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Novels by Nico

Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs

Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs

Als mein Ehemann mir ein Messer in den Rücken stieß, lächelte er und verriet mir die Wahrheit— „Du bist die letzte Silberwölfin. Die Macht in deinem Blut wird mir helfen, die gesamte Werwolfwelt zu beherrschen.“ Ich starb mit offenen Augen. Doch als ich sie wieder öffnete, war ich neunzehn Jahre alt. Drei Jahre vor meiner Hochzeit. Noch in derselben Nacht packte ich meine Sachen und floh über die Mauer. Doch ich kam nicht weit. Der König des Nordens, Azrael Vok, zog mich vom Mauerrand und ließ mich in den Schnee fallen. Eine Klinge lag an meinem Nacken. Er wusste nicht, dass das Silberwolfblut in meinen Adern nach ihm rief: Er war mein Schicksalsgefährte. Mein Ehemann aus meinem früheren Leben war es nie. Und wenn Azrael mich tötet, wird auch er sterben. Ich sah zu ihm auf und lächelte. „Du hast mich gefangen.“ „Aber bevor du mich tötest, solltest du erst dein eigenes Herz fragen, ob es das wirklich will.“
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Chapter: 94: Der Schatten vor der Morgendämmerung
Eira ValeriusIch saß am Rand meiner Matratze und starrte auf meine Hände hinab. In meinem Schlafzimmer herrschte Stille, bis auf das leise Knistern des Feuers im Kamin. Morgen war die Krönung. Morgen würde ich den prächtigen Gang der Zitadelle entlangschreiten und vor den Augen des gesamten Königreichs mein Leben mit König Azrael verbinden.In meinen offenen Handflächen lag die silberne Halskette, die Azrael mir geschenkt hatte. Ich fuhr mit dem Daumen über die gewundenen silbernen Zweige und spürte das kalte Metall auf meiner Haut. Der eisblaue Edelstein in der Mitte fing das Feuerlicht ein und leuchtete mit einem gleichmäßigen, friedlichen Schein. Ich liebte sie. Ich liebte, was sie bedeutete. Doch als ich tief in den blauen Stein blickte, begann sich eine seltsame, schleichende Kälte in meinen Fingern auszubreiten.Es geschah ohne jede Vorwarnung.Ein plötzlicher, stechender Schmerz traf mich mitten in der Brust. Es fühlte sich an wie eine heiße Klinge, die mir direkt durch die Ri
Last Updated: 2026-10-11
Chapter: 93: Die Tiefen der Qual
Cleo VanceDie Morgensonne drang kaum durch die Glasfenster des Lagerhauses, doch ich war bereits hellwach. Ich saß vor meinem Spiegel und kämmte mir mit einem leichten Lächeln im Gesicht die Haare.Ich legte meine Bürste beiseite und stand auf. Ich strich mein dunkelrotes Kleid glatt und fragte mich, was Lucas mit Lyra gemacht hatte, nachdem ich sein Zimmer verlassen hatte. Er hatte mir gesagt, ich solle schlafen gehen, und dass er sich um unseren arroganten Gast kümmern würde.Ich verließ mein Zimmer und machte mich direkt auf den Weg zum Ostflügel. Im Packhaus herrschte reges Treiben, Wachen liefen hin und her, aber ich ignorierte sie alle. Ich ging die Treppe hinunter in den Kerker, in der Erwartung, Lyra dort vorzufinden.Stattdessen stand die Tür der letzten Zelle weit offen. Ich trat an die Gitterstäbe heran und spähte hinein. Der schmutzige Boden war leer; von Lyra war nirgends eine Spur zu sehen. Ein Anflug von Ärger stieg in mir auf; Lucas hatte sie verlegt, ohne mir Beschei
Last Updated: 2026-10-10
Chapter: 92: Der Blutanker
