Die Nacht im Krankenhaus wurde länger, als Julian erwartet hatte.Die Wehen kamen in Wellen.Nicht konstant – aber stark genug, um alle wach zu halten.Klara lag auf der Seite, die Augen geschlossen, die Hand fest in Julians.„Atme“, sagte er leise.Sie nickte.Eine weitere Welle zog durch ihren Körper.„Es ist zu früh“, flüsterte sie.„Ich weiß.“„Das Baby darf noch nicht kommen.“Julian antwortete nicht sofort.Er strich nur über ihre Stirn.„Wir halten es hier.“Die Ärztin kam wieder ins Zimmer, prüfte die Werte, sah auf das CTG.„Die Medikamente wirken langsam“, sagte sie. „Aber Sie müssen absolut ruhig bleiben.“Klara lachte kurz, erschöpft.„Ruhig ist gerade schwierig.“Die Ärztin sah Julian an.„Stress wirkt sich direkt aus. Alles, was Druck erzeugt, müssen wir minimieren.“Julian verstand sofort, was sie meinte.Alles.Auch den Streit.Auch das Gericht.⸻Zur gleichen Zeit saß Ava bei Miriam am Küchentisch.Es war früher Abend.Hausaufgaben lagen vor ihr, aber sie starrte nur
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