Short
Seine Reue — ich höre nicht mehr zu

Seine Reue — ich höre nicht mehr zu

Von:  Quietschquatsch Joghurtmonster Abgeschlossen
Sprache: Deutsch
goodnovel4goodnovel
8Kapitel
1.0KAufrufe
Lesen
Zur Bibliothek hinzufügen

Teilen:  

Melden
Übersicht
Katalog
CODE SCANNEN, UM IN DER APP ZU LESEN

Zusammenfassung

Mätresse

Reuevolle Familie

Tragische Liebe

Melodramatisch

Handlungswendungen

Voreingenommenheit

Die Frau zurückgewinnen

Reue

An meinem Geburtstagsausflug erschien mein Mann Niklas Hofmann plötzlich mit meiner Adoptivschwester Lena Sommer und ihrem Kind. Als wir abreisen wollten, setzte er sie selbstverständlich auf den Beifahrersitz und sagte zu mir: „Das Kind bekommt leicht auf Reisekrankheit, der Rücksitz ist voller Sachen — du bist ja gesund, nimm den Bus.“ Auch meine Freunde stimmten ihm zu: „Du bist die ältere Schwester, es ist nur richtig, dass du auf das Kind deiner Schwester aufpasst.“ Es standen vier Autos bereit — aber für mich, die Hauptperson, war kein Platz mehr. Mit einem quälenden Gefühl in der Brust stieg ich in den Bus und sah in der WhatsApp-Gruppe, wie Niklas und Lena sich zärtlich verhielten. Und selbst die Themen, über die sie sprachen, waren mir völlig unbekannt. Als ich das neu eingegangene Video öffnete, war auf dem Tisch, der für mich bestimmt war, nur noch der übrig gebliebene Essenrest. Sogar der Geburtstagskuchen, den ich liebevoll zubereitet hatte, wurde von Niklas als Nachtisch an Lena und ihre Tochter verfüttert. Jemand konnte es nicht mehr ansehen und fragte ihn, ob das nicht falsch sei. Niklas, der gerade sorgfältig Lenas Mund abwischte, hob nicht einmal den Kopf: „Wir sind doch eine Familie. Clara wird sich nicht ärgern.“ In diesem Moment war die siebenjährige Ehe zu Ende.

Mehr anzeigen

Kapitel 1

Kapitel 1

Als Niklas Lena und ihre Tochter eifrig auf den Beifahrersitz platzierte, wusste ich sofort — ich war nicht mehr die Hauptperson dieses Ausflugs.

Lena öffnete das Autofenster und schenkte mir ein süßes Lächeln:

„Niklas sagte, heute ist dein Geburtstag. Er hat uns extra eingeladen.“

„Es tut mir leid. Lotti bekommt leicht Reisekrankheit. Stört es dich nicht, wenn wir vorne sitzen?“

Ich sah die verborgene Provokation in ihren Augen und schwieg.

Niklas legte seine Hand auf ihre Schulter und beruhigte sie leise:

„Mach dir keine Sorgen, Lena. Wir sind eine Familie. Wie sollte Clara etwas dagegen haben?“

Er sagte das, öffnete die Autotür und stieg aus, um die Sachen vom Rücksitz zu holen und mir einen Platz freizumachen.

Meine Augen brannten vor Tränen. In meinem Herzen war Verzweiflung und Trauer.

Er wusste genau, ich mag Lena nicht. Aber er brachte sie trotzdem mit — unter dem Vorwand, meinen Geburtstag zu feiern.

Lena blickte zu Niklas, der hinten die Sachen räumte, und dann zu den umstehenden Freunden — in ihren Augen lag ein Hilferuf.

Ein Freund verstand sofort und sprach auf einmal an:

„Das sind alles Lottis Snacks und Spielzeuge. Wenn du sie rauswirfst, wird das Kind traurig!“

Noch bevor das Wort aus war, fing Lotti sofort an, laut zu weinen.

Lena tadelte ihre Tochter sanft und senkte leicht den Kopf — ihre Stimme war voller Bedauern:

„Entschuldige, Clara. Wir sind der Grund für euren Streit. Dann gehen wir nicht mit.“

Sie umarmte das Kind zärtlich und stieg aus, und das kleine Mädchen lag bedauernd auf ihrer Mutter Schulter:

„Mama, gehen wir wirklich nicht? Ich habe auf dieses Picknick so lange gewartet.“

Als Niklas das kleine Mädchen voller Enttäuschung sah, zog er die Brauen zusammen.

Er zog Lena und ihre Tochter entschieden zurück ins Auto. Dann ergriff er mich und führte mich zur Seite:

„Clara, du bist gesund. Nimm einfach den Bus.“

„Ich muss fahren. Ich kann dich nicht begleiten. Wenn du an der Haltestelle aussteigst, warte ich dort auf dich.“

Meine Finger wurden leicht kalt. Aus meiner Brust drang Herzschmerz, vermischt mit Schmerz und Ungerechtigkeit.

Ich senkte langsam den Kopf.

In diesem Moment konnte ich meine Gefühle nicht benennen. Und ich wusste nicht, ob Niklas mein trauriges Gesicht sah.

Die daneben stehenden Freunde sagten, dieses Lösung sei perfekt — sie fuhren fröhlich los.

Auf dem Gesicht von Niklas war nichts von Schuld oder Reue zu sehen. Es schien ihm selbstverständlich.

Ich hielt die aufsteigenden Tränen zurück und lächelte selbstironisch.

Es war sinnlos, ob ich mitging oder nicht.

Das Auto startete langsam. Lena lächelte triumphierend und sagte, ich solle auch schnell losgehen.

Ich sah Niklas, der Lena den Sicherheitsgurt anlegte. In seinen schönen Augen spiegelte sich nur diese Mutter und Tochter.

Ich streifte den Ehering an meinem Ringfinger. Ich hatte das Gefühl, meine Ehe sei total kaputt.
Erweitern
Nächstes Kapitel
Herunterladen

Aktuellstes Kapitel

Weitere Kapitel
Keine Kommentare
8 Kapitel
Entdecke und lies gute Romane kostenlos
Kostenloser Zugriff auf zahlreiche Romane in der GoodNovel-App. Lade deine Lieblingsbücher herunter und lies jederzeit und überall.
Bücher in der App kostenlos lesen
CODE SCANNEN, UM IN DER APP ZU LESEN
DMCA.com Protection Status