author-banner
asinigrace796
Author

Novels by asinigrace796

Ein Gelübde, das für einen anderen bestimmt war

Ein Gelübde, das für einen anderen bestimmt war

Nachdem Elena Taylors Schwester an ihrem Hochzeitstag verschwunden ist und nur eine Nachricht sowie gebrochene Versprechen hinterlassen hat, ist Elena gezwungen, als Ersatzbraut für Lucas Moretti, ihren Chef, einzuspringen, dessen Herz durch den Verrat verhärtet ist. Elena findet sich in einer Ehe gefangen, die auf Groll, Geheimnissen und Herzschmerz beruht. Doch als verborgene Wahrheiten ans Licht kommen, muss Lucas entscheiden, ob er weiterhin der Frau nachlaufen will, die ihn verlassen hat, oder ob er um die Frau kämpfen will, die ihn nie verlassen hat.
Read
Chapter: Kapitel 31
Elenas Perspektive Meine Augenlider fühlten sich an, als wären sie aus Blei, als ich versuchte, sie zu öffnen, doch ein helles, weißes Licht durchdrang den dunklen Schleier, der meine Augen bedeckte.Ein Stöhnen entrang sich meiner Kehle. Mein ganzer Körper schmerzte, als wäre ich von einem Lkw überfahren worden; selbst das Atmen fiel mir schwer. Ich versuchte erneut, die Augen zu öffnen, und diesmal blieb mein Blick auf die Decke gerichtet, hell und fremd. Ich drehte meinen Kopf nur ein wenig, und ein stechender Schmerz schoss durch meinen Schädel.Das gleichmäßige Ticken des Herzmonitors und das Summen der Klimaanlage drangen an meine Ohren, dann strömten die Erinnerungen an den Unfall in Wellen über mich herein. Langsam führte ich meine Hand an meinen Kopf, und wie ich vermutet hatte, war er mit einem dicken Verband umwickelt.Mein Blick fiel auf eine Gestalt neben dem Bett, die die Augen geschlossen hatte und deren Kopf auf der Bettkante ruhte, während ihre Hand gefährlich nahe
Last Updated: 2026-09-24
Chapter: Kapitel 30
Lucas’ Perspektive Ich saß hinter meinem Schreibtisch und starrte auf dieselbe Seite, die ich schon seit zehn Minuten las. Frustriert schob ich die Akte beiseite und fuhr mir mit der Hand über das Gesicht.Ein Monat war vergangen, seit ich Elena im Krankenhaus zurückgelassen hatte, und nichts war mehr so wie zuvor. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich vor mir, wie sie mich verletzt angesehen hatte. Ich konnte diesen Anblick nicht loswerden.Sie hatte ihren Job gekündigt; der Schreibtisch gegenüber meinem Büro stand nun leer. Kein Summen und kein morgendlicher Kaffee mehr. Sie hatte nicht nur das Haus verlassen; sie hatte alles entfernt, worauf mein Name stand.Im Krankenhaus hatte ich mir eingeredet, es liege an Valeries Geständnis und daran, dass Matteo dort stand, als hätte er jedes Recht dazu. Ich redete mir ein, es sei eine alte Wunde, die wieder aufgerissen wurde, aber ich hatte mich geirrt. In dem Moment, als ich nach draußen trat und sich die Tür hinter mir schloss,
Last Updated: 2026-09-24
Chapter: Kapitel 29
Elenas Perspektive Sonnenlicht fiel durch die Vorhänge und warf sanfte Lichtflecken auf mein Gesicht, während die Brise aus den offenen Fenstern meine Haut streifte.Es ist nun schon einen Monat her.Einunddreißig Tage, seit Lucas jenes Krankenhauszimmer verlassen hat. Einunddreißig Tage, seit ich meinen Job gekündigt habe und nicht mehr zu ihm nach Hause gehe. Ich habe mich in meinem Ferienhaus aufgehalten, fern von allem, was mich an ihn erinnern würde.Ich rieb meine Handflächen an meinen Knien. Ich sah sein Gesicht noch immer vor mir. Die Art, wie seine Augen Schmerz ausdrückten, wenn er Valerie ansah, als wäre ich gar nicht mehr im Raum. Ich zog meine Beine an die Brust.Vielleicht war das die Wahrheit, der ich nicht ins Auge sehen wollte: dass ein Teil von ihm Valerie nie wirklich verlassen hatte und ich an einem Ort gestanden hatte, der immer jemand anderem gehören würde.Meine Brust fühlte sich eng an, eine Art Engegefühl, das nichts mit dem Atmen zu tun hatte. Was war ich ih