LyraMeine Zellentür schlug mit einem lauten, heftigen Knall gegen die Wand. Ich zuckte zusammen und riss die Augen auf, als der plötzliche Lärm im Verlies widerhallte. Ich stemmte mich vom Boden ab und drückte mich rückwärts an die Wand. Alpha Lucas stand in der Tür; er war nicht allein. Vier massige Wachen traten in den kleinen Raum hinter ihm, ihre Gesichter ausdruckslos und die Hände auf den Griffen ihrer Waffen ruhend.Lucas sah mich mit kalten, leeren Augen an und zeigte mit dem Finger auf mich. „Zieht sie raus“, befahl er.Die vier Wachen handelten sofort. Sie stürmten in die Zelle und griffen nach meinen Armen. Als die erste Wache nach meiner Schulter griff, duckte ich mich unter seinem Arm hindurch und nutzte seinen eigenen Schwung, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ich rammte ihm meinen Ellbogen hart in die Rippen und hörte ein befriedigendes Knacken, als er grunzte und gegen die Gitterstäbe taumelte.Der zweite Wächter stürzte sich auf mich. Ich wirbelte herum und pa
Last Updated: 2026-10-09
Chapter: 91: Die wahre Königin
Eira ValeriusDie Chefplanerin starrte mich einen langen, stillen Moment lang an. Das Maßband lag vergessen auf dem Boden zu ihren Füßen. Sie atmete tief und langsam aus, ihre Augen waren vor Ehrfurcht weit aufgerissen.„Himmlisch“, murmelte sie vor sich hin.Sie machte einen langsamen Schritt nach vorne und sah mir ins Gesicht, als könne sie nicht glauben, dass ich direkt vor ihr stand. Die laute, chaotische Energie im Raum legte sich augenblicklich. Die Assistenten, die die Seiden- und Samtrollen hielten, unterbrachen ihre Arbeit und drehten sich um, um mich in der Tür zu betrachten.Die Chefplanerin hob die Hand und wischte sich ein paar plötzlich aufsteigende Tränen aus den Augenwinkeln. „Verzeihen Sie mir, meine Königin“, sagte sie, wobei ihre Stimme ein wenig zitterte. Sie neigte den Kopf tief. „Mein Name ist Madame Vera, ich plane seit über dreißig Jahren königliche Veranstaltungen in dieser Zitadelle. Ich habe viele edle Damen und prächtige Feste gesehen, aber jemanden wie Sie
Last Updated: 2026-10-08
Chapter: 90: Die perfekte Waffe
Alpha LucasDas Buch rutschte mir aus den Fingern und schlug mit einem lauten Knall auf den Dielenboden. Ich setzte mich so schnell auf, dass die Matratze unter meinem Gewicht ächzte. Ich starrte Cleo an, während meine Gedanken rasend versuchten, mit den Worten Schritt zu halten, die sie gerade fallen gelassen hatte.„Was hast du gerade gesagt?“, fragte ich mit leiser, gefährlich ruhiger Stimme.Cleo stand am Fußende meines Bettes; sie hielt das Kinn hoch, und in ihren Augen blitzte ein siegreicher Glanz. „Sie heißt Lyra“, wiederholte Cleo. „Sie ist die Tochter von Lord Theron, einem hochrangigen Krieger aus der Zitadelle. Sie wuchs auf und trainierte direkt an der Seite von König Azrael und seinen Generälen.“Ich starrte sie lange an. Das Feuer knisterte im Kamin und warf tanzende Schatten an die Wände. Ein langsames Kribbeln begann sich in meiner Brust auszubreiten.Eine Adlige aus dem Norden. Eine ausgebildete Kriegerin der Zitadelle.Meine Wachen hatten nicht einfach irgendeinen
Last Updated: 2026-10-08
Chapter: 89: Der Hebel
Cleo VanceMeine Hand ruhte immer noch leicht auf der Stange, direkt neben ihrer. Ich wartete auf ihre Antwort. Die Stille im Verlies zog sich über ein paar bedrückende Sekunden hin. Ich beobachtete, wie Lyras Brust sich hob und senkte, und erwartete, dass sie nicken würde. Ich erwartete, dass sie lächeln und zustimmen würde, dass es für uns beide das Beste wäre, Eira zu Fall zu bringen.Stattdessen warf Lyra den Kopf in den Nacken und brach in lautes, hallendes Gelächter aus. Der Klang prallte voller Spott von den Wänden ab. Sie lachte so heftig, dass sie einen Schritt von den Gitterstäben zurückweichen musste und den Kopf schüttelte, als hätte ich ihr gerade den lustigsten Witz der Welt erzählt.Mein warmes Lächeln erstarrte. Meine Hand glitt von der Stange und fiel steif an meine Seite. „Was ist denn so lustig?“, fragte ich mit vor plötzlicher Verärgerung angespannter Stimme.Lyra hörte endlich auf zu lachen und wischte sich eine vorgetäuschte Träne aus dem Augenwinkel. Sie sah mic
Last Updated: 2026-10-07
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