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56. ERWISCHT IM CLUBHAUS

Autor: Solyn Aure
last update Fecha de publicación: 2026-10-22 08:19:44

ARIAS PERSPEKTIVE

Der Bass vibriert durch meinen Körper, während ich mich zwischen Daisy und Alexis auf der Tanzfläche wiege.

Der neu eröffnete Club ist voll – obwohl er exklusiv ist –, gedimmtes Licht, schlankes Schwarz-Gold-Dekor und das unverkennbare Summen von Geld und Versuchung in der Luft.

Ich trage ein rückenfreies silbernes Minikleid, das sich an meine Kurven schmiegt und hoch an meinen Oberschenkeln e
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  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    66. DIE FALLE IST GESTELLT

    DRITTE PERSON PERSPEKTIVE Lora sitzt allein im Salon der Penthouse-Wohnung, die sie mit Jamie teilt – so wie es die letzten Monate gewesen ist. Jamie kommt kaum noch nach Hause. Ein halb gefülltes Champagnerglas baumelt an ihren Fingern, während sie durch ihr Telefon scrollt, die Lippen kräuseln sich bei jedem giftigen Kommentar höher. Schlampe. Hure. Uneheliches Kind. Jedes Wort, das auf Aria zielt, füllt ihr Herz mit so viel Freude. So viel ungetrübter Ekstase. „Ich vertraue dem Internet, dass es komplett giftig ist“, murmelt sie und bricht in Lachen aus, die Flüssigkeit im Glas droht bei einem Kommentar zu überschwappen. Das Internet hatte genau das getan, was sie wollte – Arias Image in Stücke gerissen. Als sie weiter nach unten scrollt, verschwindet ihr Lächeln plötzlich. Ihre Finger pressen sich um das Glas, bis der Stiel droht zu brechen. Coltrane Cruz’ Verteidigung von Aria verh

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    65. DAS BETT NUTZEN, UM VERTRÄGE ZU SICHERN

    ARIAS PERSPEKTIVE Mein Telefon vibriert irgendwo unter dem Kissen und reißt mich aus dem Schlaf. Mein Zimmer ist noch dämmrig, die Vorhänge nur halb geöffnet. Gestern Abend war ich mit Onkel Mike im Krankenhaus, um Remy zu sehen und meinen Erfolg gemeinsam zu feiern. Wir sind geblieben, bis die Krankenschwestern uns an die Besuchszeiten erinnerten, und erschöpft nach Hause gekommen. Das Vibrieren wird zu Daisys Klingelton. Ich taste mit halb geöffneten Augen nach dem Telefon. „Daisy—“ „Ich stehe draußen. Mach die Tür auf. Sofort.“ Ihre Stimme ist ungewöhnlich ernst. Kein Gruß. Kein Witz. Allein das lässt mich aufsitzen. Ich stolpere im übergroßen T-Shirt und den Shorts, in denen ich geschlafen habe, aus dem Bett, das Haar ein Chaos, und gehe den Flur hinunter. Als ich die Haustür aufschließe, steht Daisy da, das Telefon in einer Hand, die Augen zu weit. Irgendwas stimmt definitiv nicht. Wenn Daisys Ton in dem kurzen Anruf nicht schon Zeichen genug war, ist die Tats

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    64. IST DAS EIN VERHÖR?

    ARIAS PERSPEKTIVE Der Schlüssel dreht sich glatt im Schloss. Ich drücke die Tür auf und greife schon nach dem Lichtschalter— Und erstarre. Noah sitzt auf dem Wohnzimmersofa, als gehöre ihm der Ort, ein Arm über die Rückenlehne gestreckt, lange Beine übereinandergeschlagen, dunkle Augen bereits auf mich gerichtet. Das späte Nachmittagslicht aus den Fenstern fängt die scharfe Linie seines Kiefers. Er sieht völlig entspannt aus. Mein Herz springt mir in die Kehle, die Hände pressen sich um meine Portfolio-Tasche, bis die Knöchel weiß werden. „Was machst du hier?“ Die Worte kommen als geflüsterter Schrei heraus. Ich wirble zum Flur, halb erwartend, dass Onkel Mike jeden Moment erscheint. Noah erhebt sich fließend. „Entspann dich. Er ist zu Jeremiah gefahren.“ Ich bleibe stehen und drehe mich leicht weg, als er nach mir greift. „Also gibt dir das irgendwie das R

