Rainas Perspektive„Brauchst du Hilfe, Kimberly?“, bot ich an. Ich hielt meine Stimme leise genug, dass die anderen in der Nähe es nicht hören würden. So wenig ich das Mädchen mochte, ich würde sie nicht noch weiter demütigen. Sie schaffte das auch ganz allein mehr als gut genug.Sie warf mir einen bedrohlichen Blick zu, als wäre es irgendwie meine Schuld, dass sie es nicht richtig hinbekam. Ich verdrehte die Augen, trat aber, wider besseres Wissen, einen Schritt näher.„Hör zu, ich versuche nicht, ein Arschloch zu sein. Ich will dir nur Hilfe anbieten, aber nur, wenn du sie willst.“Ihr honigblondes Haar klebte an ihrer verschwitzten Haut und stand wirr aus ihrem Pferdeschwanz hervor. Ihr geschminktes Gesicht war rot vor Anstrengung, und unter ihren Augen war die Wimperntusche verschmiert. Zum ersten Mal, seit ich sie kannte, sah sie nicht perfekt aus.„Warum sollte ich Hilfe von dir annehmen?“, höhnte sie und fletschte die Zähne. „Du hast keine Wölfin, aber denkst, du bist besser als
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