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Sexting mit dem Vampir, dem ich gehöre

Sexting mit dem Vampir, dem ich gehöre

Por:  PeachyCompletado
Idioma: Deutsch
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Online verliebte ich mich in einen geheimnisvollen Fremden: Morpheus. Drei Monate lang schlief ich jeden Abend mit glühenden Wangen über seinen unverblümten, schmutzigen Nachrichten ein. „Spürst du, wie sehr ich dich begehre, Süße?“ „Letzte Nacht habe ich wieder von dir geträumt. Du hast dich unter mir gewunden und meinen Namen geschrien.“ Endlich war ich bereit, ihn um ein Treffen zu bitten. Doch dann schickte er mir ein Foto. Nur eine beiläufige Aufnahme seines Schreibtisches. Genau in der Mitte lag jedoch ein uraltes Buch. Auf dem Einband prangte ein Wappen, das ich nur zu gut kannte: der Ouroboros des Valerius-Vampirklans. Und ausgerechnet ich arbeitete in dem Museum, in dem der Valerius-Klan seine unsterblichen Relikte verwahrte. Drei ganze Monate lang hatte ich mit einem unsterblichen Raubtier Sexting betrieben. Mit einem Vampir, der mich vermutlich jeden einzelnen Tag aus den Schatten beobachtete. Während meine Gedanken rasten und ich versuchte, seinem Namen ein Gesicht zuzuordnen, fiel mein Blick darauf. Der maßgefertigte Blutgranat-Siegelring, bei dessen Entwurf ich „Morpheus“ geholfen hatte ... glänzte am Finger meines Chefs Alistair.

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Capítulo 1

Kapitel 1

„Schläfst du schon?“

4:00 Uhr. Ich hatte gerade Feierabend gemacht, tippte auf den Bildschirm und schickte die Nachricht ab.

Drei Monate. Seit wir uns in diesem anonymen Forum gefunden hatten, war Morpheus zu meiner liebsten toxischen Sucht geworden.

Ich wollte mir gar nicht vorstellen, welche Entzugserscheinungen mich erwarten würden, wenn ich vor dem Einschlafen keine seiner besitzergreifenden, schmutzigen Nachrichten bekam.

„Spürst du, wie sehr ich dich begehre, Süße?“

Die Sprachnachricht von letzter Nacht hallte in meinem Kopf nach. Seine tiefe, raue Stimme hatte eine dunkle Anziehungskraft, die mich bis ins Innerste traf.

Unwillkürlich presste ich die Schenkel zusammen. Ein heißes, schweres Ziehen sammelte sich in meinem Unterleib.

Ich wollte ihn sehen. An diesem Abend wurde das Verlangen unerträglich.

Am liebsten hätte ich jede Vorsicht über Bord geworfen und den Mann getroffen, dem ich mich über einen Bildschirm längst ausgeliefert hatte.

Mein Handy vibrierte. Die Antwort kam sofort.

„Bin noch mit der Arbeit beschäftigt.“

Dann folgte eine zweite Nachricht.

„Wie soll ich schlafen, ohne vorher von dir gehört zu haben?“

Lächelnd wollte ich gerade eine gewagte, neckische Antwort tippen, als ein Foto auf meinem Bildschirm erschien.

Eine Nahaufnahme eines Arbeitszimmers. Gedämpftes Licht. Ein Mahagonischreibtisch. Ein Glas mit dunkelroter Flüssigkeit.

Und genau in der Mitte lag ein geöffnetes, uraltes Pergamentbuch.

Meine Finger erstarrten über der Tastatur. Mein Lächeln verschwand.

Alles Blut wich aus meinem Gesicht, und meine Glieder wurden eiskalt.

Auf dem Einband prangte ein dunkelgoldenes Wappen: eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschlang, mit einem blutenden Rubin als Auge.

Das Ouroboros-Wappen des Valerius-Vampirklans.

Mir stockte der Atem. Ganze zehn Minuten starrte ich auf den Bildschirm.

Valerius. Die skrupellose, tausend Jahre alte Vampirfamilie, die die Unterwelt dieser Stadt beherrschte.

Und ... meine Arbeitgeber.

Ich war ihre hochbezahlte menschliche Restauratorin und arbeitete im Untergeschoss ihres öffentlich zugänglichen Museums.

