로그인Die Bellmere University sollte keine Bestrafung sein. Doch in dem Moment, in dem Aria Lancaster ihm begegnete, wurde sie genau dazu. Sebastian Wolfe – der neue Dekan. Milliardär. Rücksichtslos. Und der älteste Freund ihres Vaters. Er ist doppelt so alt wie sie, eiskalt und gefährlich kontrolliert. Sie ist unschuldig, aufsässig und tabu. Ein einziger Fehler bringt sie in sein Büro. Und eine einzige Regel verändert alles: Gehorche ihm, oder du wirst von der Universität verwiesen. Doch was als Bestrafung beginnt, verwandelt sich schnell in eine Obsession. Und als Geheimnisse ans Licht kommen und die Kontrolle entgleitet, bleibt nur noch eines zu tun: Die Regeln brechen. Oder einander zerstören.
더 보기Arias POV
Ich hörte es – ein Stöhnen. Ungeschönt. Echt. Menschlich. Ich erstarrte. Stimmen flüsterten. Jemand lachte. Ein leises Flüstern folgte. Ich hätte nicht dort sein sollen. Nicht in der Wolfe-Villa. Nicht in Ivys Vintage-Dior-Kleid. Und ganz sicher nicht im Flur des Westflügels, wo das Licht gerade so weit gedimmt war, dass es förmlich falscher Weg schrie. Aber das sollte mal jemand dem Wodka in meinem Blut und dem Gottkomplex erzählen, den ich entwickelt hatte, seit man mich nach Bellmere verbannt hatte, als wäre es irgendeine Art von Elite-Gefängnis, umrankt von Efeu. Ich gab den Schuhen die Schuld. Ivys waren eine halbe Nummer zu klein, und nach zwei Stunden, in denen ich mich mit reichen Kids und Möchtegern-Erben politischer Dynastien herumgeschlagen hatte, die alle nach ererbtem Reichtum stanken, brauchte ich frische Luft – oder eine Szene. Vielleicht beides. So kam es, dass ich mich an einem roten Samtseil vorbeischlich, als wäre es gar nicht da. Eine falsche Abzweigung. Eine offene Tür. Eine Entscheidung, die alles veränderte. Der Raum war in gedämpftes Licht getaucht, in warmen Farbtönen gehalten und von einer Spannung erfüllt, die ich erst verstand, als es zu spät war. Zuerst traf mich der Duft von Sandelholz und Leder, gefolgt von einem scharfen Klicken, das metallisch klang. Ketten? Nein. Das musste Einbildung sein. Ich hätte umkehren sollen. Stattdessen trat ich näher. Eine behandschuhte Hand packte meine. Groß. Fest. Bestimmend. Ich schrie nicht. Ich zuckte nicht einmal zusammen. „Du bist spät dran“, sagte eine tiefe Stimme hinter mir. Britischer Akzent, tief und rau wie Kies. Sie kam mir nicht bekannt vor, klang aber auch nicht bedrohlich. Ich öffnete den Mund, doch kein Laut kam heraus. Mir stockte der Atem, als mir eine seidene Augenbinde über die Augen gezogen wurde. „Warte …“ „Pssst.“ Eine weitere Hand umfasste mein Kinn und hob es an. Dann spürte ich unverkennbar warmen Atem an meinem Hals. „Sprich noch einmal ohne Erlaubnis, und ich werde dich knebeln.“ Mein ganzer Körper spannte sich an. Ich hätte es ihm sagen sollen. Ich hätte sagen sollen: Ich glaube, du verwechselst mich mit jemand anderem. Aber das tat ich nicht. Vielleicht lag es am Alkohol. Vielleicht an dem kalten Nervenkitzel, der meine Wirbelsäule hinunterjagte. Oder vielleicht wollte ich tief in meinem Inneren wissen, wie es sich anfühlte, jemandem zu gehören, und sei es nur für eine Minute. „Auf die Knie“, befahl er. Ich sank auf die Knie. Der Teppich war weich unter mir, aber ich bemerkte es kaum. Jeder meiner Sinne schrie. Meine Hände zitterten an meinen Seiten. „Hände hinter den Rücken.“ Ich gehorchte. Ein Seidenband fesselte meine Handgelenke. Nicht zu fest, aber fest genug, um Konsequenzen anzukündigen. „Ich erkenne dich nicht“, murmelte er, während er um mich herumging. Ich konnte seine Wärme spüren – groß, beherrscht, räuberisch. „Aber ich muss dich auch gar nicht erkennen, oder?