Es ist kurz nach Mitternacht, als mein Handy summt.Ich liege in meinem Bett, eingekuschelt in die kuschelige Decke, die Lena mir zum Semesterstart geschenkt hat, und lese.Draußen hat der Regen endlich aufgehört, und durch das offene Fenster strömt die klare, gewaschene Nachtluft herein. Sie riecht nach nasser Erde und dem süßen Duft der späten Rosen, die im Hofgarten blühen.Lena schläft schon seit einer Stunde. Ihr Atem ist gleichmäßig und tief, und ab und zu murmelt sie etwas Unverständliches in ihr Kissen.Ich muss lächeln. Sie hat mir heute Abend beim Kochen von Jonas erzählt dem Medizinstudenten, den sie zufällig im Waschsalon getroffen hat. „Er hat so freundliche Augen, Lysa. Und er hat meine Wäsche zusammengelegt, als ich kurz weg war. Freiwillig! Welcher Mann tut so etwas?“ Ich habe ihr nicht gesagt, dass Jonas Noahs Mitbewohner ist. Ich wusste nicht, wie ich dieses Gespräch führen sollte, ohne dass sie wieder anfängt, mich zu analysieren.Ich greife nach meinem Handy, das
Última actualización : 2026-08-21 Leer más