ANMELDENIch heiße Oliver Blaese. Ich habe einen IQ von 145, die Instinkte eines Hackers, ein Mundwerk, das ich nicht halten kann, und eine Liste von Männern, die eigentlich nicht mehr atmen dürften. Die Gerichte rühren sie nicht an. Die Presse macht ihren Job nicht. Also suche ich mir einen russischen Söldner, groß wie ein kleines Gebäude, der das tödlichste Black-Ops-Team der Welt anführt, und mache ihm ein Angebot. Er sagt Ja. Er sagt auch andere Dinge. „Auf die Knie." „Meins." Dinge auf Russisch, die er gar nicht erst übersetzt und die ich später nachschlage, während ich aus einem Schnitt blute, auf den er eben noch seinen Mund gepresst hat. Dinge, die mir nicht so gut gefallen sollten, wie sie es tun. Als die Welt endlich hinsieht, macht das Syndikat längst Jagd auf uns, meine Mutter beim MI6 weiß genau, was ich getrieben habe, und Kirill ist der Einzige, der weiß, wo jeder Teil von mir zu Hause ist. Ich bereue keinen einzigen Namen. Ich bereue keine einzige Kugel. Und ihn bereue ich ganz sicher nicht. MM Dark Romance. Heavy Kink. Harte Gewalt. Verdientes HEA.
Mehr anzeigenOliverDie schwere Stahltür fällt klickend ins Schloss. Der russische Terminator ist jetzt auf der anderen Seite.Die Stille kehrt sofort in den Raum zurück, dicht und drückend. Aber die Luft scheint noch immer aufgeladen, als knisterte darin die heftige Spannung, die Kirill zurückgelassen hat.Mein Herz hämmert in einem schnellen, unregelmäßigen Rhythmus gegen die geprellten Rippen.Ihn zu reizen ist gefährlich. Vielleicht sogar dumm. Aber dass dieser sonst so unerschütterliche, furchterregende Killer die Flucht ergriffen hat, weil er kein Gespräch mit mir aushält, ohne mich würgen zu wollen? Das fühlt sich wie ein gewaltiger Sieg an.„Du willst unbedingt sterben, was?“Die Stimme klingt weich und ein wenig gedehnt, ganz anders als Kirills raues Bellen. Vielleicht höre ich sogar einen Hauch Südstaatenakzent heraus.Ich drehe mich von der Tür weg und sehe den Mann, der gerade noch in den Raum geschlüpft ist, bevor sein Boss hinausgestürmt ist.Saint lehnt mit locker verschränkten Arme
KirillVier Tage sind vergangen, seit sich dieser britische Hacker in mein Leben gedrängt hat. Die Ruhe im Lagerhaus ist gründlich dahin.Um die verschlüsselten Dossiers über die Bewegungen des Kartells von Miami aus durchzugehen, brauche ich volle Konzentration.Mein vom Netz getrennter Laptop steht auf dem Tisch. Auf dem Bildschirm reihen sich Daten, Geldtransfers und Überwachungsfotos aneinander.Aus diesen Informationen einen brauchbaren Einsatzplan zu machen, ist mühsame Detailarbeit. Dafür brauche ich Ruhe und Ordnung.In den vergangenen sechs Monaten waren mein Team und ich in den schwülen, blutgetränkten Dschungelgebieten Kolumbiens und Perus im Einsatz. Wir haben dort Drogenschmuggelrouten zerschlagen, um dem mexikanischen Kartell, das uns angeheuert hatte, sein Monopol zu sichern.Die Rückkehr nach New York sollte uns Zeit geben, wieder zu Kräften zu kommen.Der Schutzauftrag war eine gemeinsame Entscheidung. Das Team sollte an einem sicheren Ort ausruhen können und dabei we
OliverDie Eintönigkeit dieses Betonkastens zermürbt mich langsam. Inzwischen fühlt sich sogar Atmen nach Arbeit an.Dominique sitzt auf der Kante eines der unteren Etagenbetten. Ein Bein hat sie auf die Matratze gestellt, während sie methodisch eine Reihe schlanker silberner Wurfmesser schärft.Ihr dunkles lockiges Haar hat sie zu einem unordentlichen Knoten gebunden. Ihre schokoladenbraunen Augen bleiben auf die glänzenden Klingen gerichtet, die sie auf einem Mikrofasertuch aufgereiht hat. Sie bewegt sich genauso erschreckend effizient wie ihr Boss, aber diese erdrückende Aura aus düsterer Bedrohung fehlt ihr.„Wenn du ständig hin und her läufst, verschwinden die Wände auch nicht“, murmelt Dom. Ihre Stimme ist weich, mit einem leichten melodischen Klang, der gar nicht zu dem tödlichen Stahl in ihren Händen passt.„Vielleicht laufe ich irgendwann eine Rinne in den Boden und komme so ins Untergeschoss“, brumme ich und drehe mich bei der Küchenzeile wieder um. „Diese Einrichtung ist ei
OliverDie Langeweile liegt mir auf der Brust wie eine Bleischürze beim Zahnarzt. Sie drückt mir die Luft ab, bis ich schreien möchte, nur um mal etwas anderes zu hören als das Brummen des Industriekühlschranks.Vor sechsundzwanzig Stunden hat Kirill Nikolaev mein Handy einkassiert und Protokoll Null verhängt.Sechsundzwanzig Stunden ohne Bildschirm. Ohne Datenstrom. Ohne den kleinen Dopaminstoß einer neuen Benachrichtigung oder das rhythmische Ablaufen von Code in einem Terminal.Ich mache einen kalten Entzug vom gesamten einundzwanzigsten Jahrhundert durch. Die Entzugserscheinungen äußern sich vor allem in dem verzweifelten Bedürfnis, den knapp einen Meter dreiundneunzig großen Russen auf der anderen Seite des Raums zu nerven, der mich gerade ignoriert.Wer eine Million Dollar Grundgebühr zahlt, erwartet normalerweise Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle und vielleicht eine Aussicht, die nicht aus einem Verdunkelungsrollo besteht. Ich habe einen Betonkasten bekommen, der nach Zitron





