Liams SichtDas Haus roch muffig.Das war das Erste, was mir auffiel, als ich die Haustür aufschloss. Normalerweise roch unser Zuhause nach Vanille oder frischer Wäsche oder nach irgendeiner teuren Kerze, die Elena gerade abbrannte. Jetzt roch es nur noch nach Staub und abgestandener Luft.„Elena? Ich bin zu Hause!“, rief ich und ließ meine Sporttasche im Flur fallen.Der Ruf hallte im leeren Gang wider.„Im Ernst, Elena? Du ziehst das immer noch durch?“, murmelte ich und verdrehte die Augen.Es waren drei Tage vergangen – vielleicht vier? – seit sie wie eine Irre aus dem Haus gerannt war, nachdem sie Sophia die Treppe hinuntergestoßen hatte. Ich rechnete damit, dass sie inzwischen zurück war. Wo sollte sie denn hin? Sie hatte keine Familie in den Staaten. Sie hatte kein Geld – unsere Konten liefen gemeinsam, und ich hatte keine Abhebungen gesehen.Ich nahm an, sie spielte ein Machtspiel. Versteckte sich in irgendeinem Hotel und wartete darauf, dass ich anrief und bettelte. Nun, da kon
Baca selengkapnya