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    63. INTERVIEW MIT MADAME GENEVIEVE

    ARIAS PERSPEKTIVE Die Uhr an der Wand zeigt genau 10:00 Uhr, als die Doppeltüren klicken und aufgehen. „Miss Aria? Sie sind bereit für Sie“, sagt Elsie, die junge Assistentin, die mich vor 20 Minuten begrüßt hat, und tritt beiseite, damit ich eintreten kann. „Danke.“ Ich glätte die Vorderseite meines maßgeschneiderten Blazers und der passenden high-waisted Wide-Leg-Hose – eines der Aureline-Stücke. Ich sehe scharf und professionell aus und hoffe, dass es hilft, das Zittern in meinen Händen zu maskieren. Fünf Paar Augen rasten in dem Moment auf mich ein, in dem ich eintrete. Der Konferenzraum besteht aus dunklem Holz und bodentiefen Fenstern. Niemand steht auf. Niemand lächelt. Madame Genevieve sitzt in der Mitte des langen Tisches. Scharfe Wangenknochen, silbergestreiftes dunkles Haar zu einem strengen Knoten zusammengezogen. Sie schaut nicht zu mir auf. Sie studiert einfach den Ordner vo

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    62. UNSICHTBARER GEIST DER VERGANGENHEIT

    NOAHS PERSPEKTIVE Mein Büro ist still, abgesehen vom periodischen Kratzen meines Füllers auf Dokumenten. Ich höre ein Klopfen und die Tür öffnet sich. Jane tritt ein, Tablet in der Hand, Haltung kerzengerade wie immer. „Sir, der Termin für Miss Sinclair ist bestätigt. Morgen um 10 Uhr mit dem Team von Madame Genevieve.“ Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück, die Stadtsilhouette erstreckt sich hinter den bodentiefen Fenstern meines Büros. Papiere und drei offene Laptops bedecken den großen Schreibtisch. Verträge, Quartalsprognosen und die neuesten Geheimdienstberichte zu einem Deal im Wert von Hunderten Millionen Dollar. Ein Grinsen zerrt an meinen Lippen. „Harlan ist wirklich verzweifelt wegen dieser Marktfusion.“ Ich unterschreibe meinen Namen mit einem entschiedenen Handgelenkschwung, bevor ich endlich den Blick hebe und ihre Augen treffe. „Gut. Setzen Sie einen Termin mit seinem Team u

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    61. DIE BÜHNE IST BEREIT

    ARIAS PERSPEKTIVE „Ja, vielen Dank, Charlotte. Morgen um zehn Uhr morgens passt mir gut. Ich bringe auf jeden Fall mein Portfolio und die Lookbooks für meine Marke mit.“ Ich drücke das Telefon fest an mein Ohr, mein Herz macht einen kleinen Freudensprung. „Perfekt, Miss Aria“, antwortet die Sekretärin am anderen Ende, ihr steifer Ton tut meiner Stimmung keinen Abbruch. „Produzent Harlan hat die Abteilung bereits gebrieft. Sie treffen sich mit den Regisseuren und Madam Genevieve Laurent zu Ihrem Interview. Einen schönen Tag noch.“ Die Leitung klickt ab, und ich starre mein Spiegelbild an, ein riesiges Grinsen breitet sich über mein Gesicht. Victor Harlan – einer der größten Produzenten in Hollywood – hatte persönlich dafür gesorgt. Alles wegen Noah. Ein Interview. Aureline überquert endlich den Ozean. Ein Freudenschrei entweicht meinen Lippen, als ich in den

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