
Seine Kurvige Lieblingssünde
Avery war stets der Überzeugung, dass eine Frau wie sie dankbar sein sollte für all jene kleinen Segmente von Liebe, die ihr gegeben wurden. Doch erst als ihr Verlobter Henry Shaw jede Vereinbarung brach und seiner Schwester einen Heiratsantrag stellte – und sie so zu einem öffentlichen Lachobjekt machte, obwohl es ihr eigentlicher besonderer Tag gewesen sein sollte –, fühlte sie sich so beschämt und abgestoßen, dass sie heimlich in den einen Ort vordrang, an dem sie sprechen konnte, ohne beurteilt zu werden. Jenen einen Ort, an dem sie jene erbärmlichen Blicke nicht erhielt.Das Kellerzimmer. In jener Nacht stand sie nicht einfach vor der Zelle und sprach mit ihm – sie trat hinein, in blutrotem Unterwäsche gekleidet, verzweifelt nach Anerkennung. Sie verwischte jede Grenze – sie ließ ihn sie kontrollieren und ihr beibringen, was Vergnügen war, bis sie völlig durchdrungen und von dem Verlangen durchzogen war. Bei Sonnenaufgang stürmte sie heimlich zurück, ihr Bild seines dunklen Grinses tief in seinem Geist verhärtet. Und bei Sonnenuntergang brach das Imperium ihres Vaters zusammen.Der Fremde stand am Fuß ihres Bettes – keine Ketten hinderten ihn, und er verlangte seine Belohnung. Sie. In ihrem Streben, begehrt zu werden, führte sie den Teufel direkt in ihr Zuhause. Dieser Teufel zerstört nicht nur; er will sie vollständig erobern. Nun steht Avery vor der Zerreißprobe: zwischen ihrer Familie und einem Mann zu wählen, der auf sie blickt, als wäre sie seine Rettung.
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Chapter: AufgeschrecktAverys SichtIch schreckte keuchend aus dem Schlaf hoch. Sofort wanderten meine Finger zu der schmerzenden Stelle an meinem Hals, während ich mich hektisch umsah.Ich war in meinem Zimmer.Ich trug noch dasselbe Shirt wie am Abend zuvor, und alles schien an seinem Platz zu sein.„Es muss ein Albtraum gewesen sein. Ein wirklich schrecklicher Albtraum“, flüsterte ich mir selbst zu, während ich mein Spiegelbild betrachtete.Doch das dumpfe Ziehen zwischen meinen Beinen fühlte sich viel zu real an, um es einfach zu ignorieren. Das Brennen und dieses intensive Verlangen nach mehr waren noch immer da.Ich zog eine weite Jeans und ein Shirt an, das mindestens zwei Nummern zu groß für mich war. Meine Haare band ich zu einem unordentlichen Dutt zusammen und nahm mir fest vor, mitten in der Nacht noch einmal in den Keller zu gehen.Als ich die Küche betrat, war meine Mutter bereits dort. Sie trug ein gelbes Seidentop mit einem passenden knielangen Rock, der an der Seite einen hohen Schlitz hatt
Dernière mise à jour: 2026-10-15
Chapter: Das Gewicht des VerlangensAverys PerspektiveMeine Welt fühlte sich so leer an. Jede Nacht fern von dieser Zelle fühlte sich an, als würde ich meiner Seele das vorenthalten, was sie wirklich brauchte.Ich wälzte mich jede Nacht im Bett hin und her, verfolgt von Angst und den Nachwirkungen der Lust. Niemand hatte mich je so angesehen wie er. Nein, anders gesagt, ich hatte mich noch nie wohl genug gefühlt, meine Pussy vor irgendjemandem völlig nackt zu zeigen.Die Art, wie er gestöhnt hatte, und … seine raue Stimme – sie hatte mich anfangs erschreckt, aber sie hatte sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Diese fünf Nächte ohne ihn fühlten sich wie Folter an.Ich seufzte, stand aus dem Bett auf und ging in die Küche, um mir ein Glas Milch zu holen. Vielleicht würde mich das zum Schlafen bringen.„Du gehst nicht wieder dorthin, Avery. Konzentrier dich auf etwas anderes“, murmelte ich zu mir selbst.Ich schrie erschrocken auf, als ich beim Abbiegen um die Ecke gegen eine harte Gestalt stieß. „Es tut mir so leid
