Der Morgen fühlte sich irgendwie anders an. Nicht, weil sich der Ablauf geändert hatte. Sondern weil sich die Haltung der beide verändert hatte. Klara stand in der Küche und schnitt Obst in kleine Stücke. Die Bewegungen waren routiniert, ruhig. Aber in ihr war etwas wacher als sonst. Bewusster. Sie hörte Schritte auf der Treppe. Julian. Er blieb kurz im Türrahmen stehen. Beobachtete sie. Nicht heimlich. Nicht prüfend. Sondern mit dieser offenen Ruhe, die neu war. „Guten Morgen“, sagte er. „Guten Morgen.“ Kein Zögern. Kein vorsichtiges Sie mehr. Er trat näher, stellte zwei Tassen frischen Kaffee auf die Arbeitsfläche und lehnte sich leicht dagegen. „Hast du gut geschlafen?“ Das Wort hing nicht in der Luft. Es passte einfach. Klara hob den Blick zu ihm. „Ja“, sagte sie ruhig. Und merkte, dass sie es ernst meinte. Ava begann im Wohnzimmer zu rufen. Dieses energische, fordernde Rufen, das keinen Aufschub duldete. Klara ging sofort los, hob sie hoch, drückte sie kurz an sic
Last Updated : 2026-02-16 Read more