“ Ich schluckte schwer. Dann kam die erste Berührung. Ein Finger unter meinem Kinn. Ein sanftes Streifen von Leder über meine Wange. „Du zitterst“, stellte er fest. „Aufgeregt oder verängstigt?“ Ich antwortete nicht. Eine Sekunde später schrie ich auf. Der scharfe Schlag einer Reitgerte gegen meinen Oberschenkel ließ meine Haut in Flammen aufgehen. „Antworte.“ „Beides.“ Ein leises Lachen. Dunkel. Zufrieden. „Ich mag ehrliche Mädchen.“ Ein weiterer Schlag. Diesmal sanfter. Neckend. Und gerade, als ich dachte, ich könnte keine weitere Sekunde davon ertragen … Wurde mir die Augenbinde abgenommen. Und ich sah ihn. Sebastian Wolfe. Den Dekan von Bellmere. Den ältesten Freund meines Vaters. Und den Mann, dessen silberne, wütende Augen sich in meine bohrten, als könnten sie mir bis auf die Knochen schneiden. Sein Gesichtsausdruck wechselte innerhalb eines Herzschlags von Neugier zu Entsetzen und schließlich zu etwas Wildem. „Aria?“ Meinen Namen aus seinem Mund zu hören, klang wie ein Fluch. Ich nickte. Er wich zurück, als hätte ich ihn verbrannt. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Die Reitgerte fiel mit einem dumpfen Geräusch zu Boden. „Was zum Teufel machst du hier?“, knurrte er. Ich kniete immer noch. War immer noch gefesselt. Trug immer noch diese bescheuerte Augenbinde, die wie eine Krone einer Betrunkenen auf meine Stirn geschoben war. „I-ich wusste es nicht“, sagte ich. Er starrte mich an. Kein Wort. Nur ein geladenes Schweigen, das wie Donner zwischen uns krachte. Dann drehte er sich um und stürmte hinaus, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Ich sank auf den Teppich, immer noch atemlos, immer noch brennend. Das war das erste Mal, dass ich persönlich mit Dekan Wolfe gesprochen hatte. Und es war das letzte Mal, dass ich das Gefühl hatte, die Kontrolle zu haben. —— Der Kater erwischte mich am nächsten Morgen mit voller Wucht und ohne jede Gnade. Bellmeres Sonnenlicht hatte die Angewohnheit, geradezu aggressiv perfekt zu sein – es fiel durch efeubewachsene Fenster, als gehörte es in eine Universitätsbroschüre. Mein Kopf pochte, während ich an die Decke meines überteuerten Wohnheimzimmers starrte und im Stillen den Wodka, das zerknitterte Dior-Kleid auf dem Boden und die sechs Zoll hohen Absätze verfluchte, die meine Fußgewölbe ruiniert hatten. Ivy hatte mir bereits geschrieben. Wo zum Teufel hast du mein Kleid gelassen??? Darauf folgte: Dad hat gesagt, Dekan Wolfe will dich in seinem Büro sehen. Das machte mich schneller nüchtern, als Koffein es je gekonnt hätte. Ich hatte es kaum durch die Tür geschafft, als Jules ihren Kopf um die Ecke steckte, eine Banane in der einen Hand und einen Eiskaffee in der anderen. „Du siehst aus, als hätte dich ein Milliardär überfahren“, sagte sie mit einem wissenden Grinsen. Ich blieb mitten im Schritt stehen. „Was?“ „Tu nicht so. Deine Haare sehen aus, als wärst du in einen Skandal verwickelt gewesen, und du hast einen Knutschfleck am Oberschenkel.“ Ich zog meinen Rock nach unten. „Du halluzinierst.“ „Klar“, sagte sie und zog das Wort in die Länge. „Wo warst du letzte Nacht?“Lancasters POV:Ich riss die Tür bereits auf, als Selene sich mit ihrem ganzen Gewicht dagegenwarf. Ihr Körper presste sich gegen das Holz, ihre Brüste schwangen, während sie hastig versuchte, mir den Weg nach draußen zu versperren.„Lancaster, bitte beruhige dich“, flehte sie atemlos.„Beruhigen?“ Ich stieß ein höhnisches Lachen aus. „Geh mir aus dem Weg, Selene.“„Warte doch, lass mich das erklären!