
ICH STARB AM TAG 3000
Hier ist die deutsche Übersetzung des Textes:
Dorian Kess stirbt an Tag 3000, während er die Linie am letzten Tor der Erde hält, damit elf Menschen fliehen können. Der Mann, der ihn tötet, ist jemand, dem Dorian drei Jahre lang vertraut hat.
Dann wacht er auf. Tag 1. Zehn Jahre, bevor das System den Himmel aufgerissen hat. Zehn Jahre, die er jetzt noch einmal leben darf – mit jedem Fehler, der bereits in sein Gedächtnis gebrannt ist.
Er rennt direkt zu einer verborgenen Klassenprüfung, von der er weiß, dass sie leer war. Sie ist es nicht. Eine Frau namens Wren Calloway ist bereits drinnen und beansprucht genau die Macht, um die herum er seinen gesamten Plan gebaut hat. Das System bindet sie aneinander, bevor einer von ihnen gehen kann, und Dorians perfekter Solo-Speedrun ist bereits aus dem Ruder gelaufen.
Er beginnt, die Menschen zu retten, die beim ersten Mal gestorben sind. Er baut eine Crew auf, die es vorher nie gab. Er wird stärker, schneller und klüger, als es an Tag 1 irgendjemand sein dürfte. Doch Vorwissen ist nicht umsonst. Je mehr er verändert, desto mehr beginnt seine Erinnerung an die Zukunft zu verblassen – genau in dem Moment, in dem ein Systemwächter Fragen zu einem Mann stellt, der so viel wissen sollte, wie er es tut.
Diesmal rennt Dorian nicht nur gegen die Apokalypse. Er wird von dem Ding gejagt, das sie steuert.
Er hat dreitausend Tage, um stärker zu werden, als er je war. Er hat eine einzige Chance, die Menschen zu retten, die er verloren hat. Und diesmal hat er keine Ahnung, wie die Geschichte endet.
I Died on Day 3000, eine Second-Chance-Apokalypse, in der die Zukunft zu kennen nie dasselbe war wie sie zu überleben.
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Chapter: Kapitel 11: Der Wächter„Ein Problem, das du lösen musst?" Dorian hielt seine Stimme ruhig, obwohl sein Herz gegen die Rippen schlug. „Das klingt nicht besonders einladend."„Es war auch nicht so gemeint." Der Mann im grauen Mantel machte einen Schritt näher, und niemand von der Gruppe bewegte sich, wie gefangen in einer Stille, die er selbst über den Ort gelegt zu haben schien. „Aber ich bin ein höflicher Mann. Nennen wir es erstmal ein Gespräch."Bexley trat leicht vor, die Fäuste geballt. „Und wer genau bist du, dass du einfach so aus dem Nichts auftauchst?"„Ich sagte doch. Ein Wächter." Der Mann sah ihn kaum an, sein Blick blieb auf Dorian gerichtet, als würden die anderen drei kaum existieren. „Das System braucht Aufsicht, genau wie jede andere Struktur. Jemand muss dafür sorgen, dass sich die Dinge so entwickeln, wie sie sollen."„Und wie sollen sie sich entwickeln?", fragte Wren, ihre Stimme scharf.„Vorhersehbar." Der Wächter lächelte wieder, und dieses Mal lag etwas Kälteres darin. „Das ist das Pro
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Chapter: Kapitel 10: Markiert„Was zum Teufel bewegt sich da unten?", rief Bexley und wich einen Schritt zurück, als der Boden erneut bebte.Dorian spürte es durch die Schuhsohlen, tief und rhythmisch, wie ein Herzschlag, der der ganzen Straße gehörte. Aus seiner Erinnerung kam nichts. Kein Bericht, keine Warnung, kein einziger Hinweis, was unter der Stadt lauerte und sich gerade in ihre Richtung bewegte.„Ich weiß es nicht", sagte er, und das Eingeständnis kostete ihn mehr, als er zugeben wollte.„Zum ersten Mal heute", murmelte Corwin, „stimme ich dir zu, dass das kein gutes Zeichen ist."Wren stand mit angespannten Schultern, den Blick auf den Krater gerichtet, in den der Räuber gestürzt war. „Vielleicht ist es dasselbe, das ihn geholt hat."„Zu groß", sagte Bexley. „Das ist kein Mann, der da unten fällt. Das ist etwas, das sich bewegt."Ein Riss zog sich durch den Asphalt, kein sauberer Bruch, sondern etwas, das von innen nach außen drückte, und alle vier traten instinktiv zurück, als der Boden mit einem trock
