Mina riss die Tür auf. Ihr Herz schlug im Takt des violetten Glühens, das in ihrer Brust wie ein Countdown tickte, doch ihr Gesicht war eine Maske aus vollkommener, erlernter Gefügigkeit.Lila stand im Korridor. Sie hielt das Glas mit dem Tee in den Händen. Ihre Züge waren weich, fast schon mütterlich besorgt, doch Mina sah durch diese Maske hindurch. Sie sah die violetten Lettern, die noch immer wie ein böses Omen in ihrem Gedächtnis brannten: „Ich muss sie davon überzeugen… sie opfern.“„Du siehst blass aus, mein Schatz“, sagte Lila sanft und machte einen Schritt auf sie zu. „Komm, trink. Es wird dir helfen, die Unruhe zu unterdrücken.“Mina nahm das Glas entgegen. Ihre Finger streiften die ihrer Mutter, und für einen kurzen Moment spürte sie die Energie, die zwischen ihnen floss – eine unnatürliche, kalte Verbindung, die nicht menschlich war.„Danke, Mama“, sagte Mina leise. Sie führte das Glas an die Lippen, doch sie trank nicht. Sie nutzte die Bewegung, um den Ärmel ihrer Jacke e
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