen Augen richteten sich auf mich und für einen Moment fühlte ich mich von ihrem durchdringenden Blick seziert. Er schwieg, seine kalte Miene blieb unverändert.

Unbeirrt beugte ich mich etwas näher, meine Worte leicht verwaschen.

„Weißt du, dieser Ort dreht sich darum, loszulassen und Spaß zu haben. Warum kommst du nicht mit mir auf die Tanzfläche?“ Ich schenkte ihm ein verspieltes Lächeln und versuchte, das Eis in seiner Aura zum Schmelzen zu bringen.

Seine Lippen verzogen sich kaum merklich, ein Hauch von Belustigung blitzte in seinen Augen auf. Er trat einen Schritt näher, verringerte den Abstand zwischen uns. Während die pulsierende Musik uns umhüllte, streckte er eine Hand aus – seine Berührung war überraschend warm auf meiner Haut.

Ohne ein Wort führte er mich ins Herz der Tanzfläche, wo sich die Körper im hypnotischen Takt wanden. Seine Hände fanden meine Taille und lenkten mich in den sinnlichen Rhythmus der Musik. Während wir tanzten, begann die kalte Fassade, die er trug, zu bröckeln und gab eine leidenschaftliche Intensität frei, die mich magisch anzog.

Mitten im Wirbel aus Lichtern und dröhnenden Bässen bewegten sich unsere Körper wie eins, und die Welt um uns herum verblasste. Es war eine magnetische Anziehung, ein Tanz der Begierde, der zwischen uns entflammte. Bei jeder Berührung seiner Finger, jedem geteilten Blick vertiefte sich meine Faszination, bis ich nicht mehr unterscheiden konnte, was real war und was nicht.

Die Nacht war ein Wirbel aus Gefühlen und Verlangen, und als die Neonlichter des Clubs in den frühen Morgenstunden flackerten, traf ich eine impulsive Entscheidung. Der geheimnisvolle Fremde und ich hatten eine elektrische Verbindung geteilt, und ich konnte dem Drang der Neugier nicht länger widerstehen.

Mit einem Mix aus Aufregung und Beklommenheit flüsterte ich ihm ins Ohr:

„Lass uns von hier verschwinden.“

Sein Nicken zeigte ein Einverständnis, das Worte überflüssig machte, und Hand in Hand bahnten wir uns einen Weg durch die Menge zum Ausgang.

Draußen in der kühlen Luft konnte ich kaum glauben, was ich tat. Doch nicht die geringste Spur von Reue regte sich in mir, während sein Blick mich nicht losließ. Es fühlte sich an, als würde uns eine unwiderstehliche Kraft zueinander ziehen.

Eine Mischung aus Aufregung und Nervosität durchströmte mich. Es war ein Moment des Sich-Fallen-Lassens, ein stilles Einverständnis, dass wir uns auf etwas … Sündhaftes einließen.

Alles verschwamm, während die Nacht sich entfaltete – ein leidenschaftlicher Tanz aus Verlangen und Sehnsucht. Ich nahm nichts mehr wahr außer einem überwältigenden Gefühl von Lust und einer tiefen Verbindung zu dem Fremden.

Langsam öffnete ich die Augen und zuckte zusammen, als Licht eindrang. Die Ereignisse der letzten Nacht waren wie Bruchstücke eines Traums, verschwommen und schwer greifbar. Eine scharfe Welle der Desorientierung erfasste mich, als ich meine Umgebung wahrnahm.

Es war Morgen, und früh. Das Zimmer war in sanften Cremetönen und Gold gehalten und strahlte puren Luxus aus. Die weiche Bettwäsche umhüllte mich, das leise Rascheln der Laken verriet die Qualität des Raumes. Mein Blick wanderte zu den bodentiefen Fenstern an einer Wand, die einen Panoramablick auf die Stadt darunter boten.

Wolkenkratzer ragten in den Himmel, ihre Glasfassaden spiegelten die Morgensonne.

Ein Hauch von Verwirrung nagte an meinem Bewusstsein. Als ich mich umsah, stellte sich nur eine Frage mit aller Deutlichkeit:

Wo war ich?

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