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Kapitel 3 : Die erste Prüfung

Author: Memzay
last update Last Updated: 2026-01-20 06:57:45

Amina erwachte vor Tagesanbruch.

Fang im Wohnzimmer an sorg dafür, dass alles sauber ist, bevor der Herr aufwacht Amina nickte und begann ohne Murren zu arbeiten. Sorgfältig fegte, staubte und putzte sie, aus Angst, einen Fehler zu machen. Jede ihrer Bewegungen war von ihrer Dankbarkeit geprägt  diese Arbeit sicherte ihr Überleben mit der Zeit wurden ihre Arme müde, doch sie gab nicht auf.

Als Herr Daniel später am Morgen in einem sauberen Anzug aus seinem Zimmer kam, hielt er inne und sah sich um. Das Haus glänzte, Guten Morgen sagte er ruhig.

Guten Morgen, Herr“, erwiderte Amina und senkte den Kopf er nickte leicht und ging zur Arbeit sobald die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war, veränderte sich Madam Roses Gesichtsausdruck.

Hör gut zu sagte sie kühl. Der Herr ist freundlich, aber lass dir das nicht einreden. Erledige deine Arbeit und bleib an deinem Platz.

 Ja, Ma antwortete Amina mit kaum hörbarer Stimme am Nachmittag schmerzte ihr ganzer Körper. Sie schrubbte gerade den Küchenboden, als ihre Kräfte sie verließen. Ihr wurde schwindelig, und sie sank leise zu Boden als Amina die Augen öffnete, kniete Herr Daniel neben ihr.

Was ist passiert? fragte er besorgt  ich mir geht es gut, Sir versuchte sie zu sagen, doch ihre Stimme war schwach er half ihr auf.

Dir geht es nicht gut. Du hast nicht richtig gegessen, oder? Sie schüttelte den Kopf. Herr Daniel runzelte die Stirn und bat um Wasser.

Ab heute isst du regelmäßig sagte er bestimmt Dieses Haus ist kein Ort zum Leiden, Madam Rose stand schweigend daneben.

An diesem Abend aß Amina zum ersten Mal seit Tagen wieder eine richtige Mahlzeit. Als sie später die Teller abwusch, rannen ihr Tränen über die Wangen  nicht vor Schmerz, sondern vor dem ungewohnten Gefühl, umsorgt zu werden.

Doch tief in ihrem Inneren wohnte die Angst noch immer sie wusste, dass Freundlichkeit sich ändern konnte. Sie wusste, dass Trost verschwinden konnte und sie schwor sich, dass sie, egal was geschah, durchhalten würde.

Denn sie hatte schon zu viel verloren, um jetzt aufzugeben aus den Schatten des Hauses beobachteten unsichtbare Augen sie still. Tage wurden zu Wochen, und Amina lernte langsam den Rhythmus des Hauses kennen.

Sie wachte vor allen anderen auf, putzte leise und sprach nur, wenn sie angesprochen wurde. Ihr Körper wurde kräftiger, doch ihr Herz blieb vorsichtig. Dankbarkeit wohnte in ihrer Brust, doch die Angst lauerte daneben madam Rose beobachtete sie genau egal wie hart Amina arbeitete, es war nie genug.

Hier ist es noch staubig sagte Madam Rose und strich mit dem Finger über die sauberen Möbel.

Du bist zu langsam haben sie dir denn gar nichts beigebracht, wo du herkommst? Jedes Wort traf sie tiefer als das vorherige, doch Amina schluckte den Schmerz hinunter und arbeitete weiter. Sie erinnerte sich daran, dass sie nirgendwo anders hin konnte.

Eines Nachmittags, als sie im Arbeitszimmer Bücher ordnete, stieß Amina versehentlich einen Glasrahmen um. Er zersprang mit einem lauten Krachen auf dem Boden ihr Herz setzte einen Schlag aus madam Rose stürzte herein.

Bist du verrückt? rief sie Weißt du, wie teuer das ist? es tut mir leid, Ma sagte Amina schnell und kniete sich hin, um die Scherben aufzuheben ich wollte nicht bevor sie den Satz beenden konnte, traf sie eine scharfe Ohrfeige. Stille breitete sich im Raum aus.

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