(Julians Perspektive)Aber ich empfand kein Mitgefühl für sie. Was ich empfand, war Verlangen. Denn trotz der Wut, trotz des Schmerzes, trotz des Verrats, der wie Säure durch meine Adern brannte, war ich erregt. Die Szene in diesem Zimmer hatte mich nicht nur wütend gemacht. Sie hatte mich erregt. Der Anblick, wie Celeste so gründlich, so vollständig genommen wurde, hatte ein Feuer in meinem Blut entfacht, das gelöscht werden musste.Ich stieg wieder in mein Auto und fuhr zu Seraphine. Neben ihr hielt ich an und hupte. Der Ton war scharf und aggressiv, aber sie reagierte nicht. Sie ging weiter, den Blick auf den Boden geheftet, während sich ihre Füße bewegten, als gehörten sie jemand anderem.Ich stieg erneut aus dem Auto und packte sie am Arm. Sie wehrte sich nicht, als ich sie zum Auto zog. Ebenso wenig wehrte sie sich, als ich sie auf den Rücksitz schob. Sie bewegte sich wie eine Marionette, deren Fäden durchtrennt worden waren. Ihr Körper gehorchte meinen Befehlen, ohne dass ihr Ve
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