LOGINKelvinZarek zog sich nicht sofort aus mir zurück. Er blieb tief in mir, eine Hand neben meinem Kopf abgestützt, während er über die Schulter zu seinem Bruder blickte. Seine Brust hob und senkte sich noch schwer vom Orgasmus, der gerade durch ihn gerissen war.„Du hattest schon immer ein perfektes Timing“, sagte er, die Stimme noch rau und tief.Jaspers Mund verzog sich zu einem langsamen, wissenden Grinsen. Er legte eine Hand um seinen eigenen Schwanz und streichelte sich einmal, absichtlich und gemächlich, die Augen fest auf die Stelle gerichtet, an der Zarek und ich noch verbunden waren. „Die Bindung hat so laut geschrien, dass sie die Toten hätte wecken können. Ich dachte mir schon, dass ich genau das hier vorfinden würde.“Er durchquerte den Raum mit unhastigen Schritten und kletterte auf das breite Bett. Ohne auf eine Einladung zu warten, beugte er sich vor und küsste mich – tief, schmutzig, die Zunge glitt gegen meine, sodass ich den zurückgebliebenen salzigen Geschmack von Zar
Die schweren Mahagonitüren des Kenti-Anwesens schwangen auf und ließen die kühle Nachtluft herein. Im Inneren war das Haus still, doch die Atmosphäre fühlte sich dicht an von zurückgebliebener Anspannung und jener Art von Angst, die nur entsteht, wenn man zu lange ohne Antworten wartet.In der Mitte des großen Wohnzimmers schritt Zarek unruhig auf dem Teppich hin und her. Sein Gesicht war blass unter dem sanften Licht. Seine anthrazitfarbene Anzugsjacke lag achtlos auf dem Sofa, seine Krawatte war gelockert und hing schief, und seine Hände zitterten leicht, jedes Mal wenn er auf sein Telefon schaute. In dem Moment, als er unsere Schritte auf dem Marmorboden hörte, wirbelte er so schnell herum, dass er beinahe das Gleichgewicht verlor. Seine goldenen Augen weiteten sich in reinem, unverhohlenem Schock, als er mich neben Jasper hereinkommen sah – unverletzt, ungefesselt und aufrecht.„Kelvin?“ Zareks Stimme brach, während er auf mich zustürzte. Er blieb kurz davor stehen, mich zu greife
Der Saal des Mondrats war ein kalter Raum aus schwarzem Stein. Älteste und Rudelführer saßen in hohen Reihen und blickten hinab auf den Boden in der Mitte. Ganz oben saß Derik, beobachtete alles mit einem bösen Lächeln und wartete auf meine Hinrichtung.Ich saß genau in der Mitte des kalten Steinbodens. Schwere, silberbeschlagene Ketten fesselten meine Handgelenke, das kalte Metall biss sich in meine Haut. Das Silber war geschmiedet worden, um die Kraft eines Alphas zu rauben und jeden Wolf in Agonie zusammenbrechen zu lassen – doch in meiner Brust spürte das alte Lycan-Blut, das durch meine Adern floss, kaum etwas davon. Es war nicht mehr als ein milder, unangenehmer Schauer.Ich sagte kein Wort. Ich hielt den Rücken gerade und das Gesicht ruhig und beobachtete sie mit kaltem Blick. Sie glaubten, sie hätten mich in die Falle gelockt, aber sie hatten keine Ahnung, dass ich genau dort war, wo ich sein wollte.„Er ist eine klare Gefahr für unsere gesamte Gesellschaft!“ schrie ein Ältest
Die große Halle explodierte in Chaos.Kameras blitzten ununterbrochen, hell genug, dass Menschen zusammenzuckten. Reporter schrien sich gegenseitig nieder, versuchten, als Erste einen klaren Schuss oder ein brauchbares Zitat zu bekommen. Investoren sprangen panisch von ihren Sitzen auf, einige griffen bereits nach ihren Telefonen, um ihre Büros anzurufen oder die Aktienkurse zu prüfen. Das sorgfältig geplante Firmen-Event hatte sich in weniger als einer Minute in ein öffentliches Chaos verwandelt.Zarek bewegte sich schnell. Sein schwerer Stuhl kratzte hart über den Boden, als er aufstand und sich direkt vor mich stellte. Seine Alpha-Macht schlug aus ihm heraus wie eine solide Wand, dick und schwer genug, dass ein paar Leute in den vorderen Reihen tatsächlich zurückwichen. Seine goldenen Augen brannten, während er Graham Bacon anstarrte.„Du hast kein Recht, hier hereinzustürmen, Graham“, knurrte Zarek. Seine Stimme war tief und rau und trug leicht über die Bühne. „Hol deine Männer vo
Kelvin Die breite Marmortreppe fühlte sich unter meinen Schuhen völlig anders an. Früher war ich diese Stufen im Dunkeln hinuntergeschlichen, den Kopf gesenkt, damit die Wachen keinen Diener außer der Reihe erwischten. Heute ging ich mit geradem Rücken und eckigen Schultern in meinem maßgeschneiderten Anzugsjackett, konzentriert auf das Ziel vor mir.Ich war nicht hier, um den großen König zu spielen oder die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Zarek stand wegen Lord Vances Lügen vor dem totalen Ruin, und sein Unternehmen war am Rand der Insolvenz. Er brauchte mich an seiner Seite, um der Welt zu beweisen, dass House Kenti weder schwach war noch etwas zu verbergen hatte. Ich tat das, um ihn zu schützen und unsere Namen reinzuwaschen.Zarek wartete am Fuß der Treppe im Haupteingang. Er sah scharf aus – in einem anthrazitfarbenen Anzug, der zu meinem passte, das dunkle Haar nach hinten gekämmt, wie der mächtige Firmenboss, der er war. Doch in dem Moment, als seine Augen die meinen trafen
KelvinMorgenlicht filterte durch die hohen Fenster meiner Quartiere und warf lange silberne Strahlen über den polierten Hartholzboden. Ich saß am Rand des großen Bettes und ließ die Stille um mich herum sich legen, als die schweren Eichentüren weit aufschwangen.Ein schlanker, scharf gekleideter Mann mit gestyltem Haar und einem makellosen Blazer trat ein und schob ein massives mobiles Kleidergestell herein, das mit schwarzen Ledergarmentbags vollgepackt war. Zwei Assistenten folgten direkt hinter ihm und trugen schwere Schuhkartons, samtgefütterte Schmuckkästen und Kleidungsdämpfer.„Guten Morgen, Kelvin“, sagte der Mann und machte eine kurze, höfliche Verbeugung. „Ich bin Kim, der Chef-Stylist von Haus Kenti. Alpha Zarek hat mich beauftragt, dafür zu sorgen, dass Sie für die heutige Pressekonferenz bei Kenti Holdings absolut königlich aussehen.“Kim wartete nicht auf meine Antwort. Mit schnellen, geübten Bewegungen öffnete er den Haupt-Garmentbag und zog einen maßgeschneiderten ant







