author-banner
Baby Goody
Author

Novels by Baby Goody

Für Entschuldigungen ist es zu spät.

Für Entschuldigungen ist es zu spät.

Klappentext Sie war nie die Auserwählte. Sie war nur die Ersatzfrau. Als ihre Schwester drei Jahre später von den Toten zurückkehrte, sah Catalina Vega mit an, wie ihr Mann direkt wieder in die Arme einer Frau rannte, die er nie aufgehört hatte zu lieben. Geschlagen. Verraten. Mit einem Geheimnis, das sie bis zum Tod beschützen würde. Catalina tat das Unerwartete. Sie ging. Nun hat Rodrigo Salazar alles, was er sich je gewünscht hat, und es kostet ihn alles, was ihm wirklich wichtig war. Manche Männer erkennen erst, was sie hatten, wenn die Frau, die sie liebte, aufhört, zurückzublicken.
Read
Chapter: Der Befehl von oben
Kapitel 138Der Befehl von obenJONATHAN (Sichtweise)Detective Superintendent Reilly entsprach so gar nicht meinen Erwartungen. Ich hatte mir einen Mann in einem tadellos gebügelten Anzug vorgestellt, mit einer Aktenmappe voller offizieller Stempel. Der Mann, der den Flur entlangkam, war Ende fünfzig, breit gebaut und trug einen vom Regen gesprenkelten Mantel; an seinem Hals baumelte ein Umhängeband, das gegen seine Krawatte schlug. Er sah aus, als hätte er eine lange Fahrt in einem Auto mit defekter Heizung hinter sich.Okoro erwartete ihn am Schwesternstützpunkt, die Arme vor der Brust verschränkt. Wir anderen blieben im Türrahmen von Harolds Zimmer stehen, und ich spürte, wie sich die Schulter meines Vaters neben mir anspannte.„Superintendent“, sagte sie. „Sie sind weit weg von Scotland Yard.“„Drei Stunden Fahrt, und ich habe nicht einmal für einen Snack angehalten.“ Er hielt einen versiegelten Umschlag hoch. „Eine Anweisung des Innenministeriums, unterzeichnet heute Nachmittag
Last Updated: 2026-10-26
Chapter: Die Briefe, die er aufbewahrte
Kapitel 137Die Briefe, die er aufbewahrteJONATHAN (Perspektive)Die medizinische Einrichtung lag am Rande einer Kleinstadt – ein niedriges Backsteingebäude mit einem Parkplatz und einem Verkaufsautomaten, der in der Eingangshalle vor sich hin summte. Wir kamen um halb acht an, nach neunzig Minuten Fahrt in zwei Autos, bei ausgeschaltetem Radio. Margot Foster fuhr in einem dritten Wagen mit – in Handschellen und in Begleitung eines Polizisten. Seit dem Vorfall im Bootshaus hatte niemand mehr mit ihr gesprochen. Einmal hatte ich bemerkt, wie sie durch die Heckscheibe zu meinem Vater hinübersah; sie wandte den Blick jedoch als Erste ab.Mein Vater ging neben mir den Flur entlang. Er blieb einen Schritt zurück – wie ein Mann, der noch nicht das Recht hat, auf gleicher Höhe zu gehen.Harolds Zimmer befand sich am Ende des Ganges; es war nur schwach beleuchtet, und ein Fenster gab den Blick auf den Parkplatz frei. Die Pflegekraft, die den ganzen Nachmittag bei ihm gewesen war, stand mit e
Last Updated: 2026-10-26
Chapter: Sechzehn Minuten
Kapitel 136 – Sechzehn MinutenJONATHAN (Perspektive)„Welcher Schlüssel?“, fragte ich.Margot deutete auf meinen Mantel. „Der eiserne. Der von deinem Großvater.“Ich holte ihn hervor. Im Licht der Lampe wirkte er kleiner als im Tresor – ein schlichtes, narbiges Stück Metall mit abgenutztem Griff und der eingestanzten Zahl 417. Ich hatte ihn nun schon zehn Stunden bei mir, und doch erwartete ich insgeheim immer noch, dass er in meiner Hand zu Staub zerfallen würde.„Der graue Schlüssel liegt in einem Beweismittelbeutel im Hafen von Brancaster“, sagte Okoro. „Calloway hielt ihn in der Faust, als wir ihn festnahmen. Falls Sie jetzt sagen wollen, dass man alle drei braucht, Dr. Foster, dann haben wir ein Problem.“„Nein, braucht man nicht. Sehen Sie sich das Telefon an.“Okoro hob es mit zwei behandschuhten Fingern auf und drehte es um. Auf der Rückseite, direkt unter dem Gehäuse, befand sich ein winziges Messingplättchen – ich hätte es für eine Herstellerkennzeichnung gehalten. In seine