Arbeitete meine Onlineaffäre ebenfalls im Valerius-Museum?

Wer war er? Ein menschlicher Angestellter, der wie ich zufällig in diesen Job geraten war?

Oder ... ein echter Vampir?

Ich biss mir so fest auf die Lippe, dass mir jede Kraft zum Tippen fehlte.

Ich durfte nicht fragen. Nicht einmal eine Andeutung machen.

An meinem ersten Arbeitstag hatte ich eine mit Blut besiegelte Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet.

Sollte ich die übernatürliche Welt verraten, würde ich nicht bloß entlassen werden. Man würde mich bis auf den letzten Tropfen aussaugen.

Und wenn er herausfand, dass die Frau, die online mit ihm flirtete, der zerbrechliche Mensch war, der direkt vor seiner Nase arbeitete ...

Surr.

Morpheus schickte eine Nachricht nach der anderen. Seine aggressive Besitzgier drang förmlich durch den Bildschirm.

„Warum bist du so still, Süße?“

„Schick mir ein Bild. Ich vermisse dich. Dein Schlüsselbein ... irgendetwas.“

„Letzte Nacht habe ich wieder von dir geträumt. Unter mir festgehalten. Du hast jeden Zentimeter von mir aufgenommen, gezittert und meinen Namen geschrien.“

Beim Lesen dieser eindeutigen Worte schoss erneut Hitze durch meinen Körper.

Doch diesmal war es keine Lust. Es war blanke Angst.

Kalter Schweiß tränkte meinen Rücken. Eine entsetzliche Erkenntnis traf mich.

Drei Monate lang hatte ich geglaubt, er litt einfach unter schwerer Schlaflosigkeit. Ich hatte ihn für einen aufregenden, unterhaltsamen Chatpartner gehalten.

Warum hatte ich nie eins und eins zusammengezählt? Weshalb ging er genau wie ich erst um vier oder fünf Uhr morgens schlafen?

Ich lebte nachts, weil ich für Vampire arbeitete.

Welche Ausrede hatte er?

Er gehörte zur Nacht. Ich betrieb Sexting mit einem unsterblichen Raubtier.

Mein Bildschirm begann wild aufzuleuchten.

Eingehender Anruf: Morpheus.

Panikweit riss ich die Augen auf und drückte hastig auf Ablehnen.

Ich konnte nicht rangehen. Wenn er das Zittern in meiner Stimme hörte und ahnte, dass ich Bescheid wusste ... würde ich nicht mehr lebend davonkommen.

Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, während ich mit bebenden Fingern eine Lüge tippte.

„Tut mir leid! Mein Chef ist gerade durchgedreht und hat mir ein dringendes Projekt aufgehalst. Muss los.“

Ich warf das Handy auf die Werkbank und rang nach Luft.

Nein. Ich durfte nicht wie ein wehrloses Opfer hier sitzen bleiben.

Ich musste herausfinden, wer er war. Mensch oder Vampir?

Und falls er ein Vampir war ... wie sollte ich unbemerkt verschwinden, ohne dabei getötet zu werden?

Ich griff wieder nach meinem Handy und öffnete unseren Chatverlauf der letzten drei Monate. Hastig scrollte ich durch die Nachrichten und suchte nach einem Hinweis.

Kein Name. Keine Adresse. Kein Foto seines Gesichts.

Dann blieb mein Finger an einem Bild vom vergangenen Monat hängen. Ein Foto mit nacktem Oberkörper, das er mir als Beweis seiner „Ausdauer“ geschickt hatte.

Breite Schultern. Eine kräftige Brust. Eine markante V-Linie.

Mein Blick wanderte tiefer. Direkt neben seinen Bauchmuskeln, unterhalb der linken Rippen, befand sich ein schwarzes Mal.

Wie ein Gewirr aus Dornen.

Ein Brandzeichen. Das war ein unverwechselbarer Hinweis.

Als ich jedoch sah, an welcher Stelle sich das Zeichen befand, schloss ich verzweifelt die Augen.

Was sollte ich mit diesem Hinweis anfangen? Ich konnte schließlich nicht jeden Mann im Museum ausziehen, um seine Bauchmuskeln zu überprüfen.

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