Elenas SichtIn dem Bruchteil einer Sekunde, in dem Sophia losrannte, verarbeitete mein Gehirn alles mit quälender Klarheit.Ich sah das Aufblitzen der Edelstahlklinge, den Wahnsinn in ihren weit aufgerissenen, starren Augen und Noah, der verzweifelt den inneren Ring durchbrach. Er streckte die Hand aus, war aber noch drei Meter zu weit weg.Ich kniff die Augen zusammen, und ein urzeitlicher Instinkt übernahm. Ich krümmte meinen Oberkörper so weit nach vorn, wie die Kabelbinder es zuließen – ein verzweifelter, letzter Versuch, das winzige Leben in mir mit meinem eigenen Brustkorb zu schützen.Ich wartete auf den kalten, scharfen Biss des Stahls. Ich wartete auf das Ende des Traums, an den ich gerade erst zu glauben begonnen hatte.Aber der Aufprall war nicht scharf. Er war schwer.Ich hörte ein kehliges Stöhnen der Anstrengung, gefolgt von einem feuchten, widerlichen Aufschlag – das Geräusch eines Körpers, der mit einem anderen Körper zusammenstieß.Ein Keuchen, ein rasselnder Atemzug
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