بيت / Romantik / Was ich mir wert bin / Kapitel 52 – Paul & Michelle

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Kapitel 52 – Paul & Michelle

مؤلف: Vic Valentina
last update تاريخ النشر: 2026-07-10 14:41:32

Er antwortete innerhalb von einer Stunde: Morgen, 19 Uhr. Ich schicke dir die Adresse.

Die Adresse kam kurz darauf – ein kleines Restaurant in einer Seitenstraße, die ich nicht kannte, mit einem Namen, der nach dem Ort klang, an dem man nicht gesehen werden wollte, nicht weil man sich schämte, sondern weil manche Gespräche einen Raum verdienten, der niemandem sonst gehörte.

Ich sagte Sophie, dass ich morgen Abend einen Termin hätte. Beruf

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  • Was ich mir wert bin    Kapitel 70 – Paul

    Das Telefon klingelte kurz nach fünf.Ich saß in meinem Büro, nicht weil ich arbeitete, sondern weil das Büro ein anderer Ort war als das Penthouse, und ich hatte in den letzten Stunden zwischen beiden gewechselt wie jemand, der hofft, dass ein Ortswechsel das Denken ändert. Es tat es nicht, aber es gab etwas zu tun.Michelles Name auf dem Display.Ich hatte erwartet, eine Nachricht zu bekommen. Nicht das. Ich nahm ab, beim zweiten Klingeln, und sagte nichts, weil in dem Moment, in dem ich das Display sah, irgendetwas in mir beschlossen hatte, diesmal zu warten."Paul.""Michelle."Die kurze Stille danach war anders als die Stillen davor. Keine Spannung, keine aufgeladene Abwesenheit von Worten. Nur zwei Menschen, die wussten, dass das, was jetzt gesagt wurde, zählte."Ich schulde dir eine Antwort", sagte sie. "Nicht per Nachricht."Ich schwieg einen Moment, und in diesem Moment passierte vieles g

  • Was ich mir wert bin    Kapitel 69 – Michelle

    Ich blieb sitzen, noch lange, nachdem die Schritte im Treppenhaus verklungen waren.Die Wohnung hatte sich nicht verändert. Die schiefe Stehlampe stand noch schief. Das Fenster mit der kahlen Platane draußen zeigte denselben grauen Nachmittagshimmel wie vorher. Der Fuchsbecher – mein alter, mit dem abgeplatzten Rand – stand auf dem Tisch zwischen uns, zwischen dem Platz, auf dem ich saß, und dem Stuhl, auf dem Heinrich von Hohenberg gesessen hatte.Ich nahm ihn, weil das, was man tat, wenn man nicht wusste, was man sonst tun sollte.Er war leer. Ich hatte vergessen, Tee zu machen, weil ein ungebetener Gast die Selbstverständlichkeiten des Nachmittags durcheinandergebracht hatte. Trotzdem hielt ich ihn mit beiden Händen, weil das vertraut war, weil die Wärme, die er gespeichert hatte, noch da war – nicht wirklich, er war kalt –, aber ich hielt ihn trotzdem, und das reichte.Es war still.Nicht die Stille von Pauls Penthouse, die er mir beschrieben hatte – diese käufliche, bewusst herzu

  • Was ich mir wert bin    Kapitel 68 – Michelle

    Die Klingel ging kurz nach drei.Ich erwartete niemanden. Katharina war im Büro, Vivian hatte sich für den Tag verabschiedet, Sophie hatte mir geschrieben, dass sie später melden würde. Trotzdem stand ich auf, weil das Klingeln die Qualität hatte, die Klingeln haben, die nicht zufällig sind – kurz, bestimmt, ohne die zögernde Länge von jemandem, der nicht sicher ist, ob er richtig ist.Ich drückte den Türöffner, ohne vorher zu fragen. Das war ein Fehler.Der Mann, der die Treppe heraufkam, trug einen dunkelgrauen Mantel, der teuer war auf die Art, auf der Dinge teuer waren, wenn man nicht mehr darüber nachdachte. Seine Schritte auf der Treppe hatten dasselbe Gewicht wie seine Präsenz auf dem Stiftungsevent – kontrolliert, ohne Eile, mit der selbstverständlichen Langsamkeit von jemandem, der weiß, dass man auf ihn warten wird.Heinrich von Hohenberg stand in meinem Trep

  • Was ich mir wert bin    Kapitel 67 – Michelle

    Seine Nachricht kam um 11:23 Uhr.Ich sah sie zuerst als Vorschau auf dem Sperrbildschirm – die ersten Wörter, abgeschnitten, gerade genug, um zu wissen, dass es keine freundliche Nachricht war. War das wenigstens diskret genug— Ich nahm das Handy hoch, las sie vollständig, legte es wieder hin.Stand auf. Ging zum Fenster. Kam zurück.Las sie nochmals.War das wenigstens diskret genug für dich? Oder zählst du auf meine Geduld, während du dein Leben lebst und mich als Platzhalter hältst?Die erste Reaktion war Wut. Sauber, klar, sofort da, auf eine Art, die ich fast respektieren konnte, weil sie keine Verzögerung hatte – kein Zögern, kein Abwägen, nur die unvermittelte Schärfe von jemandem, der genau das gesagt hatte, was er meinte, und der damit vollständig unrecht hatte.Platzhalter.Ich war kein Platzhalter. Das war das Un

  • Was ich mir wert bin    Kapitel 66 – Paul

    Ich hatte das Handy zu spät weggelegt.Das war der eigentliche Fehler des Abends gewesen – nicht die zweite Stunde Arbeit, nicht das Glas Wein, das ich mir kurz vor Mitternacht eingeschenkt hatte, sondern das Handy, das ich weiter bei mir behalten hatte, weil irgendetwas in mir nicht loslassen wollte. Markus hatte mir einmal gesagt, Schlaf sei das Erste, das man opferte, wenn man ein Problem nicht lösen konnte – und dann, mit dieser ruhigen Logik, die er für solche Sätze hatte: "Als ob Schlafen das Problem aufgeben bedeutet."Ich hatte ihn ausgelacht. Damals.Jetzt lag ich um kurz vor sieben noch halbwach, das Handy in der Hand, und sah, dass mir eine Nummer geschrieben hatte, die ich als Pressemanagement gespeichert hatte – eine Frau, die ich bezahlte, um genau solche Nachrichten abzufangen, bevor sie mich um sieben morgens erreichten.Ihre Nachricht: Dringend. Bitte sofort lesen.Darunter: ein Link.

  • Was ich mir wert bin    Kapitel 65 – Michelle

    Der Link öffnete sich langsam, wie Dinge sich langsam öffneten, wenn das Netz an einem Freitagmorgen träge war und man noch nicht wach genug, um ungeduldig zu sein. Ich hatte erwartet, einen weiteren Artikel über Pauls Stiftungsabgabe zu sehen, vielleicht einen Follow-up zum Statement. Irgendetwas Sachliches, das Vivians Kommentar erklärte.Was sich auf dem Bildschirm aufbaute, war kein sachlicher Artikel.Das Hauptbild lud zuerst. Groß, gestochen scharf, in dem klaren Licht des Mittwochmittags: Sophie und ich, auf dem Gehweg vor dem Café an der Mertensgasse. Die Umarmung. Ihr Kopf leicht gesenkt zu meiner Schulter, meine Arme um sie, beide Augen geschlossen, das Halten von zwei Menschen, die – auf dem Bild, ohne Kontext, für jemanden, der nicht da gewesen war – aussahen wie etwas, das sie nicht waren.Die Überschrift stand darunter, fett, reißerisch, in der Schriftgröße, die Boulevardm

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