Last Updated: 2026-10-25
Chapter: Die Frau in der Vorratskammer
Kapitel 135Die Frau in der VorratskammerJONATHAN (Perspektive)Okoro hatte ihre Waffe bereits erhoben, noch bevor die Stimme verstummt war. Zwei Beamte richteten ihre Taschenlampen auf die Tür der Vorratskammer; der Lichtkegel erfasste eine Frau, die aus der Dunkelheit trat. Sie hatte die Hände erhoben, die Handflächen nach außen gewandt – wie jemand, der gerade eine lange Darbietung beendet hat.Sie war in den Fünfzigern, von zierlicher, gepflegter Gestalt, mit kurzem grauem Haar und einem Gesicht, das einem sofort wieder aus dem Gedächtnis entgleitet. Sie trug einen dunkelblauen Mantel und praktische Schuhe. Um den Hals hing ein Schlüsselband, das in ihren Kragen gesteckt war – als hätte sie völlig vergessen, dass es dort war.„Bitte nicht“, sagte sie. „Ich bin der harmloseste Mensch in diesem Haus. Ich stehe schon seit vierzig Minuten in einem Schrank.“„Name“, sagte Okoro.„Margot Foster.“ Sie sagte es ganz schlicht. „Dr. Margot Foster, um es förmlich auszudrücken. Ich bin seit
Last Updated: 2026-10-24
Chapter: Die Dosis
Kapitel 134Die DosisJONATHAN (Perspektive)Mein Vater trat vor mich, noch bevor ich begriff, dass er sich überhaupt bewegt hatte. Nach siebenundzwanzig Jahren war dies die erste Handlung, die er vollzog – und ich spürte sie in meinen Rippen wie einen blauen Fleck.„Marcus“, sagte ich über seine Schulter hinweg. „Du warst hinter uns.“„Das war ich.“ Marcus blieb an der Türschwelle stehen; im Schein des Lichts wirkte sein Gesicht eingefallen. „Ich habe Okoros Leuten gesagt, ich würde vorausgehen und sicherstellen, dass der Weg frei ist. Das war gelogen. Ich musste hier sein, bevor irgendjemand sonst eintrifft.“ Er hob die Mappe ein Stück an. „Ich bin nicht bewaffnet und bin nicht hier, um jemandem zu schaden. Ich brauche nur fünf Minuten.“„Das Auto auf dem Weg“, sagte mein Vater. „Warst du das?“„Ich bin den Weg gekommen, den auch meine Mutter immer genommen hat. Hinter dem See gibt es einen Wirtschaftsweg.“ Er schluckte. „Mr. Hale, Sie wissen, wer ich bin.“„Imeldas Junge.“ Die Stim
Last Updated: 2026-10-24
Chapter: Die Stimme am anderen Ende der Leitung
Kapitel 133Die Stimme am anderen Ende der LeitungJONATHAN (Perspektive)Ich sagte nichts. Ich konnte nicht. Siebenundzwanzig Jahre voller Trauer hatten sich in meiner Brust wie Beton verfestigt – und die Stimme am anderen Ende der Leitung hatte nun einen Riss mitten hindurch geschlagen.„Jonny“, sagte mein Vater noch einmal, ganz sanft. „Bist du noch da?“„Ja.“ Es klang nur wie ein heiseres Krächzen.„Gut. Leg nicht auf. Ich weiß, du möchtest es, und ich würde es dir nicht verübeln.“ Im Hintergrund war leise das Plätschern von Wasser zu hören, irgendwo rief ein Vogel. „Ich habe mir das jahrelang zurechtgelegt, aber nichts davon hat wirklich geholfen. Also sage ich es einfach direkt: Ich lebe. Es tut mir leid. Und ich bin nicht der Mann, der euch die ganze Woche über in Angst versetzt hat.“Okoro drehte sich auf dem Vordersitz um und formte lautlos mit den Lippen: *Halt ihn im Gespräch.* Sie hielt selbst ein Telefon am Ohr und gab Informationen an jemanden weiter. Neben mir war Catal
Last Updated: 2026-10-23
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status