“ Ihre Finger krallten sich in den Türrahmen.Ich schob sie zur Seite, nicht hart genug, um ihr wehzutun, aber hart genug, um meinen Standpunkt klarzumachen. Die Tür schwang auf und ich stürmte hinaus, mein Puls hämmerte in meiner Kehle. Ich ging die Treppe hinunter, durch den Flur und ins Wohnzimmer, wo meine Kleidung verstreut lag. Ich schnappte mir meine Sachen vom Sofa und zog sie mir mit groben, wütenden Bewegungen an.Hinter mir polterten Schritte.Sie hatte sich ein übergroßes T-Shirt übergezogen, das ihren Körper beinahe vollständig verschluckte. Ihre nackten Beine blitzten auf, a
Lancasters POV:“Alles Gute zum Geburtstag für mich.”Ihre Stimme war ein zufriedenes Murmeln, als sie sich von den Knien erhob und mit der Zunge einen letzten Tropfen von ihren Lippen auffing. Das Sperma glänzte auf ihrer Brust, einige verirrte Spritzer zeichneten sich auf ihrer Haut ab.Sie beugte sich hinunter, um das Tablett aufzuheben. Das Weinglas war halb leer, die Flasche beinahe ausgetrunken. Dann wandte sie sich ab, ihre nackte Gestalt eine bewusste Provokation, während sie mit wiegenden Hüften in Richtung Küche ging. Ihr Anblick war berauschend, weitaus mehr als der Wein.Ich blieb auf der Couch sitzen, auf mehr als eine Weise entblößt, und versuchte zu begreifen, was gerade geschehen war. Meine Glieder fühlten sich schwer an, doch mein Puls hämmerte, als wäre ich hierhergesprintet.Als sie Minuten später zurückkam, zierten die weißen Streifen noch immer ihre Haut. Sie warf mir einen Blick zu, scharf und flüchtig, bevor sie sich der Treppe zuwandte. Ihre nackten Füße waren
Lancasters POV:Sie stand über mir, das Weinglas in der Hand, ihr Blick scharf genug, um meine Selbstbeherrschung zu durchschneiden. Das langsame Neigen ihres Halses, während sie trank, war Absicht, eine Provokation, eine Herausforderung. Ihre Augen verließen meine nicht einmal, als sich das Glas leerte.Dann stellte sie es mit einem beiläufigen Klirren beiseite und beugte sich zu mir hinunter, bis sie den Abstand zwischen uns überbrückt hatte.Ihr Parfüm hüllte mich ein, etwas Teures, Gefährliches. Und ihre Brüste, die über die Spitze quollen, viel zu üppig, um von den Körbchen gehalten zu werden, waren ein unmissverständliches Angebot. Sie wusste genau, woran mein Blick hängen blieb, doch trotzdem hielt sie meinen Blick fest. Ihre Lippen krümmten sich, als hätte sie bereits gewonnen.Gott, ich liebte genau das an ihr. Keine Spielchen, keine Vortäuschungen. Nur unverhohlene Begierde.“Also”, murmelte sie und ließ ihre Finger über meinen Bart gleiten, “gibt es Geschenke für das Geburt
Lancasters POV:Die Erinnerung an Aria und Wolfe zusammen hatte sich in mein Gedächtnis eingebrannt wie ein unerwünschtes Brandzeichen, das ich einfach nicht auslöschen konnte. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, durchlebte ich erneut den Moment in Wolfes Haus, als Aria in ihrem roten Sommerkleid die Tür geöffnet hatte.Es nagte an mir. Ein langsamer, giftiger Verfall.Ich musste es verdrängen. Vergessen. Etwas fühlen, irgendetwas, das nicht dieser nagenden, zerfressenden Verbitterung entsprach. Ich musste meinen Kopf freibekommen, dem Chaos entkommen, und sei es nur für einen Augenblick.Und ich wusste genau, wie ich das anstellen konnte.Selene.Die Frau von Leon, einem meiner einflussreichsten Investoren. Einem Mann, der mir vertraute. Einem Mann, den ich jedes Mal betrog, wenn ich meine Gedanken zu ihr abschweifen ließ.Ich hatte Selene bei einem Geschäftsessen in ihrem Penthouse kennengelernt. Sie war der Inbegriff von Eleganz gewesen, groß, mit Kurven, bei deren Anblick selbs