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Chapter: Kapitel 9: Erstes Blut, gemeinsam„Was passiert gerade mit mir", sagte Corwin und starrte auf seinen eigenen brennenden Namen in der Luft.„Ich weiß es nicht." Dorian schüttelte seine schmerzende Hand, der Ring war wieder still, seine Nachricht bereits verblassend. „Das hat er noch nie getan. Er hat überhaupt noch nie etwas getan, bis ich ihn angesteckt habe."„Das ist keine Antwort."„Mehr habe ich nicht."Wren trat näher und betrachtete die letzten Spuren der Warnung, während sie sich auflöste. „Zeitlinienabweichung. Neuschreibung des Ausgangs. Das klingt, als würde der Ring versuchen, das zu ändern, was ihm passiert."„Ändern von was", sagte Corwin, die Stimme angespannt. „Du hast gesagt, ich sei wichtig gewesen in welchem Leben auch immer du schon gelebt hast. Du willst nicht sagen, ob das gut oder schlecht war. Jetzt sagt mir irgendein verfluchtes Schmuckstück, dass mein Ausgang gerade neu geschrieben wird. Verzeih mir, wenn ich gerne etwas mehr Informationen hätte, bevor ich entscheide, ob ich weiter neben irgen
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Chapter: Kapitel 8: Zu viele richtige Vermutungen„Was soll das heißen, er weiß, wer ich bin?" Corwins lockeres Lächeln hatte sich nicht bewegt, aber etwas hinter seinen Augen war sehr still geworden.„Ich weiß es noch nicht." Dorian schloss die Faust um den Ring und verdeckte damit seinen Blick auf den noch schwach in der Luft hängenden Text. „Er hat mir eine Warnung gegeben. Mehr nicht."„Eine Warnung über mich."„Über etwas, das mit dir zu tun hat. Er hat es nicht erklärt."Corwin musterte ihn noch einen Moment, dann lachte er kurz auf, ohne dass es seine Augen erreichte. „Nun, das ist ja gar nicht beunruhigend. Gut zu wissen, dass der magische Schmuck schon Meinungen über mich hat."Bexley verlagerte sein Gewicht und beobachtete den Wortwechsel mit offensichtlichem Unbehagen. „Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, dass mir jemand erklärt, was hier eigentlich vor sich geht. Dorian kannte meinen Namen, bevor ich ihn gesagt habe. Jetzt hat sein Ring Meinungen über einen Typen, den wir gerade erst kennengelernt haben. Ich fange a
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Chapter: Kapitel 7: Ashe„Hinterausgang, jetzt", sagte Bexley und bewegte sich bereits.Dorian widersprach nicht. Die Schritte draußen waren aus einem fernen Rhythmus zu etwas geworden, das nah genug war, um einzelne Stimmen zu hören, scharf und leise, die Anweisungen gaben, als hätten sie geübt, ein Gebäude zu umstellen. Er packte Wrens Arm und folgte Bexley durch einen engen Lagerraum voller Kisten, zu denen niemand je zurückkehren würde.„Dieser Ring", sagte Wren und hielt Schritt. „Was genau hat er gesagt?"„Ursprung instabil." Dorian stieß eine verrostete Tür auf, hinein in eine weitere Gasse, noch enger als die letzte. „Ich weiß nicht, was das bedeutet. Ich habe noch nie eine Belohnung gesehen, die so markiert war."„Beruhigend."„Das habe ich auch gedacht."Sie kamen auf eine Straße hinaus, die parallel zu der verlief, aus der sie geflohen waren, und Dorian verlangsamte gerade lange genug, um sich wieder zu orientieren. Was auch immer für ein Plan er heute noch im Kopf hatte, wurde von Stunde zu Stunde
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Chapter: Kapitel 6: Die Belohnung, die keine war„Lauf“, sagte Dorian und zog Wren und Bexley bereits zurück in die Gasse hinter ihnen. „Sofort.“Die Gruppe der Räuber bewegte sich schnell für Leute, die erst seit ein paar Stunden vom Ende der Welt wussten. Zu schnell. Zu koordiniert. Dorian wartete nicht ab, um herauszufinden, woher der Mann seinen Namen kannte. Er schob Bexley durch eine Lücke zwischen zwei Gebäuden und folgte dicht dahinter, Wren direkt auf seinen Fersen.„Wer war das?“, fragte Wren, die Stimme angespannt, während sie durch eine schmale Servicegasse eilten.„Ich weiß es nicht.“„Das ist nicht gerade beruhigend.“„Es ist die Wahrheit.“ Dorian warf einen kurzen Blick zurück. Noch keine Spur von der Gruppe, aber er hörte Geschrei, Befehle in kurzen, knappen Ausbrüchen. Wer auch immer sie waren – sie hatten einen Plan, und der Plan betraf speziell ihn. Das allein sagte ihm, dass etwas bereits schiefgelaufen war mit einer Version von Tag 1, von der er dachte, er hätte sie vollkommen verstanden.Sie kamen am anderen En
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