Last Updated: 2026-09-24
Chapter: Kapitel 28
Elenas Perspektive Die Worte drangen nicht sofort zu mir durch. Ich stand einfach nur da und starrte sie an, als wären ihr zwei Köpfe gewachsen.„Er ist dein Mann?“ Meine Stimme klang leise, als gehöre sie jemand anderem. Valerie nickte leicht, ihre Hand ruhte auf Matteo, der sich neben sie gestellt hatte.Meine Hand fand die Rückenlehne des Stuhls und umklammerte sie fest, bis meine Knöchel weiß wurden. Valerie hatte einen Ehemann. Mein Blick fiel auf das Kinderbett. Auf das wunderschöne Bündel, das tief und fest schlief, die winzigen Fäustchen an den Ohren geballt.Jetzt weiß ich, warum der Arzt nach Valerie Vitale gerufen hatte. Es war nicht nur ein Name, den sie sich zufällig ausgesucht hatte, oder ein Name, hinter dem sie sich verstecken wollte. Es war der Name ihres Mannes.Ich hätte mir nie im Leben vorstellen können, dass ich einmal in einem Krankenhauszimmer vor meiner lange verschollenen Schwester stehen würde, zusammen mit einem Ehemann, von dem ich noch nie gehört hatte.
Last Updated: 2026-09-24
Chapter: Kapitel 27
Elenas Perspektive Für einen Moment dachte ich, ich hätte mich verhört. „Valerie Vitale?“ Der Name gehörte nicht zu uns, nein. Ich sah Mama an; sie zögerte keine Sekunde, bevor sie einen Schritt nach vorne machte.„Wir sind ihre Familie.“ Der strenge, zurückhaltende Blick, den Ärzte in den Fluren oft haben, wich einem wärmeren Ausdruck.„Dann herzlichen Glückwunsch“, sagte er, und ich schwöre, die nächsten paar Sekunden zogen sich länger hin, als sie eigentlich hätten sollen. „Ihre Tochter hat gerade einen gesunden Jungen zur Welt gebracht“, verkündete er.Die Welt wurde plötzlich still, während ein Gedanke meinen Kopf beherrschte. Valerie hatte ein Baby; bin ich Tante? Meine Hand fuhr wie von selbst an meinen Mund.„Geht es ihr gut?“, fragte Mama mit brüchiger Stimme. „Es geht ihr gut; Mutter und Kind sind wohlauf.“Ich atmete aus, ohne zu merken, dass ich den Atem angehalten hatte. Ich sagte nichts weiter; ich wartete weder auf Mama noch ließ ich den Arzt zu Ende sprechen, was auch
Last Updated: 2026-09-24
Chapter: Kapitel 26
Elenas Perspektive Gerade als ich meine Handtasche auf den Tisch stellte, klingelte mein Handy; auf dem Display blinkte „Mama“. Ich nahm den Anruf sofort entgegen.„Elena, wo bist du?“ Etwas in ihrer Stimme ließ mich sofort stramm stehen. „Ich bin zu Hause, warum?“, antwortete ich mit gerunzelter Stirn.„Du musst ins Krankenhaus kommen.“ Meine Finger umklammerten das Telefon; ich spürte, wie mein Herz in meiner Brust raste. „Geht es dir gut? Was ist denn –“„Es geht um Valerie.“Der Raum schien sich um mich herum zusammenzuziehen, während alles um mich herum verschwand. „Was ist mit Valerie?“, fragte ich mit zitternder Stimme.Mama atmete tief durch. „Sie hat Wehen.“„Sie hat … was?“ Für einen Moment vergaß ich zu atmen, meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen. „Sie hat Wehen, Elena.“ Die Worte trafen mich nacheinander wie kleine Schläge, auf die ich nicht vorbereitet war.Meine eigene Schwester, in den Wehen? Mein Verstand griff jedes Wort auf und wälzte es hin und her, unfähig, s
Last Updated: 2026-09-23
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status