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DER VERFLUCHTE ALPHA UND SEINE VERBOTENE GEFÄHRTIN

DER VERFLUCHTE ALPHA UND SEINE VERBOTENE GEFÄHRTIN

Vor sieben Jahren wurde Dorian Ravenscar kniend über dem Leichnam seiner Mutter gefunden, und ihr Blut klebte an seinen Händen. Jetzt ist er im Blackthorn Institute eingesperrt. Der verfluchte Alpha, vor dem die gesamte Schule davonläuft, wünscht sich nur eines: in Ruhe gelassen zu werden. Calista Hart ignoriert diesen Wunsch innerhalb von nur zwei Tagen. Sie ist eine Omega mit einer großen Klappe und überhaupt keiner Angst. Sie stiehlt sein Abendessen, schläft in seinem Bett und weigert sich, ihm aus dem Weg zu gehen. Warum hat sie keine Angst vor ihm? Warum flüstert sein Wolf genau ein einziges Wort, sobald sie den Raum betritt? Dann wählt die Gefährtenbindung jemand anderen. Nun muss sie sich entscheiden: Folgt sie dem Schicksal oder dem einen Mann, vor dem sich alle fürchten? Ganz gleich, wofür sie sich entscheidet, jemand könnte dafür bezahlen müssen.
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Chapter: KAPITEL 11: Viel zu vertraut
CALISTAS POV„Mit jemandem wie meinem Bruder.“Dorian hatte es gesagt, als würde er mir ein Geschenk überreichen, das er eigenhändig eingepackt hatte. Dann hatte er mir erklärt, dass er sich von jedem abwenden würde, den der Stein für ihn bestimmte. Anschließend hatte er mich allein in einem Korridor zurückgelassen, in dem eine Fackel unaufhörlich flackerte und mein Herz einfach nicht zur Ruhe kommen wollte.Um drei Uhr morgens beschloss ich, Dorian Ravenscar für den Rest meines Lebens aus dem Weg zu gehen.Bis sieben Uhr hatte ich bereits einen Plan. Einen guten Plan, der allerdings einen einzigen Fehler hatte: Ich konnte nicht aufhören, seine Worte zu hören.Mit jemandem wie meinem Bruder.„Ist es das, was du für mich willst?“, hatte ich ihn gefragt.„Das ist es, was du verdienst.“Ich schlug mein Kissen. Es half nicht.Also nahm ich einen Umweg zum Frühstück. Ich mied die Treppe zum Ostflügel, den östlichen Korridor und sogar das Fenster mit dem besten Blick auf den Ostturm. Ich ma
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: KAPITEL 10: Sie lief nicht davon
DORIANS POVMeine Schwester sagte den einen Satz, auf den ich mich nie zu hoffen getraut hatte. Und sie sagte ihn, während sie mit zitternden Fäusten in meiner Tür stand.„Jemand anderes war in diesem Haus, Dorian.“Ich antwortete nicht. Mein Blick war auf das zerbrochene Glas am Boden gerichtet. Das Glas, das ich letzte Nacht gegen die Wand geschleudert hatte, nachdem Calista mein Zimmer verlassen hatte. Ich hatte noch nicht entschieden, ob ich es aufräumen sollte.„Du hast es ihr erzählt“, sagte ich schließlich.„Ja.“„Von jener Nacht.“„Ja.“ Odette hob das Kinn, und für einen Augenblick sah sie genauso aus wie unsere Mutter. „Ich habe ihr von der Tür erzählt und von den Schritten. Und es tut mir nicht leid.“„Du weißt, dass ich nicht über diese Nacht spreche“, sagte ich mit angespanntem Kiefer.„Das weiß ich. Genau deshalb habe ich es getan.“ Ihre Stimme brach. „Es sind sieben Jahre vergangen. Du hast alles allein mit dir herumgetragen, und ich habe meine Hälfte allein getragen. Es
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: KAPITEL 9: Was die Schule glaubt
Calistas POV„Ich war es.“Zwei Worte. Sie trafen mich härter als jeder Schrei es gekonnt hätte.Ich stand wie erstarrt mitten in seinem Zimmer, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, und ich tat das Dümmste, was ich hätte tun können. Ich lachte.Es war ein winziges, gebrochenes Geräusch. Überhaupt nicht amüsant.„Nein“, sagte ich und schüttelte den Kopf. „Nein, das hast du nicht.“Dorian sah mich nicht an. Er stand am Kamin, sein Hemd noch immer halb aufgeknöpft, eine Hand flach auf den steinernen Kaminsims gepresst, als könnte der Raum unter ihm wegrutschen.„Doch“, sagte er erneut, diesmal leise.„Das ist keine Antwort“, fauchte ich, während meine Stimme brach. „Menschen sagen nicht einfach: Ich war es, und gehen dann zur Tagesordnung über.“„Ich schon“, erwiderte er kalt.„Dann fang endlich an zu reden“, drängte ich und machte einen Schritt auf ihn zu. „Wer hat dir das angetan? Wer war es wirklich?“Die Luft im Raum wurde kälter. Hinter ihm breitete sich ein feines Knistern aus Fr
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: KAPITEL 8: Warum bist du halb nackt?!
