Damals dachte sie: Dr. Keller ist so klug. Eines Tages wollte sie genauso sein. Dann könnte sie vielleicht ihre Schwester heilen.Doch in diesem Moment legte sich eine Hand auf ihre Schulter und glitt langsam tiefer.Mira erstarrte. Jeder Nerv spannte sich an. „Dr. Keller…“„Mira, habe ich dir je gesagt, wie gern ich dich habe?“Er umarmte sie von hinten. Sein Mund senkte sich auf ihren Nacken.Mira spürte, dass etwas nicht stimmte. Sie sprang vom Stuhl auf. „Dr. Keller, das geht nicht. Das ist falsch.“Sie hastete zur Tür, aber er packte sie von hinten und zerrte sie zum Bett.Sie wehrte sich, wollte schreien. Er hielt ihr den Mund zu.„Schrei nicht. Meine Familie ist nebenan. Willst du, dass alle wissen, was wir hier treiben?“Mira lag zitternd auf dem Bett.Sie wusste nicht, warum sie nicht schreien konnte. Ihre Kehle war wie zugeschnürt.Sie hatte Angst – Angst, dass beim ersten Schrei alle hereingestürmt kämen und sie mit Reinhard im Bett sähen.Nicht einmal laut weine
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