
Der Wolfslose Zuchter des Alphas
Klappentext
In der schattenhaften Welt der Werwolfrudel, wo uralte Riten eine Verwandlung unter dem Blutmond verlangen und wahre Seelenverwandte selbst die tiefsten Wunden heilen können …
Seit achtzehn Jahren ist Mitchelle Ashford die verborgene Schande des Moonridge-Rudels – ohne Wolf, von ihrem Alpha-Vater versteckt und nur von ihrer Mutter Luna Selene geliebt, die ihr versprochen hatte, dass die Mondgöttin für jede Seele eine Bestimmung habe, selbst für die scheinbar Verfluchten. Doch in der Nacht ihres Erwachungsrituals schlägt das Schicksal zu: Sie kann sich nicht verwandeln, die heiligen Schutzzauber schwächen sich, und Attentäter tauchen aus dem Wald auf. Sie schlachten Selene vor Mitchelles Augen ab, und die sterbende Bitte ihrer Mutter, zu überleben, hallt in ihren Ohren nach.
Als unwürdig gebrandmarkt und der Hinrichtung entgegenstehend, wird Mitchelle in einer verzweifelten Vertragsehe an Alpha Adrian Throne von Shadowfang verkauft, den vernarbten, brutalen Alpha, dessen wilder Wolf unkontrollierbare Wutausbrüche entfesselt und jede Wölfin davon abhält, seinen Erben zu gebären.
Kann in einem Reich urzeitlicher Bindungen und uralter Magie eine auf Wahrheit gegründete Liebe über Manipulation, Rache und Dunkelheit triumphieren? Oder werden die Schatten der Vergangenheit alles einfordern, wofür sie gekämpft haben, um es zu retten?
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Chapter: Der Preis meines LebensMitchelles POVIch erinnerte mich nicht, eingeschlafen zu sein. In einem Moment hatte ich meine Beine noch niedergeschlagen über den kalten Steinboden vor den Türen des Gerichtssaals geschleppt.Ich hatte dem Rat zugehört, wie er nach meinem Tod brüllte.Im nächsten Moment öffnete ich die Augen in der Dunkelheit und Stille der Nacht, mit dem Schmerz eines Körpers, der sich selbst in die Leere geweint hatte.Ich stemmte mich vom Bett hoch.Mein Kopf schrie, er hämmerte heftig, und für einen schrecklichen Sekundenbruchteil wusste ich nicht, wo ich war.Dann fiel mir alles wieder ein: die Beerdigung, der Tod meiner Mutter, die kolossale Katastrophe beim Ritus des Erwachens und gestern… die Verkündung meines Todes durch die Ältesten im Gerichtssaal.Ihr Brüllen hallte noch immer in meinem Kopf wider.Alle dafür!Ich schleppte meine müden Beine durch die Tür meines Zimmers. Der Flur war leer, als wären alle Zofen und Palastdiener nach Hause zu ihren Liebsten gegangen.Die jüngsten Katastro
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Chapter: Dreizehn GräberMitchelles POV.An manchen Morgen geht die Sonne auf wie ein Versprechen. Aber dieser Morgen war schmerzhaft keiner davon.Der Himmel über Moonridge hatte die Farbe von etwas, das verblutete. Als schämten sich die Himmel selbst für das, was sie in der Nacht zuvor zugelassen hatten.Ich stand an meinem Fenster und sah zu, wie sich das Licht langsam höher schob, und fühlte… absolut nichts.Das Seltsamste war jedoch, dass ich Trauer hätte fühlen sollen – eine Trauer, die mich niederdrücken müsste. Stattdessen war da nur eine hohle Leere, ein stilles Echo der Stimme meiner Mutter.Ich hatte nicht geschlafen. Ich saß in meiner zerfetzten, ramponierten Zeremonienrobe auf der Kante meines Bettes und starrte an Wände und Decke, während die Nacht langsam in den Morgen überging.Und nun war der Morgen da, und meine Mutter war immer noch fort. Kein frühes Klopfen an der Tür, kein Nachsehen. Die Last dieses Wissens lag schwer auf meiner Brust.Das Heilige Tal roch wie immer: nach feuchter Erde un
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Chapter: Die Nacht bevor der Mond fielMitchelles POV.„Es ist Zeit!“Die Stimme des Wächters hallte von der Tür her durch den Raum.Mein Magen sackte nach unten, und die Haare an meinem Körper stellten sich auf. Ich wusste, dass draußen nur eines auf mich wartete: eine kolossale Schande.Die Zeremonienroben bestanden aus dicker weißer Seide, durchwirkt mit silbernen Mondsteinen. Sie umhüllten meinen Körper wie ein wunderschöner Käfig.Jeder Atemzug fühlte sich abgemessen und geborgt an. Die Zofe befestigte den letzten Verschluss an meinem Schlüsselbein.Ich trat zurück, um ihr Werk zu bewundern. Ich stand da und bewunderte das Mädchen, das nicht existierte. Eine Luna in Wartestellung. Die Erbin von Moonridge.Ich war nichts von alldem, und in weniger als einer Stunde würde jede Seele in diesem Rudel von dem Scheusal wissen, das so lange im Palast gelebt hatte.Die Nacht kroch wie eine Schnecke aus ihrem Haus. Ich trat hinaus.Sie sahen es.Hunderte Fackeln säumten den Pfad, der zum Kreis der heiligen Steine führte.Der Mo
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Chapter: Leer geborenSiebzehn Jahre!Dreihundertvier Monde vergangen!Und in nur wenigen Stunden wird das Schicksal eines Menschen entschieden werden – und dieser Mensch bin ich.Die Sonne würde endgültig über mir untergehen, und die Mondgöttin würde mir ihre letzte Chance gewähren, falls ich mich in meine Wolfsgestalt verwandeln könnte.Allein dieser Gedanke traf mich wie ein Schlag, während ich in meinem Bett lag. Meine Brust hob und senkte sich auf eine Weise, die ich nicht erklären konnte, und mein Blick wanderte zur rissigen Decke über mir.Mein Körper war physisch hier in meinem Zimmer, doch mein Geist war an einen Ort abgedriftet, den ich selbst nicht benennen konnte.Dann ein leises Klopfen an der Tür. Die Tür öffnete sich, ohne dass ich geantwortet hatte.„Mitchelle“, durchbrach die Stimme meiner Mutter den Raum.Luna Selene durchquerte den Holzboden mit einem Rascheln von Seide. Ihr Lavendelduft verriet sie. Doch heute war alles anders – eine tiefe, verzweifelte Dringlichkeit lag in ihrer Stimme
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