Dorians POVDas Training begann um vier und endete um sechs. Ich war mir sicher, dass ich es nur deshalb überstehen würde, weil niemand es wagte, mit mir zu kämpfen.Ich prügelte so lange auf die steinerne Trainingspuppe ein, bis sie in der Mitte auseinanderbrach. Danach kämpfte ich gegen die Einzelteile.Es half nichts.Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich ein Mädchen auf meinem Bett liegen, mit Mehl auf der Wange. Und jedes Mal, wenn ich sie öffnete, hörte ich die ganze Schule darüber tuscheln.Sie hat in seinem Zimmer geschlafen.Warum lebt sie dann noch?Sogar die älteren Studenten hatten aufgehört, so zu tun, als würden sie mich nicht anstarren. Ein Schüler aus dem zweiten Jahr war gegen eine Säule gelaufen, weil er gleichzeitig mich ansehen und weitergehen wollte. Beinahe tat er mir leid.Du bist schlecht gelaunt, sagte der Wolf.„Mir geht es hervorragend.“Du hast ein Schwert zertrümmert.„Es war ein billiges Schwert.“Du hast es mit bloßen Händen in zwei Teile gebroc
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: KAPITEL 7: Ein böses Erwachen
Calistas POVIch wachte langsam auf, und das Erste, was ich wahrnahm, war der Geruch.Rauch. Schnee. Etwas Scharfes und Reines, wie die Luft nach einem Blitzeinschlag.Das war nicht mein Kissen.Ich hielt die Augen geschlossen. Vielleicht war ich im Westflügel. Vielleicht war es irgendeine seltsame Seife. Vielleicht würde sich dieser ganze Morgen von selbst in Luft auflösen, wenn ich mich einfach nicht bewegte.Mein Mund schmeckte nach abgestandenem Brot. Meine Stiefel hatte ich noch an. Einer davon hing über die Bettkante.Ich besaß kein Bett, das nach einem Gewitter roch.„Du bist wach“, sagte eine tiefe Stimme.Jeder einzelne Muskel meines Körpers erstarrte.Ich öffnete ein Auge. Graues Licht fiel durch ein hohes Fenster. Vom Feuer war nur noch Asche übrig. Und auf einem Stuhl gegenüber dem Bett saß Dorian Ravenscar, die Ellbogen auf den Knien, den Blick fest auf mich gerichtet.Er sah aus, als hätte er nicht geschlafen. Als säße er schon dort, seit Anbeginn der Welt.Ich fuhr so h
Last Updated: 2026-11-05
Chapter: KAPITEL 6: Wenn der Wolf verstummt
Dorians POVAls das Brüllen verstummte, waren die Ketten leer.Kein Wesen. Keine leuchtenden Augen. Nur zerbrochenes Glas, ein erloschenes Feuer und Calista Hart, die kreidebleich auf dem Steinboden lag.Ich fing sie auf, bevor ihr Kopf auf den Stein schlagen konnte. Ich erinnere mich nicht einmal daran, mich bewegt zu haben.Jetzt stand ich auf meinem Balkon und umklammerte das Geländer so fest, dass der Stein unter meinem Griff ächzte. Ihr Duft haftete noch immer an meinem Mantel. Der Name meiner Mutter hallte noch immer in meinen Ohren wider.Lysandra.Etwas in der Dunkelheit hatte ihn ausgesprochen, als würde es sie kennen.„Was war das für ein Ding?“, fragte ich mit tiefer, harter Stimme.Der Wolf schwieg.„Du hast es gehört. Du hast es gespürt.“ Ich presste die Faust gegen meine Stirn. „Tu nicht so, als wäre es nicht so gewesen.“Ich habe es gespürt.„Dann sag mir, was es war“, fauchte ich. Meine Stimme brach beim letzten Wort.Noch nicht.„Noch nicht?“ Ein raues Lachen entrang
Last Updated: 2026-11-05
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