Dernière mise à jour: 2026-10-11
Chapter: Angeschworen vom FremdenAverys SichtEinen Mann angekettet im unterirdischen Kerker meines Vaters zu finden, war kein überraschender Anblick. Ein Don wie mein Vater war skrupellos. Er bestrafte Verräter auf die schlimmstmögliche Weise, unter anderem, indem er sie in Ketten verrotten ließ.Aber bei diesem hier geschah das nie. Abgesehen von seinen überwucherten Haaren und den spröden Lippen sah er kaum schlechter aus als ein Mann in Freiheit. Ich blieb immer draußen stehen und erzählte ihm von meinem Tag und von all den Dingen, die sonst niemand hören wollte.Und alles, was er tat, war, mich anzusehen, ohne ein Wort zu sagen, nur mit Gesichtsausdrücken zu reagieren und gelegentlich zu nicken. Er fühlte sich an wie mein menschliches Tagebuch, mein Sicherer.„Sicherer, ich bin zurückgekehrt.“ Ich konnte seinem Blick kaum standhalten, als ich diese Worte sagte. „Der Verlobte, den ich verlassen habe, um mich auf ihn zu konzentrieren, hat mich vor allen zurückgewiesen und gedemütigt.“Ich trat einen Schritt näher.
Dernière mise à jour: 2026-10-11
Chapter: Kein Trost.Averys PerspektiveIch warf ihr einen wütenden Blick zu. „Eine Szene machen? … Wie kannst du das sagen, Mutter, wenn mein Verlobter gerade meiner Schwester einen Antrag macht?“ Meine Stimme brach, während ich sprach.Mutter sah sich um, ihr gezwungenes Lächeln wurde breiter, während sie jedem zunickte, der in ihre Richtung blickte. Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass alle auf die laufende Verlobung konzentriert waren, zog sie mich ans andere Ende des Gartens, weg von den neugierigen Blicken.„Sei nicht erbärmlich, Avery. Die Verlobung sollte unsere beiden Familien miteinander verbinden. Sie sollte den Weg für den Munitionshandel zwischen deinem Vater und Konrad ebnen. Was macht es für einen Unterschied, ob er deiner Schwester einen Antrag macht?“ Ihre Stimme wurde eine Spur lauter. „Außerdem erwartest du doch nicht ernsthaft, dass eine angesehene Persönlichkeit wie er an wichtigen Orten mit einer Frau wie dir gesehen wird.“Jedes Wort aus ihrem Mund tat schlimmer weh als ein Mes
Dernière mise à jour: 2026-10-11
Chapter: Der beschämende VorschlagAverys PerspektiveDie Festung wirkte heute anders – unser einst stiller Garten, der sonst nur von bewaffneten Männern patrouilliert wurde, war voller Gäste aus allen Teilen Siziliens. Alle waren gespannt, denn eine im Feuer geschmiedete Allianz stand kurz davor, besiegelt zu werden.Ich meine, wer könnte schon die Verlobungszeremonie zwischen Henry Shaw, dem einzigen Sohn von Konrad Shaw und Erben des Shaw-Imperiums, und der ältesten Tochter von Don Vendal Bellamy, dem Don von Sizilien, verpassen?Obwohl ich mich mein ganzes Leben lang darauf vorbereitet hatte, spürte ich trotzdem dieses unangenehme, beklemmende Gefühl in meinem Magen – eines, das immer dann auftauchte, wenn ich in der Öffentlichkeit erscheinen musste, besonders wegen meiner Figur. Ich zwang mich dazu, ruhig zu atmen.Henry und ich waren seit unserer Kindheit miteinander verlobt. „Der Antrag ist nur eine Formalität“, flüsterte ich mir selbst zu und verzog das Gesicht, als das Korsett sich enger um meine Rippen legte.
Dernière mise à jour: 2026-10-11