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Kapitel 4

Author: Melisa
„Nina, du wirst für eine Weile suspendiert.“

Meine Fingernägel bohrten sich tief in meine Handflächen. Ich versuchte, mich zu verteidigen.

„Direktor, dieser Beitrag ist gelogen! Außerdem stehe ich gerade in meiner wichtigsten Aufstiegsphase …“

Der Direktor seufzte. „Weiß ich doch auch, dass es gelogen ist! Heute Morgen wurde unser Krankenhaus mit Anrufen überschwemmt. Wir müssen eine Erklärung abgeben.“

„Was die Beförderung betrifft, warte eben noch fünf Jahre.“

Mir standen die Tränen in den Augen.

Ich wartete schon seit fünf Jahren auf die Beförderung.

Wie viele weitere fünf Jahre kann ich noch warten?

Wer diesen Beitrag gepostet hat, war leicht zu erraten, typisch Julia.

Sie wollte mich für immer ruiniert sehen.

Ich unterdrückte meine Bitterkeit und zwang mich, diese Tatsache zu akzeptieren, als ich das Büro verließ.

Wütende Angehörige stürmten auf mich zu. Einer schlug mir mit voller Wucht ins Gesicht und brüllte:

„Eine Ärztin mit so einem chaotischen Privatleben gehört hier nicht mehr hin! Jemand hat mir gerade erzählt, du hast meinen Vater nur wegen seiner Rente gepflegt!“

„Ich dachte, du bist echt besorgt um alte Leute. Unglaublich, du bist so verkommen!“

Die Leute, die mir vorher noch dankbar waren, starrten mich jetzt mit Hass und Verachtung an.

Aus der Menge kamen die Urheber, Jens und Julia, Hand in Hand.

Beide grinsten höhnisch. Jens sagte kalt:

„Julia hat dich doch längst gewarnt. Das ist doch nur für dein Bestes, aber du wolltest einfach nicht hören.

„Jetzt erleidest du die Konsequenzen deiner Taten? Das hast du dir verdient!“

Julia sah mich mit einem selbstgefälligen Grinsen an und rief in einem streng ernsten Ton:

„Solche Bösewichte werden eines Tages bestraft! Keine Sorge, ich werde für euch Gerechtigkeit einfordern!“

„So eine Goldgräberin wird aus dem Krankenhaus fliegen und nie wieder eingestellt!“

Rundum brandete donnernder Applaus auf.

Jens blickte hochmütig auf mich herab und sagte:

„Julia hat bereits die anderen drei Geldgeber auf deinem Handy kontaktiert und ihnen die ganze Wahrheit erzählt.“

„Sie alle wollen persönlich zur Konfrontation kommen. Wir haben eine Opferallianz gegründet und einen Anwalt gefunden. Warte nur ab, bis du das Anwaltsschreiben erhältst!“

Ich dachte fast, ich hätte mich verhört.

Sie haben meinen Vater und meinen älteren Bruder kontaktiert, die mich normalerweise wie eine Prinzessin verwöhnen, um mich zu verklagen?

Julia sah meinen überraschten Gesichtsausdruck und dachte, ich wäre erschrocken.

Sie schürte das Feuer noch weiter.

„Ich sage dir, ich habe unzählige Fälle von falschen Berühmtheiten wie dir bearbeitet. Diese reichen Leute sind am besten darin, Menschen zu quälen.“

„Wenn sie dir das Gesicht zerfetzen und dich zur Unterhaltung in ein Bordell schicken, wird dein ganzes Leben dort enden!“

„Sie kommen gleich, warte nur ab!“

Ich lächelte mit einem vielsagenden Ausdruck:

„Gut, dann warten wir mal ab. Hoffentlich rennt ihr nicht weg!“

Nicht mal fünf Minuten später betrat ein mittlerer Mann das Krankenhaus, begleitet von zwei jungen Männern.

Ein Dutzend Leibwächter führten den Weg an, mit drohender Haltung.

Julia trat schmeichelnd nach vorne und begrüßte den führenden Mann.

„Sie müssen Herr Greif sein! Die falsche Berühmtheit steckt genau hier! Wir haben ihr bereits eine kleine Lektion erteilt!“

„Den Rest müssen Sie machen, schließlich sind Sie die tiefsten Opfer!“

Der Mann blieb stehen, hob die Hand und gab Julia eine schallende Ohrfeige.

„Bist du es, die meine Tochter fälschlicherweise als Ehebrecherin beschuldigt hat?“

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