Die ersten Fotos sind dreißig Jahre alt. Matthias als Baby, in den Armen seiner Mutter. Eine Frau, die ich nicht kannte, starb, als er fünf war. Sie ist schön, brünett, mit denselben grauen Augen wie er. Matthias als Kind, mit einem Drachen an einem Strand, rennend, lachend, frei. Matthias als Jugendlicher, schon ernst, vor dem Herrenhaus stehend, mit einem Blick, der die Welt zu wägen scheint.Dann erscheint Raphaël. Jünger, anders. Seine hellen Augen, sein schüchternes Lächeln. Fotos von ihm in der Schule, am Strand, mit seiner ersten Staffelei. Ein Foto, auf dem er acht ist, voller Farbe, stolz wie ein König vor einer abstrakten Leinwand. Papa ist neben ihm, lächelnd. Ein Lächeln, das ich gut von ihm kenne.Ich blättere um, zu Tränen gerührt. Sie waren schöne Kinder. Sie sind zu prachtvollen Männern geworden. Und ich, wo war ich damals? Noch nicht geboren. Noch nicht in ihr Leben getreten.Je mehr ich durchwühle, desto näher kommen die Fotos der Gegenwart. Ich erkenne Sommer, Weihn
Última atualização : 2026-04-11 Ler mais