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Sie kam zurück – ich ging zum Altar

Sie kam zurück – ich ging zum Altar

بواسطة:  Nebensacheمكتمل
لغة: Deutsch
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Weil ich seit meiner Kindheit viel Milch getrunken hatte, war mein Körper reifer als der jeder Gleichaltrigen. Als ich achtzehn wurde, bat mein überfürsorglicher Bruder seinen besten Freund, auf mich aufzupassen – aus Angst, ein Mann könnte mich ausnutzen. Doch schon bei unserer ersten Begegnung starrte dieser Mann mir auf die Oberweite, ohne den Blick abzuwenden, und trieb sein Spiel mit mir – wieder und wieder. Von da an war er tagsüber mein Vorgesetzter und nachts war ich seine persönliche Assistentin. Vier volle Jahre im Verborgenen – er hatte mich genau zu der Frau gemacht, die er am liebsten wollte. Nach vier Jahren kehrte seine Ex-Verlobte aus dem Ausland zurück, und er sprang aus dem Bett, um sie vom Flughafen abzuholen. Ich schluckte meine Demütigung hinunter und fuhr ihm nach. Noch eine Stunde zuvor hatte seine Hand voller Bissspuren meinen Mund bedeckt. Doch jetzt strich er direkt vor meinen Augen zärtlich einer anderen Frau durchs Haar: „Lotte, vor vier Jahren hast du dich in mein Bett geschlichen, als ich betrunken war.“ „Dein Theater jetzt ist wirklich lächerlich.“

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الفصل الأول

Kapitel 1

Henrik rief mich fast sofort an.

Am anderen Ende der Leitung freute er sich noch darüber, dass ich endlich über den geheimnisvollen Mann hinweggekommen war, den ich jahrelang geliebt hatte.

Er ahnte nicht, dass der Mann, der mich in dieser Beziehung fast zugrunde gerichtet hatte, sein bester Freund war – Thorben Bredow.

Nachdem ich aufgelegt hatte, nahm ich das längst vorbereitete Kündigungsschreiben und ging zur Personalabteilung.

Doch der Vorgang blieb beim letzten Schritt stecken.

„Frau Vogt, wenn Sie innerhalb einer Woche ausscheiden möchten, brauchen Sie die Unterschrift des Geschäftsführers.“

Thorben – schon wieder er.

Nicht einmal meinen Abgang konnte ich ohne ihn vollziehen.

Ich umklammerte mein Handy, ging ans Ende des menschenleeren Flurs und wählte die vertraute Nummer.

Das Klingeln dauerte lange. Gerade als ich glaubte, niemand würde abnehmen, wurde der Anruf entgegengenommen.

Eine fremde Frauenstimme meldete sich.

„Hallo? Willst du zu Thorben? Er ist gerade unter der Dusche…“

Thorben. Unter der Dusche.

Diese vier Worte stachen wie tausend vergiftete Nadeln in mein Herz.

Doch meine Stimme blieb erstaunlich ruhig: „Nicht nötig, danke.“

Ohne die Antwort abzuwarten, legte ich auf.

Das Display wurde dunkel und spiegelte mein bleiches Gesicht wider.

Doch keine zwei Minuten später vibrierte das Handy wieder heftig.

Ich starrte einige Sekunden auf den Namen „Thorben Bredow“, bevor ich den Anruf annahm.

„Was gibt es?“

Am Telefon klang seine Stimme kühl und geschäftsmäßig.

Dabei hatte er gestern Nacht noch auf mir gelegen und immer wieder meinen Namen geflüstert.

Ich umklammerte das Kündigungsschreiben so fest, dass meine Finger sich weiß färbten:

„Herr Bredow, es gibt ein Dokument, das Ihre Unterschrift braucht, damit der Vorgang abgeschlossen werden kann.“

Thorben brummte zustimmend und schien sich dann an etwas zu erinnern:

„Ach ja – komm nachher noch mal in der Wohnung vorbei. Pack deine Sachen zusammen, sie zieht ein.“

„Die Wohnung am Westpark steht leer, du kannst dort einziehen. Ich habe Henrik schließlich versprochen, mich um dich zu kümmern.“

Vor vier Jahren hatte er mich betrunken ins Bett gezogen und mir gnädig die Rolle seiner Bettgefährtin zugestanden.

Vier Jahre später gab er mir nun – gnädig wie eh und je – im Namen der „besten Kumpels“ auch noch eine Wohnung.

Sein durchdachtes Arrangement war so lächerlich, dass es schon nicht mehr lustig war.

Ich lächelte: „Nicht nötig, Herr Bredow. Ich bin erwachsen und kann auf mich selbst aufpassen.“

Und sobald er das Kündigungsschreiben unterschrieben hatte und die letzten Übergaben erledigt waren, wären diese absurden vier Jahre endgültig vorbei.

Ich würde auch heiraten.

02

Im Hotel lag ich die ganze Nacht wach, und dennoch fühlte ich mich klarer als an jedem Morgen, an dem ich neben Thorben aufgewacht war.

Ich rief ein Taxi und fuhr zurück zu der Villa, in der ich vier Jahre lang gelebt hatte. Als ich die Tür aufstieß, glaubte ich fast, mich in der Adresse geirrt zu haben.

Die Räume, die einst in Schwarz, Weiß und Grau gehalten waren, erstrahlten nun überall in warmen Farben.

Den Eingangsbereich, in dem ich einen ganzen Monat lang um ein einziges Plüschtier gebettelt hatte, hatte er jetzt in eine komplette Kuscheltier-Wand verwandelt.

„Svenja mag es so.“

Thorbens Stimme erklang hinter mir.

Als ich mich zu ihm umdrehte, zeigte sich ein Anflug von Unbehagen auf seinem Gesicht.

„Gestern war sie hier und hat sich aufgeregt, als sie deine Sachen gesehen hat.“

Erst als er mich in die Abstellkammer führte, verstand ich, was er meinte.
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