LOGINLenas Welt brach zusammen! Der Mann, mit dem sie eine Nacht verbracht hatte, war ihr Universitätsprofessor. Und als wäre das nicht schlimm genug – sie war auch noch schwanger. Mit zitternden Händen legte sie ihm den Schwangerschaftstest vor. Professor Strauß gab ihr zwei Möglichkeiten: Erstens: Abtreibung. Zweitens: Heirat. Und so heiratete Lena ihren eigenen Professor – Hals über Kopf. Nach der Hochzeit schliefen sie in getrennten Zimmern. Eines Abends stand Professor Strauß mit einem Kissen vor ihrer Tür. „Die Heizung in meinem Zimmer ist kaputt. Kann ich heute bei dir übernachten?“ Lena, noch ganz naiv, ließ ihn herein. Am nächsten Abend stand er wieder da. „Immer noch nicht repariert. Nur noch eine Nacht.“ Am Ende zog Professor Strauß schließlich bei ihr ein. Seine Begründung: „Wir sparen Heizkosten. So bleibt mehr Geld für das Baby.“ —————————————————— Die Medizinische Fakultät des Waldmeer-Vereins war eine Elite-Universität. Professor Tobias Strauß war dort eine Legende – der jüngste Professor in der Geschichte der Fakultät. Er trug immer einen Ehering, aber niemand hatte je eine Frau an seiner Seite gesehen. Eines Tages konnte ein Student seine Neugier nicht mehr zurückhalten und fragte im Seminar: „Professor Strauß, Sie sind verheiratet, nicht wahr? Wann stellen Sie uns Ihre Frau vor?“ Professor Strauß rief plötzlich einen Namen: „Lena Schmidt.“ Reflexartig stand eine junge Frau im Saal auf. „Hier!“ Unter den Blicken aller Studenten lächelte Professor Strauß sanft: „Darf ich vorstellen: Das ist meine Frau, Lena Schmidt. Sie ist eine sehr angehende Herzchirurgin.“
View MoreFelix zitterte nervös auf der Bühne und sagte zu Tobias neben ihm: „Ich bin so aufgeregt.“Tobias’ Blick ruhte auf Lena: „Keine Sorge, Übung macht den Meister.“Felix hätte ihm am liebsten gegen das Schienbein getreten. Der Form halber riss er sich zusammen.Die Bräute erreichten sie.Tobias’ Blick wurde weich. Er streckte Lena die Hand entgegen, und als er sie ergriff, sagte er sanft: „Genau wie ich es mir vorgestellt habe. Wunderschön.“Seine Augen verbargen seine Bewunderung nicht. Lena lächelte: „Du auch. Sehr gutaussehend.“Das stimmte – Tobias im Anzug war elegant und vornehm, mit seinem makellosen Gesicht wie ein Märchenprinz.Von der Seite kam Felix’ Stimme, fast schluchzend: „Liebling, ich muss weinen.“Charlotte machte ein Gesicht, das Bände sprach: „Haltung bewahren, Haltung bewahren! Das Wetter ist eh mies. Wenn die Fotos auch noch daneben sind, lösch ich alle.“Felix atmete tief durch und setzte sofort ein Lächeln auf.„…“„…“Lena und Tobias tauschten einen Bl
„Moment mal!“Felix fiel plötzlich etwas ein.„Nein, geht nicht. Nicht zusammen heiraten.“„Warum nicht?“ Lena beugte sich neugierig zum Handy.Tobias sah, dass ihre Haare noch tropften, nahm ihr Handtuch und trocknete sie sanft.„Seit dem Gymnasium – wo Tobias war, wurde ich unsichtbar. Wenn wir zusammen heiraten, zwei Bräutigame, und er so viel besser aussieht – dann bekommt er den ganzen Glanz.“Alle mussten lachen.„Lacht nicht! Ihr wisst nicht, wie es ist, ewig der Zweite zu sein. Heul.“Charlotte stichelte: „Na gut, wenn du nicht willst, such ich mir jemand anderen.“Felix knickte sofort ein: „Doch, doch, ich will. Ewig der Zweite ist okay. Hauptsache, ich bin für dich der Erste.“Charlotte hielt ihm die Hand hin: „Schau mal.“„Was denn?“ Felix starrte.„Gänsehaut.“„…“Lena hörte das fröhliche Gezanke am anderen Ende und lehnte sich lachend an Tobias.„Komm, Haare trocknen.“ Tobias zog sie hoch.Lena fiel etwas ein: „Ich muss Sophia Bescheid sagen. Sie reist stän
Lena schreckte wie aus einem Traum hoch und löste sich aus seiner Umarmung, blinzelte ihn an: „Was hast du gesagt?“Tobias nahm ihre Hand und küsste sanft ihren Handrücken, sein Blick ernst: „Liebling, willst du mit mir eine Hochzeit feiern?“Lena beeilte sich zu erklären: „Ich hab dir das nur erzählt, um es zu teilen. Nicht damit du mir eine Hochzeit machst.“„Ich weiß.“ Tobias lächelte sanft.Lenas Augen wurden feucht. Nach kurzem Schweigen umarmte sie ihn wieder.„Es ist doch alles gut so. Tobias, ich brauche keine Hochzeit. Ich hab dich und Hannah, das reicht mir völlig. Wirklich, ich bin so glücklich. Ich bin wirklich so glücklich.“Lena wusste selbst nicht, warum ihr die Stimme brüchig wurde.Sie klang fast drängend, als wollte sie Tobias auf jede erdenkliche Weise zeigen, wie glücklich sie war. Sie wollte nicht, dass er sich schuldig fühlte, als hätte er ihr etwas vorenthalten. Mit ihm und Hannah hatte sie schon das größte Geschenk des Himmels bekommen.„Ich will es aber
Hannah saß in der Boutique, das Kinn auf die Hand gestützt. Tobias stöberte in den Kleiderständern. Nach einer Weile fragte Hannah: „Papa, wie lange braucht Mama noch?“In ein paar Tagen feierte eine Kollegin von Lena Hochzeit und hatte sie eingeladen. Es war Lenas erste Hochzeit als Gast, und sie hatte keine Erfahrung, wollte sich aber schick machen. Also hatte sie Tobias und Hannah an ihrem freien Tag zum Shoppen mitgeschleppt.Sie war ewig nicht mehr bummeln gewesen und wollte in jeden Laden, der ihr ins Auge fiel.Das war anstrengend für Tobias und Hannah, die hinterhertrotteten.Tobias verstand jetzt, warum sein Vater früher nicht gern mit Susanne shoppen gegangen war. Niemand hatte ihn gewarnt, dass Frauen so viel Ausdauer beim Einkaufen haben.Hannahs kurze Beinchen zitterten schon. In jedem Geschäft steuerte sie sofort einen Stuhl an.Die armen zwei.„Gleich.“ Tobias lächelte.Hannah verzog das Gesicht.Tobias streichelte ihr über den Kopf: „Mama geht so selten aus. La






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